Niedersächsische Technische Hochschule
NTH startet mit Großprojekt Informatik
Das erste gemeinsame Großprojekt der Niedersächsischen Technischen Hochschule (NTH) haben am (heutigen) Montag die drei Präsidenten der NTH-Mitgliedsuniversitäten im Ministerium für Wissenschaft und Kultur in Hannover vorgestellt.
Der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Lutz Stratmann, Prof. Erich Barke, Präsident der Leibniz Universität Hannover, Prof. Thomas Hanschke, Präsident der Technischen Universität Clausthal und Prof. Jürgen Hesselbach, Präsident der Technischen Universität Braunschweig und Vorsitzender des NTH-Präsidiums, zeigten sich optimistisch, dass die NTH den Wissenschaftsstandort Niedersachsen im internationalen Wettbewerb stärken wird.
"Anhand dieses ersten Großprojektes zeigt sich, dass die NTH Zukunftsthemen im globalen Wettbewerb besetzt. Die NTH kann als Gemeinschaft viel mehr erreichen als jede einzelne Universität für sich“, so Stratmann.
Das gemeinsame Informatikprojekt "NTH School für IT Ökosysteme: Autonomie und Beherrschbarkeit Software-intensiver Systeme“ ist beispielhaft für das Potenzial, das durch die Gründung der NTH eröffnet wird: Bis zu 40 Wissenschaftler arbeiten in einem Fachgebiet zusammen, mehr als 2,5 Millionen Euro stehen dafür in den kommenden Jahren zur Verfügung. Das gemeinsame Forschungsprogramm soll es den Informatikwissenschaftlern der NTH ermöglichen, innerhalb der kommenden Jahre noch erfolgreicher Projektmittel auf nationaler und europäischer Ebene einzuwerben.
Das neue Forschungsthema „IT-Ökosysteme“ befasst sich mit der Frage, wie in Zukunft komplexe, softwareintensive Systeme wie etwa Fahrzeuge interagieren können und damit nicht mehr autonom, sondern in einem System funktionieren. Die Wissenschaftler wollen Antworten finden, wie in einem solchen IT-Ökosystem das Gleichgewicht zwischen der Autonomie der Teilsysteme und der Beherrschbarkeit des Gesamtsystems zukünftig erhalten werden kann und dafür Softwarelösungen entwickeln.
Das Projekt umfasst dabei verschiedene Fachgebiete wie beispielsweise „Emergenz von Systemfunktionen, Erweiterung klassischer Engineering-Ansätze, adaptive Infrastrukturen, Beherrschung semantischer Diversität und eine erweiterte Mensch-Umwelt-Maschine-Interaktion“.
Hinweis an die Redaktionen
Für nähere Informationen steht Ihnen Frau Jenny Sturm, Niedersächsisches Ministerium
für Wissenschaft und Kultur, unter +49511 120-2603 oder per E-Mail unter pressestelle@mwk.niedersachsen.de, gern zur Verfügung.
Presseinformation vom 19.01.2009