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Prof. Rolf Michel ist neuer Vorsitzender
der Strahlenschutzkommission

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel beruft Wissenschaftler der Leibniz Universität Hannover

Foto: Atomkraftwerk aus der Luft Der Leiter des Zentrums für Strahlenschutz und Radioökologie der Leibniz Universität Hannover, Prof. Rolf Michel, hat ab sofort eine neue, zusätzliche Aufgabe. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat Professor Michel, Präsident des Fachverbandes für Strahlenschutz, zum 1. Januar 2008 zum Vorsitzenden der Strahlenschutzkommission (SSK) bestellt.

Aufgabe der Strahlenschutzkommission ist es, das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit in den Angelegenheiten des Schutzes vor den Gefahren ionisierender und nichtionisierender Strahlen zu beraten. Die dort ehrenamtlich berufenen Experten erstellen insbesondere Stellungsnahmen und Empfehlungen zur Bewertung biologischer Strahlenwirkungen und zu Dosis-Wirkungsbeziehungen, erarbeiten Vorschläge für Grenzwerte im Strahlenschutz oder beobachten die Entwicklung der Strahlenexposition der Bevölkerung. Darüber hinaus erarbeitet die SSK Anregungen und Empfehlungen zu nationalen und internationalen Richtlinien und spricht Empfehlungen zum Schutz bei kerntechnischen Notfällen und Katastrophen aus. Generell berät sie das Bundesministerium bei dessen Mitwirkung in internationalen Gremien und bei der Aufstellung von Forschungsprogrammen zu Fragen des Strahlenschutzes sowie deren wissenschaftlicher Begleitung.

Eine Aufgabe der SSK im Jahr 2008 ist es, aufgrund der sogenannten KIKK-Studie (Kinderkrebs in der Nähe von Kernkraftwerken), in der eine Korrelation zwischen der Leukämie-Rate bei Kindern und der Entfernung des Wohnortes dieser Kinder zu einer kerntechnischen Anlage festgestellt wurde, die Fakten fachlich zu bewerten, wissenschaftlich fundierte Folgerungen zu ziehen und Handlungsempfehlungen zu formulieren.

Mit der Berufung zum Vorsitzenden der SSK würdigt der Bundesumweltminister die herausragende Kompetenz von Professor Michel im Bereich der Strahlenforschung und unterstreicht die hohe wissenschaftliche Qualität und gesellschaftspolitische Relevanz der im Zentrum für Strahlenschutz und Radioökologie an der Leibniz Universität Hannover durchgeführten Arbeiten.


Meldung vom 07.01.2008


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