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Tokio trifft Norwich in Hannover
 

Das Institut für Umweltplanung der Leibniz Universität Hannover (IUP) als Koordinationsstelle für das Europäische Forschungsprojekt Rural Future Networks (RUFUS) ist ein Knotenpunkt für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt, die sich mit der Zukunft ländlicher Räume befassen. Insgesamt haben Prof. Dr. Christina von Haaren und Dr. Sylvia Herrmann, beide IUP, bereits 1,4 Mio. Euro bei der Europäischen Union für das Forschungsvorhaben akquiriert. RUFUS ist ein internationales interdisziplinäres Kooperationsprojekt mit Partnerhochschulen und Forschungseinrichtungen aus Schweden, den Niederlanden, Großbritannien, Frankreich und Deutschland. RUFUS will die Kombinationswirkung von gemeinsamer Agrarpolitik und EU-Kohäsions-, Arbeits-, Sozial- und Umweltpolitik auf die unterschiedlichen Typen ländlicher Räume nachvollziehbar machen und ihre Wechselwirkungen mit nationaler und regionaler Politik beleuchten.

Zurzeit hält sich Prof. Andrew Lovett von der englischen Partneruniversität am IUP auf. Der Professor für Umweltwissenschaften an der School of Environmental Science, University of East Anglia, Norwich, ist Fachmann für die Anwendung von Geografischen Informationssystemen und befasst sich vor allem mit den Chancen und Möglichkeiten der Visualisierung von Zukunftsszenarien für ländliche Räume. An der Leibniz Universität trifft Lovett auf Kazuaki Tsuchiya, Department of Ecosystems Studies, University of Tokyo, der sich im RUFUS-Projekt und in weiteren Projekten am IUP Anregungen für seine Forschung zur Erhaltung der traditionellen ländlichen Kulturlandschaft in Japan holt.

Der intensive Austausch mit den ausländischen Experten hat zu einer Bereicherung der wissenschaftlichen Problembetrachtung geführt. Alle Ergebnisse sowie die neu entstandenen Ideen fließen in die Arbeit der Forschungsinitiative TRUST - Transdisciplinary Rural Development Studies (www.trust-luh.de) ein, die ebenfalls vom IUP koordiniert wird.


Meldung vom 05.01.2010


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