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Vierte Stotter-Therapie in einer Sommerfreizeit

Sprachbehindertenpädagogen der Universität Hannover bieten bundesweit einmaliges Projekt für jugendliche Stotterer an

Vom 25. Juli bis 7. August 2004 bietet die Universität Hannover in Bad Segeberg/Schleswig-Holstein eine Stotter-Therapie für Jugendliche und junge Erwachsene an. Die Stotter-Therapie ist ein Forschungsschwerpunkt der Abteilung Pädagogik bei Sprachbeeinträchtigungen des Instituts für Sonderpädagogik. Die angebotene 14-tägige Kurz-Therapie findet bereits zum vierten Mal statt und wird dabei ständig weiter entwickelt. Informieren und anmelden kann man sich unter Telefon 05032/91 89 49 oder unter http://www.rolfbindel.de/stotter-therapie.

Wesentlich für die besondere Wirksamkeit der Therapie ist die Arbeit mit einem Therapeuten-Team und einer größeren Gruppe von Studierenden - so wird größtmögliche Alltagsnähe erreicht. "Der Vorteil einer solchen Freizeitsituation ist, dass auch das spontane Sprechen beobachtet werden kann und sich die Stotterer nicht ständig in einer Therapiesitzung befinden, in der sie sich stark konzentrieren", erklärt Prof. Rolf Bindel, Leiter der Abteilung Pädagogik bei Sprachbeeinträchtigungen und Initiator des Programms, den therapeutischen Ansatz. Statt zu stottern, müssen bei den Stotternden die normalen Sprech- und Kommunikations-Fertigkeiten aufgebaut werden. Um die Erfolge zu erhalten, muss das neue Sprechen intensiv im Alltag angewendet werden - hier vor allem durch Rollenspiele mit den normalsprechenden Studierenden. "Erfahrungsgemäß ist es für einen Teil der Teilnehmer wichtig, über die nachfolgende Zeit in Kontakt mit den Therapeuten zu bleiben, um an die Korrekturen erinnert zu werden", berichtet Professor Bindel von den Erfahrungen der vergangenen Jahre. Deshalb wird ein Telefon- und ein Internet-Video-Verbindungssystem eingerichtet. "Wichtig ist die Therapie vor allem für Jugendliche und junge Erwachsene wegen der beruflichen Weichenstellung in diesen Jahren", betont Prof. Bindel, der selbst auch Sprachheilpädagoge ist. Die 14-tägige Stotter-Therapie kostete 900 Euro, davon sind 600 Euro Therapieanteil, 300 Euro kostet die Unterkunft und Verpflegung. Die Übernahme der Kosten durch die Krankenkassen ist möglich, muss aber von den Teilnehmenden selbst beantragt werden.


Hinweis an die Redaktionen

Für nähere Informationen steht Ihnen Prof. Rolf Bindel unter 0511/762-8568 gern zur Verfügung.

Presseinformation vom 13.01.2004


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