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Studierende aus Hannover bringen Hochspannung ins Fernsehen

Experiment aus der „Weihnachtsvorlesung“ der Leibniz Universität Hannover zu Gast in der Sat. 1-Wissensshow „clever!“

Ein Experiment von Studierenden der Fakultät für Mathematik und Physik an der Leibniz Universität Hannover hat seinen Weg ins Fernsehen gefunden. Am Mittwoch, 15. August um 20.15 Uhr ist es soweit: Dann läuft die Sat.1-Wissensshow „clever!“, in der ein sogenannter Lifter – eine über zwei Meter große Konstruktion aus Kohlefaser- und Fiberglasrohren – durch das Fernsehstudio schwebt. Was auf den ersten Blick wie geheimnisvolle Antigravitation aussieht, ist physikalisch durch ein elektrisches Feld zu erklären, welches bei mehreren Tausend Volt Gleichspannung Luftteilchen nach unten beschleunigt. Die Studierenden der Leibniz Universität bereiteten den Versuch und die Erklärung für die Sendung mit Barbara Eligmann und Wigald Boning vor.

Das Institut für Gravitationsphysik hatte das Experiment unter dem Motto „Abgehoben“ erstmals in der „Weihnachtsvorlesung 2005“ der Öffentlichkeit präsentiert. In der „Weihnachtsvorlesung“ zeigen Studierende der Fakultät für Mathematik und Physik jedes Jahr im Dezember teils außergewöhnliche physikalische Experimente in einer spannenden Show. Mit großem Erfolg: Die Schlangen vor den Hörsälen werden in jedem Jahr länger. Dank der Übertragung in einen zweiten Hörsaal konnten im vergangenen Jahr mehr als 4.000 Zuschauerinnen und Zuschauer die Physik-Show verfolgen. Zahlreiche Sponsoren, unter anderem die Sennheiser electronic GmbH & Co. KG, unterstützen die „Weihnachtsvorlesung“.

„Alles begann vor fast 5 Jahren im Lötraum des physikalischen Anfängerpraktikums“, berichtet Jessica Dück, damals im zweiten Semester und heute Diplomphysikerin. Die Studierenden spannten einen dünnen Kupferdraht über Streifen aus Alufolie und schlossen die dreieckige Konstruktion an einen umgebauten Fernseher als Hochspannungsquelle an. In der „Weihnachtsvorlesung“ flog dann schon ein drei Meter großer „Lifter“ in den Experimentierhallen des Schering-Instituts in Hannover.
Im Jahr 2006 kam es unter der Schirmherrschaft des Instituts für Quantenoptik zum ersten Kontakt mit Constantin Entertainment, der Produktionsfirma der Sat.1-Wissensshow „clever!“. In den kommenden Monaten entwickelte das Team der „Weihnachtsvorlesung“ eine fernsehtaugliche Version des „Lifters“.

Die Ursache für das schwebende Modell war keineswegs Antigravitation sondern Ionenwind. Über den dünnen Draht konnte elektrischer Strom die umgebende Luft ionisieren. Für das große Modell waren 100.000 Volt Gleichspannung nötig, die zwischen Draht und Alufolie anlagen und im Fernsehstudio durch die RWTH Aachen realisiert wurden. Das daraus resultierende elektrische Feld beschleunigte die geladenen Luftteilchen nach unten, im Gegenzug hob die gesamte Konstruktion nach oben ab.

„Wir möchten zeigen, wie spannend Physik ist“, sagt Diplomand Simon Barke, „Sendungen wie ,clever!’ sind wie die Weihnachtsvorlesung ideale Gelegenheiten, insbesondere junge Menschen für die Naturwissenschaften zu begeistern.“ Daher sei das Team der „Weihnachtsvorlesung“ sofort bereit gewesen zu helfen, als die Produktionsfirma anfragte, ob der große „Lifter“ in der Show präsentiert werden könne.


Hinweis an die Redaktionen

Bei Rückfragen steht Ihnen das Team der Weihnachtsvorlesung gerne unter Telefon 0177-4774666 zur Verfügung. Fotos des Fernsehauftritts sind in voller Auflösung unter www.presse.weihnachtsvorlesung.de abrufbar und zur Veröffentlichung freigegeben.

Presseinformation vom 13.08.2007


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