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Oskar Negt erhält August-Bebel-Preis 2011
 

Stiftung zeichnet Professor für sein Lebenswerk aus

Prof. Oskar Negt, der bis 2002 Soziologie an der Leibniz Universität Hannover lehrte, wird am Montag, 21. März 2011, im Willy-Brandt-Haus in Berlin mit dem August-Bebel-Preis 2011 ausgezeichnet, der mit 10.000 Euro dotiert ist. Die Laudatio hält Heribert Prantl, Mitglied der Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung.

Oskar Negt, 1934 geboren, studierte bei Max Horkheimer und Theodor W. Adorno in Frankfurt am Main. An 1962 war er Assistent bei Jürgen Habermas an den Universitäten Heidelberg und Frankfurt am Main. 1970 wurde er auf den Lehrstuhl für Soziologie der heutigen Leibniz Universität Hannover berufen, wo er bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2002 lehrte. Professor Negt gilt heute als einer der führenden Sozialphilosophen in Deutschland und ist eng mit der Gewerkschaftsbewegung verbunden.

Die 2010 von Literaturnobelpreisträger Günter Grass gegründete August-Bebel-Stiftung vergibt den Preis an Menschen, die sich um die deutsche soziale Bewegung verdient gemacht haben. Der Preis wird in diesem Jahr zum ersten Mal vergeben und soll künftig alle zwei Jahre verliehen werden. August Bebel (1840-1913) war gemeinsam mit Wilhelm Liebknecht Begründer der deutschen Sozialdemokratie. Sitz der privaten, parteiunhabhängigen August-Bebel-Stiftung ist Lübeck.


Meldung vom 16.03.2011

 


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