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Präsident plädiert für mehr privates Engagement
 

Prof. Erich Barke empfängt Gäste im frisch sanierten Lichthof des Welfenschlosses

Bild: Foto: Präsident Prof. Erich Barke beim Neujahrsempfang Ein Plädoyer für mehr privates Engagement an deutschen Universitäten hat der Präsident der Leibniz Universität Hannover, Prof. Erich Barke, anlässlich seines Neujahrsempfanges am Freitag, 13. Januar 2012, gehalten. Vor rund tausend geladenen Gästen sprach Erich Barke im frisch sanierten Lichthof des Welfenschlosses, dem Hauptgebäude der Hochschule, insbesondere über die finanzielle Situation der Leibniz Universität. Im internationalen Vergleich seien deutsche Universitäten unterfinanziert, erklärte Professor Barke.

Die Leibniz Universität vollführe einen kontinuierlichen Spagat zwischen Exzellenz und öffentlicher Finanznot, sagte Erich Barke weiter. Zum Vergleich nannte der Präsident die University of Texas at Austin. Stehen der hannoverschen Universität jährlich rund 17.000 Euro zur Verfügung, so verfügt die amerikanische Universität über ein Budget von etwa 30.000 Euro pro Studierenden im Jahr. Die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich kann sogar 70.000 Euro ausgeben. Private Spitzenhochschulen in den USA wie etwa Harvard stehen 125.000 Euro zur Verfügung.

Das Budget pro Studierenden hat Barke zufolge wesentlichen Einfluss auf die Qualität von Forschung und Lehre. "Wenn wir also deutsche Hochschulen mit ausländischen Konkurrenten vergleichen wollen, müssen wir sie auch entsprechend ausstatten“, sagte der Präsident. Ursache für die unzureichende finanzielle Ausstattung deutscher Universitäten seien die leeren Kassen der Länder. Das Kooperationsverbot verhindere, dass der Bund sich an der Grundfinanzierung der Hochschulen beteilige.

"Die Alternative besteht darin, den amerikanischen Weg zu gehen, und dieser führt über privates Engagement“, erklärte Professor Barke. Hier für gebe es zahlreiche Möglichkeiten, für große wie auch für kleine Sponsoren. Ein Zeichen, dass sich etwas in die richtige Richtung bewegt, ist die finanzielle Unterstützung seitens privater Geldgeber bei der Finanzierung des Deutschland-Stipendiums. An der Leibniz Universität Hannover erhalten in diesem Jahr erstmals Studierende ein monatliches Stipendium von 300 Euro. Die Hälfte des Stipendiums finanzieren Sponsoren aus der Industrie. Die andere Hälfte wird teils vom Bund, teils vom Land bezahlt.

Zufrieden zeigte sich der Präsident mit der Entwicklung der Studierendenzahlen. Bedingt durch den doppelten Abiturjahrgang haben sich im laufenden Wintersemester mehr als 5.000 junge Menschen neu eingeschrieben. Insgesamt seien an der Leibniz Universität 22.236 Studierende immatrikuliert; das entspricht einem Anstieg von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Leibniz Universität habe damit unter allen niedersächsischen Hochschulen den größten Zuwachs an Studienanfängern zu verzeichnen. "Unsere Versprechen haben wir eingehalten. Jeder, der bei uns studieren wollte, konnte einen Studienplatz erhalten“, berichtete Professor Barke. Der Ansturm sei gut und zur Zufriedenheit der Betroffenen bewältigt worden.

Einen Ausblick auf das Jahr 2012 gab der Präsident für die anstehenden Bauprojekte. Der Sanierungsstau sei bis Jahresende auf 200 Millionen Euro angestiegen. Durch die maßgebliche Unterstützung des Ministeriums für Wissenschaft und Kultur sei es jedoch möglich, in diesem Jahr die Fassaden von Leibniz- und Noltehaus sowie die der Backsteinbauten an der Nienburgerstraße zu sanieren. Als weiteres Projekt nannte Professor Barke das Hannoversche Institut für Technologie (HITec), das in der Callinstraße entstehen soll und den Physikerinnen und Physikern beste Arbeitsbedingungen liefern wird. Für dieses Jahr hofft der Präsident, dass es den endgültigen Startschuss für die Zusammenführung aller Maschinenbauinstitute in Garbsen geben wird.

Preis für exzellente Lehre 2011

Am Ende seiner Ansprache konnte der Präsident bereits zum vierten Mal den Preis für exzellente Lehre verleihen. In diesem Jahr fiel die Wahl auf einen Vorschlag der Fakultät für Bauingenieurwesen und Geodäsie: Prof. Udo Nackenhorst. "Als langjährigem Studiendekan liegen ihm alle Fragen von Studium und Lehre besonders am Herzen“, sagte Professor Barke. Für Udo Nackenhorst selbst ist die Auszeichnung ein Preis für die gesamte Fakultät. "Sehr gerne nehme ich diesen Preis stellvertretend für meine Mitarbeiter und meine Kolleginnen und Kollegen entgegen. Nur im Team kann man exzellente universitäre Lehre machen, und da beziehe ich auch unsere Studierenden mit ein. Gemeinsam haben wir hier in Hannover die modernsten Studiengänge des Bauingenieurwesens geschaffen“, erklärte er.


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Presseinformation vom 13.01.2012

 


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Verantwortlich Kommunikation/Marketing, letzte Änderung 16. Januar 2012 , 12:37 Uhr
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