Alter Bau erstrahlt in neuem Glanz
Wissenschaftsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka besucht saniertes Chemiegebäude
Bei der Eröffnung im Dezember 1909 war die Presse begeistert: Als Schloss der Chemie feierten die Journalisten den neuen Bau an der Callinstraße. Jetzt ist das Gebäude, das stilistisch an die Neo-Renaissance angelehnt ist, mehr als 100 Jahre nach seiner Eröffnung in Abstimmung mit der Denkmalpflege aufwändig saniert und restauriert worden. Insbesondere der Kali-Hörsaal, der als Musterbeispiel für den Historismus gilt, vermittelt einen Eindruck, wie es um die Jahrhundertwende hier ausgesehen haben muss.
Am Montag, 17. Januar 2011, 13 Uhr, feiert die Leibniz Universität offiziell die Wiedereröffnung des Chemiegebäudes, Callinstraße 9, 30167 Hannover. Die Niedersächsische Wissenschaftsministerin, Prof. Dr. Johanna Wanka, und der Präsident der Leibniz Universität Hannover, Prof. Dr.-Ing. Erich Barke, sprechen Grußworte.
In das nun fertig gestellte Gebäude sind das Institut für Anorganische Chemie unter Leitung von Prof. Peter Behrens und das Institut für Technische Chemie unter Leitung von Prof. Thomas Scheper wieder eingezogen. Beide Institute waren zwischendurch in andere Räume umgezogen; sie mussten die Flächen im Chemiegebäude vorübergehend räumen.
Insgesamt sind 18,7 Millionen Euro in die Sanierung des denkmalgeschützen Gebäudes geflossen. Der Großteil (18,14 Millionen Euro) war für die Erschließungs- und Baukosten bestimmt; weitere 572.000 Euro kostete die Inneneinrichtung von Büros und Laboren. Das Land Niedersachsen hat die Kosten übernommen. Die Sanierung des Kali-Hörsaals konnte bereits im Dezember 2008 als gesonderte Maßnahme mit freundlicher Unterstützung des Freundeskreises der Leibniz Universität realisiert werden.
Insgesamt dauerten die Arbeiten mehr als zwei Jahre, von September 2008 bis Dezember 2010. In dieser Zeit wurden Fassaden, Fenster, die im Erdreich liegenden Außenwände und das Dach vollständig saniert. Außerdem wurden Abwässeranlagen, Stromversorgung, Sanitärinstallationen und Laboreinrichtungen nahezu vollständig erneuert und die Lüftungszentrale im Untergeschoss neu gebaut. Die Treppenhäuser sind – genau wie der Kali-Hörsaal – in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege restauriert worden.
Hinweis an die Redaktionen
Für weitere Informationen steht Ihnen Jessica Lumme, Pressesprecherin der Leibniz Universität Hannover, unter Telefon +49 511 762 5342 oder per E-Mail unter lumme@pressestelle.uni-hannover.de gern zur Verfügung.
Presseinformation vom 13.01.2011