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Hannoversche Umwelt-Software für Mecklenburg-Vorpommern
 

Deutsche Bundesstiftung Umwelt fördert Kooperationsprojekt mit 400.000 Euro

Mehr Umweltschutz in der Landwirtschaft: Die Naturschutzberatungssoftware MANUELA (Management Naturschutz für eine nachhaltige Landwirtschaft), die am Institut für Umweltplanung der Leibniz Universität Hannover in den vergangenen Jahren entwickelt wurde, soll in einem weiteren Bundesland getestet werden. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt fördert das auf drei Jahre angelegte Projekt „Verringerung von Risikopotenzialen aufgrund landwirtschaftlicher Nutzung für den Naturschutz im Peenetal“ mit 400.000 Euro. Projektpartner sind der Fachbereich für Agrarwissenschaften der Hochschule Neubrandenburg in Mecklenburg-Vorpommern und das Institut für Umweltplanung.

Landwirte stehen heute vor der Aufgabe, europäische und nationale Anforderungen an die Praxis zu erfüllen sowie Agrarumweltvorschriften zu befolgen und in ihr Betriebsmanagement zu integrieren. Die am Institut für Umweltplanung entwickelte Software basiert auf einem Geografischen Informationssystem (GIS). Sie unterstützt den Landwirt dabei, die Leistungen seines Betriebes für den Naturschutz zu erfassen und zu bewerten. So wird sichtbar, welche ökologischen und landschaftsästhetischen Leistungen seine Flächen bereits erbringen, wo es notwendig ist, die ökologische Situation und das Landschaftsbild zu verbessern und wie dies möglichst effizient erreicht werden kann.

Das Peenetal in Nordostdeutschland ist eine der letzten unverbauten Flusslandschaften Deutschlands und zugleich eines der größten noch zusammenhängenden Niedermoorgebiete Europas. Hier soll die Naturschutzberatungs-Software MANUELA in großflächigen Landwirtschaftsbetrieben eingesetzt werden, die in unmittelbarer Nachbarschaft von sensiblen Naturschutzflächen und Gewässern liegen.
Dabei werden die Vorteile der GIS-gestützten Beratung, beispielsweise die Vergleichbarkeit aufgrund einheitlicher Bewertungssysteme, die Zeitersparnis durch automatisierte Bewertungsvorgänge, die Möglichkeit der räumlichen Verortung im GIS, genutzt und gleichzeitig weiterentwickelt. Während des Projekts sollen neuen Funktionen für den Datenimport und -export, Anleitungen für die Erfassung und Bewertung von Kleingewässern und die Einbindung geeigneter Standards für Pufferstreifen im Übergangsbereich von Naturschutzflächen zu landwirtschaftlichen Nutzflächen entwickelt und erprobt werden.


Hinweis an die Redaktionen

Für weitere Informationen stehen Ihnen Prof. Dr. Christina von Haaren und Dipl.- Ing. Daniela Kempa vom Institut für Umweltplanung unter Telefon +49 511 762.3162 oder per E-Mail unter kempa@umwelt.uni-hannover.de gern zur Verfügung.

Presseinformation vom 15.12.2008


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