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Interdisziplinäre Tagung “Das Design des Staates”
 

Forscherinnen und Forscher befassen sich mit dem „Design des Staates“

Wie machen sich die jüngsten sowie die geplanten Reformen der Verteilung öffentlicher Aufgaben auf verschiedene Ebenen des Staatsaufbaus bemerkbar? Mit dieser Frage haben sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Vertreterinnen und Vertreter aus der leitenden niedersächsischen Verwaltungspraxis am 18. und 19. September 2008 im Leibnizhaus in Hannover beschäftigt.

Unter dem Motto „Das Design des Staates – Fragen der subnationalen Funktionenordnung“ haben die mehr als 30 Teilnehmenden auf der Tagung sowohl grundsätzliche Analysen als auch Ergebnisse empirischer und vergleichender Forschung vorgetragen und diskutiert. Im Mittelpunkt standen neben den deutschen Bundesländern auch andere europäische Staaten wie zum Beispiel die Schweiz, Frankreich oder Großbritannien. „Dezentralisierung“ und „Politikentflechtung“ als eine der Hauptstoßrichtungen dieser Veränderungen, wie sie auch bei den Föderalismusreformen in Deutschland anvisiert werden, wurden im internationalen Vergleich einer kritischen Überprüfung unterzogen. Dabei zeigte sich erneut, wie stark historische Prägungen auch heute noch die „Verwaltungspolitik“ beeinflussen und dass es weder einen von der Theorie vorgebbares kulturübergreifendes Design des Staates geben kann, noch eindeutige Reformempfehlungen, wie sie oftmals von der Wissenschaft erwartet werden. Organisiert hatte die Tagung die interdisziplinäre Forschungsgruppe „Der Staat in der Veränderung“, an der fünf Professoren aus der Juristischen, der Philosophischen und der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät beteiligt sind.


Meldung vom 19.09.2008


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