Erfolg beim Wettbewerb StartUp-Impuls
25.000 Euro für Wissenschaftler der Leibniz Universität Hannover
hannoverimpuls und die Sparkasse Hannover haben die Sieger des jährlichen StartUp-Impuls-Wettbewerbs für Gründungsideen prämiert. In der Kategorie Wissenschaft ging der erste Preis an tecodrive, ein Spin-off der Leibniz Universität Hannover. Der Wissenschaftspreis ist mit 20.000 Euro dotiert und prämiert innovative wissenschaftliche und technische Verfahren, Produkte oder Technologien mit Potenzial zur Marktreife. Olaf Marthiens, Hannes Mahler und Hans-Jörg Lindner, die am Institut für Umformtechnik und Umformmaschinen die Gründung von tecodrive vorbereiten, haben die Jury von StartUp-Impuls mit einem kontaktfreien Vorschub für die feinblechverarbeitende Industrie überzeugt. Mit dieser neuartigen Technologie ist eine deutlich höhere Vorschubgeschwindigkeit gegenüber herkömmlichen mechanischen Vorschüben möglich, das Material wird durch die kontaktfreie Bewegung geschont, die Betriebskosten sind geringer. Tecodrive wird von starting business, dem Gründerservice der Leibniz Universität, unterstützt und hat bereits 2010 mit dem Programm EXIST-Forschungstransfer Fördermittel in Höhe von knapp 400.000 Euro eingeworben.
Geldpreise in Höhe von 2.500 Euro gibt es für zwei weitere Lösungen aus der Leibniz Universität Hannover. Assay Scriptum, ein Forscherteam am Zentrum für Biomolekulare Wirkstoffe der Leibniz Universität, bedruckt Chip-Oberflächen mit Zielproteinen, um effizient und materialsparend Wirkstoffe gegen Krankheiten auf Wirksamkeit, Nebenwirkungen oder Umweltverträglichkeit zu testen. Gegen die hohen Hydroschallpegel beim Bau von Offshore-Windenergieanlagen hat Dr.-Ing. Karl-Heinz Elmer vom Institut für Statik und Dynamik einen Hydroschalldämpfer (HSD) entwickelt. Der Hydroschall gefährdet Meeressäuger wie Schweinswale, so dass Schallschutzmaßnahmen erforderlich sind, um die Genehmigungsauflagen zu erfüllen. Die neuartigen Hydroschalldämpfer aus dünnem, hochelastischem Material werden als künstliche Luftblasen an Netzen befestigt, die die Lärmquelle umgeben. HSD-Netze sind kostengünstig, leicht einzusetzen, benötigen keine aufwendige Druckluftversorgung und sind nicht strömungsabhängig.
Meldung vom 01.03.2011