PZH ganz offen
Das Produktionstechnische Zentrum der Universität Hannover öffnete am Tag der Architektur
Mehr als 150 architekturbegeisterte Besucherinnen und Besucher zog es am Sonntag, 26. Juni 2005 zum Produktionstechnischen Zentrum der Universität Hannover (PZH). Als eines von hundert Bauobjekten in 53 Orten in Niedersachsen öffnete es zum Tag der Architektur seine Pforten. Insbesondere die Führungen um 11, 14, und 15 Uhr durch Vertreter des Architekturbüros Henn Architekten boten weitere Informationen zu Entwurfsgestaltung und Entstehungsprozess. In den anschließenden Diskussionen zeigte sich das große Interesse an der Architektur des Gebäudes. Fragen zu Materialien oder der Akustik beschäftigten die Besucherinnen und Besucher diesmal mehr als die großen Maschinen und Werkhallen.
„Der Tag der Architektur hat uns die Möglichkeit geboten, nicht nur die exzellente Forschung am PZH, sondern auch einmal das dafür eigens errichtete Gebäude näher vorzustellen“, erläutert Dr. Henning Ahlers, Geschäftsführer der PZH GmbH. Unter dem Dach des PZH haben die sechs produktionstechnischen Institute der Universität Hannover, die Institute für Fabrikanlagen und Logistik (IFA), für Umformtechnik und Umformmaschinen (IFUM), für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen (IFW), für Mikrotechnologie (imt), für Transport- und Automatisierungstechnik (ITA) sowie für Werkstoffkunde (IW) ein innovatives Kooperationszentrum für Industrie- und Produktionsforschung geschaffen. Das für bisher circa 45 Millionen Euro umgesetzte Projekt wurde zu je einem Drittel von Land, Bund und der PZH GmbH finanziert. Es ist damit ein erfolgreiches Projekt einer public-private-partnership.
Auf 22.000 Quadratmetern wird hier nicht nur eine enge Zusammenarbeit der Institute, sondern durch die Ansiedlung von Unternehmen auch eine enge Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ermöglicht. Gemeinsam forschen sie an neuen Technologien, Geräten, Maschinen und Methoden.
Entsprechend der Nutzung sind im Neubau des PZH unterschiedliche Gebäudetypen als modulare Einheiten durch eine große kommunikative, transparente Halle verbunden. Dadurch sind direkte, kurze Wege des Wissens- und Materialaustauschs möglich. Zur Landschaft öffnet sich das Produktionstechnische Zentrum mit einer viergeschossigen Glasfassade. Dahinter befinden sich das Foyer sowie Empfang, Hörsaal, Cafeteria und Bibliothek mit markantem eiförmigem Grundriss. Eine Straße des Wissens erschließt alle Gebäudeteile und ist Ort der Begegnung und der Orientierung. „Eines der wichtigsten Entwurfsprinzipien bildeten für uns bei der Planung die qualitativen Anforderungen an zeitgemäße Arbeitsplätze. Besondere Bedeutung wurde dabei der visuellen Vernetzung und der kommunikativen Verbindung aller Mitarbeiter beigemessen“, erläutert Norbert Schachtner von Henn Architekten aus München, der das Projekt vor Ort betreut hat.
Meldung vom 27.06.2005