Termintipp: Saturday Morning Lecture: Physik des
Lichts - Ultrakurze Laserblitze
Laser vermessen die schnellsten Vorgänge in der Natur
Prof. Uwe Morgner, Direktor am Institut für Quantenoptik der Leibniz Universität Hannover und Vorstandssprecher des Laserzentrum Hannover e.V., beschreibt am Sonnabend, 6. Dezember 2008, ab 11 Uhr während der Saturday Morning Lecture die Möglichkeiten, ultrakurze Impulse aus Licht zu erzeugen und dazu zu verwenden, um die schnellsten in Physik, Chemie und Biologie vorkommenden Prozesse zu analysieren.
Die gesamte Natur ist in Bewegung. Je größer der Körper, desto langsamer üblicherweise seine Bewegung. Die sehr kleinen Objekte entziehen sich der direkten menschlichen Betrachtung und erfordern ausgefeilte technische Apparate zu ihrer Analyse. Mit Hilfe von Mechanik und Elektronik sind viele schnelle Vorgänge erfassbar; die extrem kurzen Vorgänge in Festkörpern, Molekülen und Atomen finden aber auf so kurzen Zeitskalen statt, dass sie sich nur mit optischen Methoden untersuchen lassen. Dies ist ein wesentliches Einsatzfeld von Lichtimpulsen aus Lasern. Direkte Anwendungen liegen in der Medizin/Biologie in verbesserten Sensorik- und Mikroskopie-Verfahren. Darüber hinaus bilden sich im Zentrum dieser Lichtblitze für die ultrakurze Zeit ihrer Dauer extreme Lichtintensitäten. So lassen sich in der Anwendung gezielt und präzise sehr kleine Strukturen bohren und modellieren.
In seinem Vortrag gibt Prof. Morgner einen Überblick über die wissenschaftlichen Grundlagen der Laserphysik und stellt einige Anwendungsbeispiele vor. Live im Hörsaal vorgeführte Experimente, beispielsweise mit gepulsten Lasersystemen, geben einen direkten Einblick in die wissenschaftlichen Labore.
Wann? Sonnabend, 6. Dezember 2008, 11 bis 13 Uhr
Wo? Leibniz Universität Hannover, Welfengarten 1, 30167 Hannover, Großer Physiksaal
Web? www.maphy.uni-hannover.de
Hinweis an die Redaktionen
Für weitere Informationen steht Ihnen Prof. Uwe Morgner, Institut für Quantenoptik, unter Telefon 0511 762 2452 oder per E-Mail unter morgner@iqo.uni-hannover.de gern zur Verfügung.
Presseinformation vom 03.12.2008