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Leibniz Universität Hannover: Welfenschloss
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Vorentscheidung in der zweiten Phase der Exzellenzinitiative
 

Leibniz Universität mit einer Graduiertenschule und einem Exzellenzcluster im Rennen

Foto: Welfenschloss Die Leibniz Universität Hannover hat die erste Hürde in der zweiten Phase der Exzellenzinitiative genommen: Die im NTH-Verbund eingereichte Antragsskizze für die Graduiertenschule „NTH School of Engineering Sciences - PhDcube“ ist positiv bewertet worden, ebenso wie die Antragsskizze für das Exzellenzcluster „Hearing4all“, an dem die Leibniz Universität Hannover gemeinsam mit der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) beteiligt ist. Bis September müssen nun die Vollanträge eingereicht werden. Die endgültige Förderentscheidung fällt im Juni 2012. Der Wissenschaftsrat hatte insgesamt 227 Antragsskizzen für Exzellenzcluster, Graduiertenschulen sowie Zukunftskonzepte begutachtet.

„Das Ergebnis zeigt, dass die NTH exzellenzfähig ist“, sagt Prof. Dr.-Ing. Erich Barke, Präsident der Leibniz Universität Hannover. „Wir freuen uns zusätzlich, dass es gelungen ist, mit unseren Kooperationspartnern im Bereich der Medizinforschung erneut erfolgreich gewesen zu sein.“

Die NTH-Mitgliedsuniversitäten (die Technische Universität Braunschweig, die Technische Universität Clausthal und die Leibniz Universität Hannover) hatten die Antragsskizze für die „NTH School of Engineering Sciences - PhDcube“ gemeinsam eingereicht. Sprecher der Graduiertenschule ist Prof. Dr.-Ing. habil Peter Wriggers vom Institut für Kontinuumsmechanik der Leibniz Universität Hannover.

Wo Oberflächen in Kontakt miteinander oder mit der sie umgebenden Umwelt treten, kommt es zu physikalischen Reaktionen. Diese beeinflussen Mobilitätsanwendungen, in denen Schall, Strömung und Schwingungen zusammenwirken sowie Prozesse in der Verfahrenstechnik, die im Rahmen von Hochenergieultraschall gesteuert werden und Konstruktionselemente des Maschinenbaus. In Lagern, Getrieben, Motoren und anderen Maschinenelementen entsteht zum Beispiel Reibung. Dieses unerwünschte Phänomen führt zu Verschleiß und verursacht allein in Deutschland jährliche Verluste von mehreren Milliarden Euro.

Die Graduiertenschule „NTH School of Engineering Sciences – PhDcube“ greift das interdisziplinäre Forschungsfeld physikalischer Prozesse auf Oberflächen auf. Ob der Verschleiß von Maschinen reduziert werden soll, Autos geräuschloser fahren oder Flugzeuge durch weniger Strömungswiderstand treibstoffsparender fliegen – stets sind die Beschaffenheit und das Zusammenwirken der unterschiedlichen Oberflächensysteme ein wichtiger Aspekt.

Um Prozesse verbessern zu können, müssen sie jedoch erst genau verstanden sein. Die Forschungsaktivitäten der Graduiertenschule zielen daher auf genaue Beschreibung, Analyse und computergestützte Simulation der Prozesse auf Oberflächen. Die Entwicklung solch hochkomplexer Modellsysteme erfordert einen interdisziplinären Ansatz. Zu den an der Graduiertenschule beteiligten Fachrichtungen gehören daher nicht nur der Maschinenbau, sondern auch die Disziplinen Bauingenieurwesen, Mathematik, Informatik und Chemie.

Die Graduiertenschule „NTH School of Engineering Sciences – PhDcube“ greift die bereits vorhandene Expertise aller drei Mitgliedsuniversitäten auf und bündelt die Forschungsaktivitäten. Die Doktoranden sollen so nicht nur umfassend ausgebildet werden. Sie können auch innerhalb der Netzwerke der NTH in einem internationalen, wissenschaftlichen Umfeld Erfahrungen sammeln.

Das geplante Exzellenzcluster „Hearing4all“ baut auf die vorhandene Expertise im gemeinsamen Zentrum für Hörforschung (Oldenburg/Hannover) auf, das Hochschulübergreifend von Physikern, Ingenieuren, Psychologen, Biologen und Medizinern gebildet wird. Sprecher des beantragten Exzellenzclusters ist Prof. Dr. Dr. Birger Kollmeier, Leitung der Abteilung Medizinische Physik der Universität Oldenburg. Neben Prof. Dr. Wolfgang Ertmer von der Leibniz Universität Hannover sind auch Prof. Dr. Thomas Lenarz von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) sowie mehr als 20 weitere namhafte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der drei Hochschulen an dem interdisziplinären Forschungsverbund beteiligt.

Das Hören für alle, in allen Situationen und für alle Menschen mit verschiedenem Grad an Schwerhörigkeit soll durch eine Kombination von interdisziplinärer Grundlagenforschung, angewandter und klinischer Forschung erreicht werden, wobei weitere Schwerpunkte in der Nachwuchsförderung und der Verbundforschung mit der Industrie liegen. Zusätzlich beteiligt ist die Jade Hochschule sowie die außeruniversitären Forschungseinrichtungen Kompetenzzentrum HörTech, die Fraunhofer Projektgruppe für Hör-, Sprach- und Audiotechnologie, die Hörzentren in Hannover und Oldenburg sowie zwölf Industriepartner, die im Verbund „Auditory Valley“ bereits Achtungserfolge im Spitzencluster-Wettbewerb des Bundes erzielen konnten.

Oldenburg und Hannover zählen zu den international herausragenden Standorten in Medizintechnik, Hörforschung, Audiologie, medizinischer Diagnostik und Therapie. Etwa 80 Prozent aller Hörgeräte weltweit enthalten ein Stück Know-how aus Oldenburg. Die weltweit größte Zahl von Hör-Implantationen wurde in der HNO-Klinik der Medizinischen Hochschule Hannover durchgeführt.


Hinweis an die Redaktionen

Für weitere Informationen steht Ihnen Jessica Lumme, Pressesprecherin der Leibniz Universität Hannover, unter Telefon +49 511 762 9062 oder per E-Mail unter lumme@zuv.uni-hannover.de gern zur Verfügung.

Presseinformation vom 03.03.2011


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