Mit ‘Leibniz- KIQS’
zur Verbesserung von Lehre und Studium
Lehrende und Studierende sind an neuem Projekt beteiligt
Das Präsidium der Leibniz Universität Hannover will die Qualität von Lehre und Studium in den nächsten Jahren kontinuierlich weiter verbessern und hat dazu das Programm "Leibniz-KIQS – Konzepte und Ideen für Qualität im Studium" aufgelegt. Geplant ist ein Vorgehen in drei Schritten. In der ersten Phase werden nach Analyse der Studiengänge und Studienbedingungen kurzfristig umzusetzende, konkrete Projekten identifiziert und gefördert, die die Qualität der Lehre und der Studienbedingungen rasch verbessern und damit auch die Zufriedenheit der Studierenden steigern. In der zweiten Phase wird ein integriertes Qualitätsmanagementsystem für die Lehre aufgebaut, das bestehende Komponenten zusammenfügt, neue Elemente entwickelt und geregelte Rückkopplungsprozesse implementiert. In der dritten Phase schließlich wird das System des Qualitätsmanagements in Lehre und Studium in ein umfassendes Qualitätskonzept der Leibniz Universität Hannover eingebunden.
Übergeordnetes Ziel des Projekts Leibniz-KIQS ist das Angebot wettbewerbsfähiger und attraktiver Studiengänge, guter Lehre und guter Studienbedingungen, wie es bereits im Leitbild und in der Entwicklungsplanung der Leibniz Universität formuliert ist. Darüber hinaus wird der Erfolg des Projekts auch an Ergebnissen in Evaluationen und Rankings zu messen sein.
Die Palette der zu bearbeitenden Themen ist vielfältig und umfasst alle Aspekte von Lehre und Studium. Einzelne Elemente des Programms sind zum Beispiel die bessere didaktische Vermittlung der Inhalte durch die Lehrenden, die Ausweitung von Beratungs- und Betreuungsangeboten für die Studierenden, die Konzeption und Erprobung von freiwilligen online zugänglichen Eignungstests für Studieninteressierte oder auch die Verbesserung von Angeboten zum Erlernen wissenschaftlichen Arbeitens. Weitere Themen sind die Analyse und Reduktion von Prüfungsbelastungen, die Verstärkung von Maßnahmen zur Internationalisierung von Lehre und Studium und der Ausbau von E-Learning-Komponenten. Nicht zuletzt werden aus der sorgfältigen Analyse der Studiengänge Maßnahmen zur Senkung der Abbrecherzahlen sowie zur Einhaltung der Regelstudienzeit erwachsen.
Um das Vorhaben zu realisieren, stellt die Hochschule ab 2009 jährlich 500.000 Euro aus Studienbeiträgen zur Verfügung. Damit wird ein Förderportfolio eingerichtet, aus dem die Fakultäten Geld für gezielte Projekte zur Verbesserung der Lehrqualität und der Studienbedingungen beantragen können. Darüber hinaus wird die Hälfte des aufgrund von hochschulinternen Zielvereinbarungen zur Verfügung stehenden Geldes für die Verbesserung von Studium und Lehre eingesetzt.
Doch zunächst wird es Gespräche mit Dekanen, Studiendekanen und Studierendenvertretern geben, um den Handlungsbedarf in einzelnen Studienfächern zu ermitteln, erste Ideen für Projekte zu sammeln und Schwachstellen zu analysieren. "Wir müssen für den Erfolg des Programms alle Beteiligten in den Prozess zur Qualitätsverbesserung einbeziehen. Dabei spielen neben den Lehrenden die Studierenden die Hauptrolle. Sie wissen sehr gut ‚wo der Schuh drückt’. Erst aus der Zusammenschau der Befunde der Fakultäten und der Sicht der Studierenden entsteht ein umfassendes Bild der Verhältnisse in einem Studiengang.", erklärt die Vizepräsidentin für Lehre, Weiterbildung und Studium, Prof. Gabriele Diewald.
Hinweis an die Redaktionen
Für weitere Informationen steht Ihnen die Vizepräsidentin der Leibniz Universität Hannover, Prof. Gabriele Diewald, unter Telefon +49 511 762 5110 oder per E-Mail unter diewald@zuv.uni-hannover.de gern zur Verfügung.
Presseinformation vom 18.11.2008