Europäische Union fördert Comenius-Projekt mit 400.000 Euro
Politisches Interesse von Schülerinnen und Schülern soll gestärkt werden
Rund 400.000 Euro aus dem Lifelong Learning Programm der Europäischen Kommission investiert die Europäische Union bis Ende 2012 in das Projekt VOICE unter Leitung von Prof. Dirk Lange vom Institut für Politische Wissenschaft an der Leibniz Universität Hannover. Das Vorhaben hat das Ziel, Schülerinnen und Schüler verstärkt für die Teilnahme am politischen und gesellschaftlichen Leben zu interessieren.
VOICE bringt dafür das Know-how internationaler Bildungsexpertinnen und –experten aus unterschiedlichen Einrichtungen zusammen. Lehrerinnen und Lehrer, Professorinnen und Professoren aus Deutschland, Estland, Slowenien, Österreich und der Türkei entwickeln gemeinsam innovative Lernmodule, die sich an der Methode des problembasierten Lernens orientieren. Dabei handelt es sich um eine praxisorientierte Unterrichtsmethode: Schülerinnen und Schüler bearbeiten in Kleingruppen real existierende, komplexe Probleme und suchen nach kreativen Lösungen. Problembasiertes Lernen fordert und fördert eigenständiges und kritisches Denken sowie das Hinterfragen von komplexen Zusammenhängen.
Inhaltlich geht es dabei um Themen von globaler Bedeutung: Demokratie, Europa, Menschenrechte und Migration. Schülerinnen und Schüler sind aufgefordert, selbst auf Spurensuche in ihrer Stadt zu gehen. Sie recherchieren, diskutieren mit Verantwortlichen aus Politik und Wirtschaft, bilden sich eine Meinung und präsentieren dann ihre Ergebnisse im Unterricht. Dabei erlangen die Teilnehmenden nicht nur viel Wissen über ihr Thema. Sie eignen sich zugleich auch praxisnah Schlüsselkompetenzen wie Recherchieren, Präsentieren, Kommunizieren, Selbstmanagement und Teamwork an.
Eine Bedarfsanalyse in den beteiligten Ländern hat die Bedürfnisse von Lehrenden und Lernenden hinsichtlich der Förderung von Schlüsselkompetenzen in der Politischen Bildung ermittelt. Demnach wünschen sich Lehrende Unterrichtsmaterialien, die sie individuell an die Kompetenzen ihrer Schülerinnen und Schüler anpassen und gut in den straffen Lehrplan integrieren können. Im Projekt werden daher Materialien entwickelt, die nach dem Baukastenprinzip flexibel kombiniert werden können. Um die Praxistauglichkeit und flexible Handhabbarkeit der Lernmaterialien zu gewährleisten, wird jedes der Module in Kooperation mit Partnerschulen getestet, evaluiert und auf dieser Grundlage modifiziert.
Hinweis an die Redaktionen
Für weitere Informationen steht Ihnen Zita Beutler, Projektkoordinatorin, Leibniz Universität Hannover, unter Telefon +49 511 762 17319 oder per E-Mail unter info@voice-comenius.org gern zur Verfügung.
Presseinformation vom 15.09.2011