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Einsteins Relativitätstheorie heute
Erfolgreiche Vortragsveranstaltung zum Fest der Wissenschaften
Prof. Dr. Karsten Danzmann von der Universität Hannover sprach am 28. März 2006 um 19:30 Uhr im enercity expo café über Einsteins Gravitationswellen und den Zusammenstoß Schwarzer Löcher. Das enercity expo cafè war bereits frühzeitig bis auf den letzten Platz gefüllt. Trotzdem noch zusätzliche Stühle aufgestellt wurden, mussten die letzten Gäste stehen. Doch Prof. Karsten Danzmann fesselte die Besucherinnen und Besucher mit seinem spannenden Vortrag, sodass auch im Nachhinein eine rege Diskussion entstand. „Hier sind Sie heute Abend genau richtig“ begrüßte er mehr als 130 Besucher und sorgte mit seinem Vortrag für die richtige Einstimmung auf das Fest der Wissenschaften am 22. und 23. April 2006. Am Sonntag, 23. April 2006 stellen mehr als 30 Institute im Lichthof des Welfenschlosses aktuelle Forschungsergebnisse vor.
Albert Einstein hat mit seiner Relativitätstheorie ein neues Bild von Raum, Zeit und Materie entworfen. Der Vortrag schildert die Grundideen der Relativitätstheorie und befasst sich mit ihrem Einfluss auf die heutige Forschung und das Alltagsleben. Scharfe Fernsehbilder und die Satellitennavigation (GPS) wären ohne die Berücksichtigung relativistischer Effekte gar nicht möglich. Hannoversche Forscher arbeiten am Nachweis der von Einstein vorhergesagten Gravitationswellen. Sie künden von Neutronensternen und Schwarzen Löchern, von Sternexplosionen und vom Urknall und werden so völlig neue Informationen über das Universum liefern.
Eine Sternexplosion in der Nähe der Milchstraße ändert den Abstand zwischen Erde und Sonne nur um den Durchmesser eines Atoms – und das auch nur für wenige tausendstel Sekunden. Nachweis und Analyse von Gravitationswellen gehören heute zu den größten Herausforderungen der modernen Physik.
Beim Zusammenstoß zweier Schwarzer Löcher entstehen Gravitationswellen, die als winzige Verzerrungen des Raums auf der Erde ankommen. Das Institut für Gravitationsphysik hat in Ruthe bei Sarstedt eine hochempfindliche Laseranlage gebaut, die solche Ereignisse beobachten kann (GEO600). Die Anlage kann einen Längenunterschied feststellen, welcher einem tausendstel des Durchmessers eines Atomkerns entspricht. Die technische Herausforderung besteht in der Unterdrückung der vielen Störquellen, die ein Signal verdecken, wie Luftdruck- und Temperaturschwankungen sowie Bodenerschütterungen aller Art.
Das Institut für Gravitationsphysik ist auch am Bau eines Satellitensystems (LISA) beteiligt, das ab 2014 Gravitationswellen in den Tiefen des Alls aufspüren soll.
LISA soll Gravitationswellen von superschweren Schwarzen Löchern im gesamten Universum aufspüren und vielleicht sogar die Wellen, die vom Urknall stammen. Dies könnte Aufschluss über die Geburt des Universums geben.
Meldung vom 30.03.2006
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