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Großer Erfolg für innovative Promotionsprogramme der
Leibniz Universität

Land Niedersachsen fördert Doktorandinnen und Doktoranden mit Georg-Christoph-Lichtenberg- Stipendien

Über ein monatliches Stipendium in Höhe von je 1.400 Euro können sich zahlreiche Doktorandinnen und Doktoranden freuen, die ab dem kommenden Jahr an der Leibniz Universität forschen werden. Das Land Niedersachsen unterstützt insgesamt elf neue Promotionsprogramme an Hochschulen in Niedersachsen mit Georg-Christoph-Lichtenberg-Stipendien, davon zwei Programme der Leibniz Universität, sowie weitere zwei, an denen die Universität als Kooperationspartner beteiligt ist. Die Doktoranden erhalten über drei Jahre eine monatliche Grundfinanzierung von 1.400 Euro plus einen Sachkostenzuschuss in Höhe von 100 Euro und gegebenenfalls Unterstützung für Auslandsaufenthalte, Kinderzulage und Zuschlag für Kinderbetreuung. Aus insgesamt 29 Anträgen wurden elf strukturierte Promotionsprogramme ausgewählt, die jetzt an den niedersächsischen Hochschulen starten.

An der Leibniz Universität Hannover werden die beiden Promotionsprogramme „Hannover School for Nanotechnology“ (HSN) und „Multifunktionale Aktive und Reaktive Interfaces und Oberflächen“ (MARIO) gefördert. HSN läuft in Zusammenarbeit mit der Hochschule Hannover, MARIO ist ein Gemeinschaftsprojekt mit der Hochschule Hannover und der Medizinischen Hochschule Hannover. Unterstützt wird außerdem das Programm „Elektromobilität“ der Niedersächsischen Technischen Hochschule, an dem die Leibniz Universität beteiligt ist, sowie „Mikrobielle Naturstoffe“ als Gemeinschaftsprojekt der Technischen Universität Braunschweig und der Leibniz Universität (Federführung: TU Braunschweig). „Ich freue mich sehr, dass vier Promotionsprogramme, an denen wir beteiligt sind, gefördert werden - zwei davon unter unserer Federführung. Das zeigt, dass wir mit unseren Forschungsschwerpunkten und in der Kooperation mit den beteiligten Partnerhochschulen auf dem richtigen Weg in die Zukunft sind“, sagt Universitätspräsident Prof. Dr.-Ing. Erich Barke.

Die Doktorandinnen und Doktoranden der „Hannover School for Nanotechnology“ befassen sich mit einer der wichtigsten Fragen der heutigen Zeit. Es gilt, den immer weiter steigenden Energiebedarf bei zu Ende gehenden Ressourcen zu decken und gleichzeitig die Umwelt zu schonen. Das Gebiet der Nanotechnologie kann hier wichtige Beiträge leisten: durch verbessertes Grundlagenverständnis der Energieprozesse auf der Nanoskala, durch neue Anwendungen und durch marktfähige Produkte. Die Nanotechnologie ist eine interdisziplinäre Wissenschaft, sie verlangt Kenntnisse in Chemie, Physik, Elektrotechnik und Maschinenbau.

Ziel der „Hannover School for Nanotechnologie“ ist die Ausbildung einer neuen Generation von Forscherinnen und Forschern, deren interdisziplinäre Kompetenzen sie zur effektiven transdisziplinären Kommunikation zwischen den Fächern befähigt. Für das Niedersächsische Promotionsprogramm haben sich Partner aus dem Forschungszentrum Laboratorium für Nano- und Quantenengineering der Leibniz Universität und der Hochschule Hannover zusammengefunden, um den Stipendiatinnen und Stipendiaten optimale Forschungs- und Lernbedingungen anzubieten.

Das Programm „Multifunktionale Aktive und Reaktive Interfaces und Oberflächen“ bringt ausgewiesene Forscher der Ingenieurwissenschaften, Chemie, Mathematik und Mechanik zusammen. Es zielt darauf ab, ein besseres Verständnis der chemo-thermo-mechanischen Vorgänge an Kontakt- und Grenzflächen zu erarbeiten, um solche Systeme zielgerichtet für innovative technische und technologische Anwendungen voranzutreiben. Beispiele für diese Anwendungen sind reibungs- und verschleißarme Kontaktpaarungen in Maschinen, bio-chemisch modifizierte Oberflächen zur Vermeidung von Biofilmen, zum Beispiel bei Zahnimplantaten, oder innovative Ausgestaltung von materiellen Grenzflächen in Kompositmaterialien für Hochleistungswerkstoffe.

Die Promovierenden forschen in interdisziplinär zusammengesetzten Arbeitsgruppen gemeinsam an einem übergreifenden Thema. Beteiligt sind acht Institute der Leibniz Universität sowie der Fachbereich Maschinenbau der Hochschule Hannover und die Medizinische Hochschule Hannover mit der Klinik für Kieferorthopädie und der Orthopädischen Klinik.

Pro Programm werden 15 Doktorandinnen und Doktoranden mit einem Stipendium gefördert. Die Fördersumme beträgt damit je Programm rund 1.000.000 Euro. Auch in den beiden Programmen „Elektromobilität“ und „Mikrobielle Naturstoffe“, an denen die Leibniz Universität als Kooperationspartner beteiligt ist, werden je 15 Promovierende gefördert.

Der Namensgeber der Stipendien, der 1742 geborene Georg Christoph Lichtenberg, war Mathematiker und erster deutscher Professor für Experimentalphysik. Das Niedersächsische Promotionsprogramm begann im Jahr 2000 mit einer erfolgreichen ersten Förderperiode, bei der die Leibniz Universität Hannover bereits mit einem Programm vertreten war. Die aktuelle Periode erstreckt sich bis 2016, Stipendien können in diesem Zeitraum für drei Jahre vergeben werden.


Hinweis an die Redaktionen

Für weitere Informationen steht Ihnen das Team des Referats für Kommunikation und Marketing der Leibniz Universität Hannover unter Telefon +49 511 762 5243 oder per E-Mail unter kommunikationuni-hannover.de gern zur Verfügung.

Presseinformation vom 02.10.2012

 


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