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„Machen Sie sich nicht nur vom beruflichen Leben abhängig!“
 

Dr. Gunter Dunkel, Chef der NORD/LB, war zu Gast bei "Karriere – Köpfe – Konzerne“

Bild: Dr. Gunter Dunkel und Prof. Dr. rer. pol. Graf von der Schulenburg Es solle hauptsächlich um seinen Lebenslauf und weniger um die Bank gehen, kündigte Dr. Gunter Dunkel zu Beginn seines Vortrags an. Der Vorstandsvorsitzende der NORD/LB berichtete den Zuhörerinnen und Zuhörern während der Veranstaltung "Karriere- Köpfe –Konzerne“ am Donnerstag, 19. Januar 2012, im Lichthof der Leibniz Universität, welche Menschen und Arbeitgeber seine Karriere besonders geprägt haben. Der 1953 in Waiblingen geborene Gunter Dunkel zieht mit sechs Jahren nach Österreich, wo sein Vater Kaufmannsläden einrichtet. "Im Alter zwischen sieben und zehn spielte ich in den Läden, später half ich meinem Vater bei der Montage der Ladeneinrichtung.“ Bereits während seines Studiums an der Wirtschaftsuniversität Wien von 1973bis 1978 zog es Dunkel, der von Klein auf von fremden Kulturen fasziniert war, nach Ägypten, wo er ein Praktikum absolvierte. Nach dem Studium arbeitete er unter anderem für die Unternehmensberatung McKinsey im Strategischen Management. "Die Kollegen und die Arbeit dort haben mich sehr geprägt“, sagte Dunkel. Anschließend wechselte er zur Bayerischen Hypotheken- und Wechselbank AG in München und leitete dort die Planungsabteilung Privatkunden. Von 1990 bis 1995 leitete er die New Yorker Niederlassung der Bank, bevor er über die Anfrage eines Headhunters zur Norddeutschen Landesbank nach Hannover kam. Seit 2009 ist Dr. Gunter Dunkel Vorstandvorsitzender der NORD/LB. Seine Frau habe eine sehr positive Einstellung zu Hannover, sagte er, und schätze die Stadt wesentlich mehr als München. Hannover sei neben Österreich die zweite Heimat der Familie.

Der erste Vorgesetzter, die Kollegen bei McKinsey, die ersten beiden Vorstände sowie sein Mentor, der Jesuitenpater Rupert Lay und sein Coach Klaus Doppler prägten Gunter Dunkel auf seinem Weg zum Vorstandvorsitzenden. Familiäre Prägung, eine gute Ausbildung, gute Ergebnisse, aber auch Zufall und Glück seien entscheidende Faktoren für eine Karriere – und der Wille, führen zu wollen, so Dunkel.

Es sei ein Trugschluss zu glauben, dass alles leichter würde, wenn man erst "ganz oben“ sei, erklärte der Vorstandsvorsitzende, viel mehr sei es wichtig, nicht alles persönlich zu nehmen, was den Job anginge. Den Studierenden gab Dr. Gunter Dunkel für ihre Karriere folgenden Rat: "Machen Sie sich nicht nur vom beruflichen Leben abhängig!“

Im Anschluss an Vortrag und Diskussion hatten Studierende die Möglichkeit, mit Trainees der NORD/LB zu sprechen und Fragen zu ihrem bisherigen Werdegang oder über das Trainee-Programm der NORD/LB zu stellen.

In der Veranstaltungsreihe "Karriere - Köpfe - Konzerne“ kommen Entscheidungsträger aus der regionalen Wirtschaft in die Leibniz Universität Hannover. Bisherige Referenten waren E.ON-Manager Dr.-Ing. E. h. Bernhard Fischer, der Vorstandsvorsitzende der ExxonMobil Central Europe Holding GmbH, Dr. Gernot Kalkoffen, Messe-Chef Dr. Wolfram von Fritsch, Werftbesitzer Bernard Meyer, TUI-Chef Dr. Michael Frenzel, Drogerieketteninhaber Dirk Roßmann, Talanx-Vorstandsvorsitzender Herbert K. Haas, Familienunternehmer Werner M. Bahlsen, Madsack-Aufsichtsratschef Dr. Friedhelm Haak sowie Martin Kind, Unternehmer und Präsident des Fußball-Bundesligisten Hannover 96.


Meldung vom 20.01.2012


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