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Neuer Aeroakustik-Windkanal an der Leibniz Universität
 

Versuchsanlage soll helfen, Flugzeug-Triebwerke leiser zu machen

Bild: Windkanal Ein neuartiger Prüfstand zur Untersuchung aeroakustischer Effekte – zum Beispiel in Flugzeugtriebwerken oder Gasturbinen – steht jetzt den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Instituts für Turbomaschinen und Fluid-Dynamik (TFD) der Leibniz Universität zur Verfügung. Am 5. April wurde die in ihrer Größe bundesweit einmalige Versuchsanlage in der Appelstraße 5 eingeweiht.

Der 20 Meter lange und rund zehn Tonnen schwere Windkanal ist einer der wenigen von der Industrie unabhängigen Aeroakustik-Windkanäle in Deutschland. Die Kosten des Forschungsvorhabens belaufen sich auf mehr als eine halbe Million Euro. Ingenieure der Leibniz Universität haben den Kanal vorwiegend in Eigenarbeit mit Unterstützung einiger Fachfirmen gebaut und ihn intern "Yellow Submarine“ getauft. Optisch erinnert der große gelbe Windkanal tatsächlich an ein farbenfrohes U-Boot.

Der Prüfstand soll für die Erforschung neuer, lärmarmer Flugantriebe eingesetzt werden. Im Projekt "Bürgernahes Flugzeug“ werden in Kooperation zwischen der Leibniz Universität Hannover, der Technischen Universität Braunschweig und mehreren Instituten des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt zukünftige Flugkonzepte entwickelt. Einer der Schwerpunkte ist die Entwicklung lärmarmer Flugantriebe – ein Thema, das im Hinblick auf die rasante Steigerung des weltweiten Flugverkehrs und einer damit einhergehenden verstärkten Emissionsbelastung der Umwelt und der Bevölkerung von aktueller Brisanz ist. Dazu werden am TFD zunächst die wesentlichen Mechanismen des Schalltransports durch moderne Niederdruckturbinen erforscht, um auf der Basis dieser Erkenntnisse gezielt Lärmminderungsmaßnahmen zu entwickeln. Der Windkanal soll auch für Versuche von Studierenden eingesetzt werden, damit sie bereits frühzeitig im Studium praktische Erfahrungen in der Mess- und Versuchstechnik sammeln können.


Meldung vom 13.04.2012


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