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Chemie hilft bei der Entschlüsselung des Archäologie-Codes
 

Leibniz Universität Hannover schließt Kooperation mit Niedersächsischem Landesamt für Denkmalschutz

Bild: Winghart, Barke, Wanka Die Partnerschaft zwischen der Leibniz Universität Hannover und dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalschutz ist jetzt verstetigt: Am Dienstag, 8. November 2011, haben die beiden Präsidenten Prof. Dr.-Ing. Erich Barke und Dr. Stefan Winghart im Beisein der Niedersächsischen Wissenschaftsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Beide Einrichtungen des Landes arbeiten bereits seit mehr als fünf Jahren zusammen.

Das Institut für Anorganische Chemie der Leibniz Universität Hannover hilft unter anderem bei der Überprüfung der Echtheit von Fundobjekten oder der Herkunft der eingesetzten Materialien und der Altersbestimmung. „Genutzt werden Messtechniken wie die Röntgenfluoreszenzanalyse oder die Elektronenmikroskopie“, erläuterte Prof. Carla Vogt vom Institut für Anorganische Chemie. So konnte bereits nachgewiesen werden, dass nicht alle Bestandteile des mittelalterlichen Godehardschreins in Hildesheim aus der gleichen Epoche stammen. Außerdem fanden die Chemiker bei Untersuchungen im Harz heraus, dass dort bereits in der Bronzezeit im 7. Jahrhundert vor Christus Kupfer genutzt wurde.

„Ich freue mich, dass die Kooperation aus der Initiative des Instituts für Anorganische Chemie entstanden ist“, sagte Professor Barke bei der Unterzeichnung des Vertrags. „Die geschlossene Vereinbarung gilt ohne zeitliche oder projektbezogene Beschränkungen“, sagte Dr. Winghart, Präsident des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege. Die Wissenschaftsministerin bezeichnete die Kooperation als eine „Win-win-Situation“ für die Beteiligten. „Es ist auf diesem Weg einfacher, an Geldmittel zu kommen“, erklärte Professorin Wanka.


Meldung vom 08.11.2011


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