Intimmodifikation als weibliche Selbstverbesserungsstrategie
Gastvortrag von Dr. Ada Borkenhagen an der Leibniz Universität Hannover
Kosmetische Genitalchirurgie im gesellschaftlichen und historischen Kontext ist das Thema eines Gastvortrags im Rahmen der Veranstaltung „Gender – Naturwissenschaften – Unterricht“ der Gastprofessur "Gender & Diversity“ am Dienstag, 26. Juni 2012, um 16 Uhr. PD Dr. phil. habil. Dipl.-Psych. Ada Borkenhagen beleuchtet in einem Überblicksreferat die Geschichte der Intimmodifikation in westlichen Kulturen und gibt Informationen zur Häufigkeit, zum Forschungsstand, zu den Einstellungen und Motiven der Patientinnen, die sich derartigen Operationen unterziehen. Die Veranstaltung wird von Prof. Dr. Markus Prechtl, Gastprofessor für Gender Studien in der naturwissenschaftlichen Fakultät, organisiert.
80 Prozent aller Jugendlichen hatten Studien zufolge schon einmal Kontakt mit Pornografie. Führende Sexual- und Sozialwissenschaftler sprechen von der Generation Porno und erhalten Unterstützung für die These, nach der Pornografie zur Leitkultur von Teens und Twens geworden ist. Die erfolgversprechendsten Zukunftsmärkte sind nach dem Ergebnis der Studie "Körperwelten 2020“ Intimoperationen und die Professionalisierung des Bodytunings. Entsprechend entdeckten die Medien Anfang des neuen Jahrtausends ein "neues“ Feld der kosmetischen Chirurgie: die "Designervagina“. Seither häufen sich Medienberichte über kosmetische Genitalkorrekturen. Dr. Ada Borkenhagen gibt mittels Medienanalyse eine Einordnung kosmetischer Genitalchirurgie als Normalisierungstendenz und als Ausdruck einer spezifisch weiblichen Selbstverbesserungsstrategie.
Wann? Dienstag, 26. Juni 2012, 16 bis 18 Uhr
Wo? Institut für Didaktik der Naturwissenschaften, Raum 332, Am Kleinen Felde 30, 30167 Hannover
Web? www.gendergastprofessur.uni-hannover.de
Hinweis an die Redaktionen
Für weitere Informationen steht Ihnen Prof. Dr. Markus Prechtl, Gastprofessor für Gender Studien in der naturwissenschaftlichen Ausbildung, unter Telefon +49 511 762 18802 oder per E-Mail unter markus.prechtl@gendergastprofessur.uni-hannover.de gern zur Verfügung.
Presseinformation vom 25.06.2012