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Nationalsozialistische „Volksgemeinschaft“?: Konstruktion,
gesellschaftliche Wirkungsmacht und Erinnerung vor Ort

Universitätsübergreifendes Forschungsprojekt wird vom Land Niedersachsen aus Geldern des Niedersächsischen Vorab der VolkswagenStiftung gefördert

"Volksgemeinschaft“ zählte zu den meistgenutzten politischen Schlüsselbegriffen der Weimarer Zeit. Bündelte diese Parole bereits vor 1933 die nationalsozialistische Propaganda überaus erfolgreich, so entwickelte sie sich nach 1933 zum zentralen Moment der NS-Ideologie. Das auf zunächst drei Jahre angelegte Forschungsprojekt "Nationalsozialistische ‚Volksgemeinschaft’?: Konstruktion, gesellschaftliche Wirkungsmacht und Erinnerung vor Ort“ wird mit rund 1,2 Millionen Euro aus dem Niedersächsischen Vorab der VolkswagenStiftung gefördert, davon gehen rund 600.000 Euro nach Hannover. Beteiligt am niedersächsischen Forschungskolleg und Verbundprojekt sind apl. Prof. Detlef Schmiechen–Ackermann (Sprecher) und apl. Prof. Karl-Heinz Schneider, beide Leibniz Universität Hannover, Prof. Dietmar von Reeken, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, PD Dr. Habbo Knoch, Georg-August-Universität Göttingen, sowie Prof. Jochen Oltmer und Hans-Werner Niemann, Universität Osnabrück, die das Forschungsvorhaben gemeinsam konzipiert und beantragt haben.

Volksgemeinschaft steht für eine erfolgreiche strategische Ausrichtung der Nationalsozialisten, denen es mit Hilfe dieser Parole gelang, große Teile der deutschen Gesellschaft für ihre Ideologie zu begeistern. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Forschungsprojekt gehen der Aussage nach, dass die Volksgemeinschaft - wie in früheren Forschungen angenommen – nicht nur ein Mythos der NS-Propaganda war. Sie untersuchen deshalb auch, welche konkreten Ansatzpunkte und Konstruktionen es im Alltag der NS-Zeit gegeben haben könnte, um aus der Propagandaformel "Volksgemeinschaft“ eine soziale Verheißung oder gar soziale Realität zu schaffen.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchen an exemplarischen und vergleichend angelegten Fallstudien, mit welchen Instrumenten die Volksgemeinschaft in der Bevölkerung propagiert wurde. Welche konkreten inhaltlichen Bezüge spielten eine besondere Rolle – abhängig von unterschiedlichen sozialen, konfessionellen, ökonomischen und lokalspezifischen Rahmenbedingungen? Auch die Erhebung von Indizien für den Erfolg oder Misserfolg der Politik zur Konstruktion und Aufrechterhaltung der Volksgemeinschaft stehen im Zentrum der Forschung, ebenso wie die Frage, in welchem Maße es nach 1945 zu einem Fortwirken, einer bewussten Tradierung oder im Gegensatz dazu, zu einer kritischen Erinnerung oder Dekonstruktion der nationalsozialistischen Idee der Volksgemeinschaft in der neu gegründeten Bundesrepublik kam. Die Untersuchungen beziehen sich auf ausgewählte niedersächsische Städte oder Regionen wie beispielsweise Hannover, Oldenburg, Lüneburg, Salzgitter oder das Emsland.


Hinweis an die Redaktionen

Für weitere Informationen steht Ihnen apl. Prof. Detlef Schmiechen-Ackermann vom Historischen Seminar unter Telefon +49 511 762 4432/-3887 oder per E-Mail unter Schmiechen-Ackermann@hist.uni-hannover.de gern zur Verfügung.

Presseinformation vom 26.05.2009


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