50 Jahre Technische Informationsbibliothek
Festakt, Ausstellung und Führungen zum Geburtstag der weltweit größten Spezialbibliothek für Technik und Naturwissenschaften
Die Technische Informationsbibliothek (TIB) feiert ihr 50-jähriges Bestehen mit einem großen Festakt am Montag, 15. Juni 2009, sowie der Ausstellung: "Die TIB – Fünf Jahrzehnte Vorsprung, der Wissen schafft". 130 geladene Gäste, darunter wissenschaftliche und politische Wegbegleiter sowie Kooperationspartner, werden im Bibliotheks-Hauptgebäude, Welfengarten 1B, in 30167 Hannover, dabei sein. Grußworte halten der Niedersächsische Wissenschaftsminister Lutz Stratmann, Helga Reinhard, Regierungsdirektorin im Bundesministerium für Bildung und Forschung, der Präsident der Leibniz-Gemeinschaft Ernst Rietschel, Hannovers Oberbürgermeister Stephan Weil, Prof. Erich Barke, Präsident der Leibniz Universität Hannover, sowie Prof. Dieter W. Fellner, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Graphische Datenverarbeitung.
Begleitend zum Festakt wird die Ausstellung eröffnet, die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der TIB dokumentiert. Interessierte können sich vom 16. Juni bis zum 7. August 2009 in der Kataloghalle des Hauptgebäudes am Welfengarten über die weltweit größte Spezialbibliothek für Technik und Naturwissenschaften informieren. Zudem bieten Spezial-Führungen am 16., 17. und 18. Juni, die jeweils um 16 Uhr im Marstall-Gebäude (Welfengarten 1a) beginnen, einen Einblick in die Bibliothek und ihre Dienstleistungen.
"Exzellente Leistungen in Wissenschaft und Wirtschaft sind nur dann möglich, wenn forschende Industrie sowie Lehrende und Studierende sich das notwendige Wissen in gedruckter und elektronischer Form schnell und gut aufbereitet erschließen können. Die TIB spielt als Träger und Gestalter dieser Infrastruktur seit 50 Jahren eine entscheidende Rolle. Dazu gratuliere ich herzlich und wünsche der TIB, dass sie auch im Zeitalter des Internets und der zunehmenden Digitalisierung von Daten ihren Nutzern einen Kompass durch die große Vielfalt von Informationen bietet", sagt Wissenschaftsminister Lutz Stratmann.
Begonnen wurde die Arbeit der TIB im Jahr 1959 mit sieben Stellen, 100.000 Mark an Sachmitteln und 4.000 Zeitschriftentiteln. Von Anfang an war die TIB in ihrer Funktion als Deutsche Zentrale Fachbibliothek für Technik und Naturwissenschaften von erheblicher Bedeutung für die Literatur- und Informationsversorgung in Deutschland. Heute – nach einem halben Jahrhundert – zeichnet sich die TIB durch einen einmaligen Literaturbestand von 7,8 Millionen Medieneinheiten, 16.000 Zeitschriftentiteln und 14,4 Millionen Patenten aus. Damit ist sie für ihre Fachgebiete Technik sowie Architektur, Chemie, Informatik, Mathematik und Physik die größte Spezialbibliothek der Welt.
Zurzeit beschäftigen die TIB zwei große Themenkomplexe. Zum einen geht es darum, nicht-textuelle Materialien und multimediale Objekte wie Filme, Töne, Bilder, Grafiken oder Präsentationen in Zukunft genauso einfach für die Wissenschaft recherchierbar zu machen wie textuelles Wissen. Zum anderen stellt sich die TIB der Verantwortung, das verzeichnete Wissen zu erhalten und unabhängig von Ort, Zeit und Medium bereitzustellen. Die TIB ist bis heute eng mit der Universitätsbibliothek (UB) verbunden. Die Studierenden, Lehrenden und Forschenden der technisch-naturwissenschaftlichen Fakultäten der Leibniz Universität profitieren von den einzigartigen Beständen der TIB und den gemeinsamen digitalen Dienstleistungen beider Bibliotheken.
Die TIB in Zahlen:
- 7,8 Millionen Medieneinheiten,
- 14,4 Millionen Patentschriften,
- 16.000 Zeitschriftenabonnements,
- 80 Prozent der Fachzeitschriften kommen aus dem Ausland,
- 40 Prozent der Zeitschriften sind deutschlandweit nur bei der TIB erhältlich,
- rund ein Drittel der Literatur ist nicht über den Buchhandel zu bekommen,
- 1.500 Bestellungen gehen täglich bei TIB ein,
- die Bestände verteilen sich auf mehr als 46.000 Quadratmeter
- und belegen rund 125 Regalkilometer,
- die TIB ist 80 Stunden in der Woche geöffnet.
Weitere Informationen unter www.tib-hannover.de oder www.tib.uni-hannover.de
Meldung vom 10.06.2009