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Innovationsverbund genehmigt
 

"CFK Nord“ in Stade bekommt Hochschulforschung

Bild: Schlüsselübergabe Ziegmann, Horst, Wanka, Denkena, Schmidt (Foto vom MWK) Mit insgesamt 5,5 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und vom Land Niedersachsen entsteht in dem neuen Forschungszentrum „CFK-Nord“ in Stade der Forschungsverbund "Hochleistungsproduktion von CFK-Strukturen“. Im Rahmen der Niedersächsischen Technischen Hochschule (NTH) werden zunächst elf Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter Projektführung der Leibniz Universität Hannover die Hochschulforschung für Kohlenstoffverstärkte Kunststoff (CFK)-Strukturen aufnehmen. Ziel des Forschungsvorhabens ist es, neuartige Fertigungsabläufe für eine effizientere Herstellung von CFK-Bauteilen zu entwickeln.

"Durch die langfristige und hochschulgebundene CFK-Forschung bauen wir unseren Wissensvorsprung in dieser Zukunftstechnologie weiter aus. Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft können sich gemeinsam optimal entwickeln. Das ist ein Gewinn für die Region und den Forschungsstandort Niedersachsen“, betont die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Professorin Dr. Johanna Wanka.

"Die interdisziplinären Forschungsschwerpunkte, die wir in Stade gemeinsam mit den NTH-Kollegen aus Braunschweig und Clausthal verfolgen werden“, sagt Professor Berend Denkena von der Leibniz Universität als Koordinator und Verbundsprecher des Projektes, "sind adressiert an die langfristigen Herausforderungen zukünftiger Flugzeuggenerationen ebenso wie an die mittelfristigen Fragestellungen aus der Industrie. Wir werden die heute genutzten Prozessketten der CFK-Teilefertigung sehr genau reflektieren. Unsere jungen Ingenieure ermutigen wir, frische, innovative und vorausschauende Antworten zu entwickeln, damit wir einen großen Schritt in Richtung einer industrialisierten Fertigung vorankommen. Damit schaffen wir die Lösungen für morgen und übermorgen.“

Dr. Carsten Schmidt, der als Geschäftsführer nach Stade geht, formuliert die aktuelle Ausgangssituation so: "Die Luftfahrtindustrie sieht sich heute mit zunehmenden Stückzahlen im Bereich der CFK-Teilefertigung konfrontiert; hohe manuelle Fertigungsanteile machen die Produktion aber nach wie vor sehr aufwendig. Die Herstellkosten übertreffen diejenigen einer konventionellen Aluminiumbauweise bei weitem.“

Stade ist heute der größte europäische Fertigungsstandort für CFK-Leichtbaustrukturen. Maßgeblich trägt hierzu der international operierende Airbus Konzern bei, dessen Center of Excellence am Standort einer der Hauptakteure ist.
Seit einigen Jahren entwickelt sich die Stadt im Norden Niedersachsens parallel dazu zum führenden Standort für CFK-Forschung: Bereits seit sechs Jahren engagieren sich im "CFK Valley“ zahlreiche Unternehmen der Branche, die auch industrielle, anwendungsbezogene Forschung betreiben. Im Herbst 2010 hat das Land Niedersachsen dort in enger Anbindung das Forschungszentrum "CFK Nord“ ins Leben gerufen. Das Zentrum steht im direkten Kontakt mit Unternehmen des Automobilbaus, des Schienenfahrzeugbaus, des Schiffbaus und insbesondere mit der Flugzeugindustrie – dazu gehören Airbus, Dow Chemical, EADS, Invent und Premium Aerotec. Neben der Niedersächsischen Technischen Hochschule sind das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) sowie die Fraunhofer-Gesellschaft im CFK Nord aktiv.




Hinweis an die Redaktionen

Für weitere Informationen steht Ihnen Dr. Carsten Schmidt vom Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen der Leibniz Universität Hannover unter Telefon +49 511 762 19420 oder per E-Mail unter schmidt_c@ifw.uni-hannover.de gern zur Verfügung.

Presseinformation vom 11.03.2011


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