Saturday Morning Lecture: Fukushima – der undenkbare Unfall
Prof. Rolf Michel von der Leibniz Universität spricht über den Unfall im Kernkraftwerk Fukushima Dai-ichi
Zwei aufeinander folgende Naturkatastrophen, die jede für sich betrachtet die Auslegung des Kernkraftwerkes Fukushima Dai-ichi weit überstiegen haben, lösten den Unfall in Japan aus. Wasserstoffexplosionen und Brände in vier Blöcken des Kernkraftwerks führten zu hohen Freisetzungen von Radionukliden in die Umwelt. Noch immer ist der Zustand der Kernreaktoren nicht als sicher zu bezeichnen.
In seinem Vortrag während der Saturday Morning Lecture gibt Prof. Rolf Michel vom Institut für Radioökologie und Strahlenschutz der Leibniz Universität Hannover einen Überblick über die auslösenden Ereignisse, den Ablauf des Unfalls, die Auswirkungen der Freisetzungen radioaktiver Stoffe in die Umwelt und die radiologische Situation der Menschen in der näheren und ferneren Umgebung des Kernkraftwerks.
Rolf Michel ist Professor für Strahlenschutz und Radioökologie und war bis 2010 Leiter des Zentrums für Strahlenschutz und Radioökologie (heute Institut für Radioökologie und Strahlenschutz) der Leibniz Universität Hannover. Derzeit ist er Vorsitzender der Strahlenschutzkommission (SSK), die den Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit in Fragen des Strahlenschutzes berät.
Wann? Sonnabend, 16. April 2011, 11 Uhr
Wo? Leibniz Universität Hannover, Welfengarten 1, 30167 Hannover,
Großer Physiksaal
Web www.maphy.uni-hannover.de
Die Vorlesungsreihe "Saturday Morning Lecture“ richtet sich an alle, die hinter die Kulissen der Naturwissenschaften blicken und neue Entwicklungen aus erster Hand erfahren möchten - insbesondere an Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Hinweis an die Redaktionen
Für weitere Informationen steht Ihnen Dipl.-Phys. Matthias Schlenk, Fakultät für Mathematik und Physik, unter Telefon 0511 762 2873 oder per E-Mail unter Matthias.Schlenk@aei.mpg.de gern zur Verfügung.
Presseinformation vom 13.04.2011