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Land Niedersachsen zeichnet Prof. Herbert Obenaus aus
 

Niedersächsischer Verdienstorden für Historiker

Mit dem Verdienstkreuz am Bande des Niedersächsischen Verdienstordens hat der Niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff den Historiker Prof. Herbert Obenaus ausgezeichnet. "Als Professor für Geschichte an der Universität Hannover setzt sich Professor Obenaus seit Jahrzehnten für die Erforschung und Dokumentation der Geschichte aller Gruppen von Verfolgten des NS-Regimes ein. Auch den Formen des Widerstandes gegen die Terrorherrschaft insbesondere auf dem Gebiet des heutigen Landes Niedersachsen galt und gilt bis heute sein wissenschaftliches Interesse", sagte der Niedersächsische Kultusminister Bernd Busemann, der Professor Obenaus den hohen Landesorden am 22. März 2007 im Gästehaus der Landesregierung überreichte.
Der Historiker hat weit über den Wirkungskreis eines akademischen Lehrers hinaus in der Öffentlichkeit Einfluss genommen. Durch eigene Forschungsarbeiten und durch fachliche Beratung verschiedener Initiativen hat er zum Aufbau und zur Entfaltung von regionalen Gedenkstätten erheblich beigetragen.

1988 wurde Professor Obenaus als Mitglied in den damals neu eingerichteten Wissenschaftlichen Beirat der Gedenkstätte Bergen-Belsen berufen. Von 1991 bis 2004 war er Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats für die Förderung der Gedenkstättenarbeit in Niedersachsen. Unter seiner Leitung entstand in Zusammenarbeit mit dem Göttinger Verlag Vandenhoeck und Ruprecht die Schriftenreihe der "Bergen-Belsen-Schriften", in der wissenschaftliche Arbeiten zur Gedenkstättenkultur sowie quellenkritisch kommentierte Berichte von überlebenden Zeitzeugen publiziert werden. Seit 2001 ist er Mitglied der internationalen Expertenkommission für die Neugestaltung der Gedenkstätte Bergen-Belsen.

"Professor Obenaus hat sich um die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit in Deutschland und speziell in Niedersachsen verdient gemacht. Er hat durch seine Arbeit nicht nur der wissenschaftlichen Welt überzeugend vermittelt, dass Deutschland sich seiner Vergangenheit aufrichtig stellt. In besonderer Weise hat er sich um die deutsch-jüdischen bzw. deutsch-israelischen Beziehungen verdient gemacht", würdigte Busemann den engagierten Wissenschaftler.


Meldung vom 23.03.2007


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