Kulturlandschaften im Wandel
Neue Steuerungsformen in Planung und Politik
Tagung zu Perspektiven der Kulturlandschaftsforschung im Leibnizhaus
Seit Jahrzehnten vollzieht sich ein schneller Wandel der Kulturlandschaft. Dies hat europaweit zu einem wachsenden Interesse an der Steuerung der Kulturlandschaftsentwicklung geführt. Eine Tagung des Instituts für Umweltplanung der Universität Hannover (IUP) und des Leibniz-Instituts für Regionalentwicklung und Strukturplanung (IRS) stellt neue Steuerungsformen der Kulturlandschaftsplanung in den Mittelpunkt. Die Veranstaltung wird am Freitag, 17. März 2006 im Leibnizhaus, dem Gästehaus der Universität Hannover, am Holzmarkt 4-6, durchgeführt. Anmeldeschluss ist Freitag, 3. März 2006. Weitere Informationen zur Anmeldung und zum Tagesprogramm gibt es unter www.irs-net.de.
Auf der Tagung, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt wird, sollen Beiträge aus unterschiedlichen Perspektiven der Kulturlandschaftsforschung sowie aus der Praxis neue Erkenntnisse zu den Wirkungszusammenhängen der Kulturlandschaftsentwicklung und ihrer Steuerung vermitteln. Es werden unter anderem die Ergebnisse aus zwei Forschungsprojekten des IRS und des IUP vorgestellt, in denen unter Verwendung sozialwissenschaftlicher Ansätze Aspekte der Steuerung von Kulturlandschaftsentwicklung untersucht wurden.
Im Fokus des Forschungsprojekts aus dem IRS stehen institutionelle Dimensionen und Pfadabhängigkeiten der Kulturlandschaftsentwicklung, also verschiedene Einflussfaktoren, die sich auf weitere Entwicklungsmöglichkeiten einer Kulturlandschaft auswirken, am Beispiel einer suburbanen sowie einer ländlich peripheren Kulturlandschaftsregion in Berlin/Brandenburg.
Gegenstand eines DFG-Projekts des IUP sind die Entstehung und Funktionsweise von Regional Governance. Dieses Modell beschreibt Möglichkeiten der regionalen Entwicklung, die durch das Zusammenwirken aller beteiligten Akteure aus Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft entstehen. Hier werden am Beispiel von fünf Biosphärenreservaten in Deutschland und Großbritannien Erfahrungen mit regionalen kulturlandschaftsbezogenen Steuerungsansätzen zur Diskussion gestellt.
Die Tagung versteht sich als Forum für einen interdisziplinären Dialog zwischen Raumforschung und regionaler Planungspraxis.
Hinweis an die Redaktionen
Hinweis an die Redaktion:
Für nähere Informationen steht Ihnen Dr. Kim Pollermann vom Institut für Umweltplanung der Universität Hannover unter Telefon +49 511.762-3176 oder per E-Mail unter pollermann@umwelt.uni-hannover.de gern zur Verfügung.
Informationen gibt es außerdem bei Andreas Röhrig vom Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung unter Telefon +49 3362.793-170.
Presseinformation vom 24.02.2006