Deutschlands beste Nachwuchs-Visionäre gekürt
Deutsche Sieger beim europäischen Schülerwettbewerb „Sci-Tech Challenge“ in Hannover ausgezeichnet
Das Schülerteam des Gymnasiums Antonianum aus Vechta hat das deutsche Finale des europäischen Forscherwettbewerbs „Sci-Tech Challenge 2011“ gewonnen. Es setzte sich in einem eintägigen Workshop an der Leibniz Universität Hannover gegen 14 Schülerteams aus Hamburg, Hankensbüttel, Hannover und Sulingen durch. Den Preis verlieh der Energiekonzern ExxonMobil, der den Wettbewerb national und international unterstützt.
„Die Schüler haben in knapper Zeit für eine zentrale Herausforderung unserer Zeit – nämlich hocheffiziente und innovative Fahrzeuge für den Verkehr der Zukunft zu entwickeln – unkonventionelle und mutige Antworten gefunden“, sagte Dr. Heinrich Herm Stapelberg, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit der ExxonMobil Central Europe Holding GmbH. Das Siegerteam aus Vechta reist im April zum Europafinale nach Brüssel.
Ziel des europaweiten Programms ist es, Schüler auf neuen Wegen für die naturwissenschaftlichen und technischen Herausforderungen von morgen zu begeistern. Es wurde vom europäischen Bildungsträger Junior Achievement-Young Enterprise (JA-YE Europe) konzipiert. Die 15 deutschen Teams aus Zehnklässlern mussten in der eintägigen Endrunde in Hannover ein Konzept für ein neues Fahrzeug entwickeln, das die Effizienz erhöht, den CO2-Ausstoß reduziert und neue Kunden anspricht. Ihre Lösungen präsentierten sie einer hochkarätig besetzten Jury aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verbänden. Die Schüler aus Vechta beeindruckten am stärksten, weil sie ein ganzheitliches Verkehrssystem mit Hybrid-Fahrzeugen entwickelten – in der Stadt sollen die Elektroautos computergesteuert an Stromoberleitungen fahren, außerhalb wird auf den Antrieb mit Wasserstoff umgeschaltet. Auf den zweiten Platz schafften es die Schüler des Gymnasiums aus Sulingen mit einem Konzept für neuartige Modulautos, die je nach Bedarf in der Größe erweitert oder abgespeckt werden können. Den dritten Rang belegte ein Team vom Gymnasium Oberalster aus Hamburg, das mit sogenannten Stirlingmotoren die Wärme im Motorraum effizient nutzen will.
Alle Teilnehmer nahmen Urkunden und die Bestplatzierten zusätzlich Sachpreise mit nach Hause, die von Dr. Heinrich Herm Stapelberg (ExxonMobil) und Prof. Dr.-Ing. Erich Barke, Präsident der Leibniz Universität Hannover, überreicht wurden. Der Uni-Präsident hob auf der Veranstaltung die wichtigen Ziele des Programms hervor. „Angesichts des nach wie vor zu geringen Interesses an naturwissenschaftlich-technischen Fächern und dem Fachkräftemangel in den Ingenieurwissenschaften ist das Pilotprojekt ‚Sci-Tech Challenge’ eine gute Möglichkeit, junge Menschen früh neugierig für diese Disziplinen zu machen“, sagte Barke.
Meldung vom 17.03.2011