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Wahrnehmung und Bewegung
 

Forschungsaustausch internationaler Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler über Sportmotorik

Rund 60 Forscherinnen und Forscher aus 18 Universitäten haben während eines interdisziplinären Workshops Ergebnisse zum Thema "Wahrnehmung und Bewegung“ vorgestellt und diskutiert. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Sportwissenschaft, Psychologie und Neurowissenschaft betrachteten die menschliche Bewegung aus unterschiedlichen Blickwinkeln: Eine enge Verzahnung von Motorikforschung und Neurowissenschaft ermöglicht zum Beispiel in der motorischen Rehabilitation von Schlaganfallpatienten die Entwicklung neuartiger Therapieverfahren, indem speziell angepasste Musikinstrumente in die Therapie eingebunden werden oder auch zukünftig die Bewegungen direkt als bewegungsdefinierte Klangsequenzen dargestellt und dem Patienten zurückgemeldet werden.

Dass sich Golfabschlag und Hammerwurf mithilfe akustischer Ansteuerungsverfahren verbessern lassen oder warum Berge für Rucksackträger steiler aussehen, wurde während der Veranstaltung erklärt. Tatsächlich beeinflusst die individuelle Bewegungsvorerfahrung offenbar weitreichend die Art, wie der Mensch seine Umwelt wahrnimmt. Dr. Gerd Schmitz, Leibniz Universität Hannover, konnte mit einer Untersuchungsreihe zur sensomotorischen Adaptation erklären, wie sich das motorische System des Menschen an plötzlich auftretende Störungen anpasst.

Das Institut für Sportwissenschaft der Leibniz Universität Hannover unter der Leitung von Prof. Alfred Effenberg veranstaltete den Workshop gemeinsam mit der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs). "Mit der Veranstaltung haben wir den Nachwuchswissenschaftlern im Bereich der Wahrnehmungs- und Bewegungsforschung eine Basis für den wissenschaftlichen Austausch gegeben. Auch die Sichtbarkeit des Forschungsfelds am Standort Hannover wurde erhöht“, sagt Professor Effenberg, "ein nicht unwesentlicher Effekt, denn gerade interdisziplinäre Forschung bedarf einer intensiven Vernetzung zu benachbarten Disziplinen“.


Hinweis an die Redaktion:
Für weitere Informationen steht Ihnen Prof. Alfred Effenberg unter Telefon 0511 762 5510 oder per E-Mail unter alfred.effenberg@sportwiss.uni-hannover.de gern zur Verfügung.


Meldung vom 21.10.2010


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