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Grundsteinlegung des Testzentrums für Tragstrukturen
 

Bundesumweltminister Peter Altmaier und Ministerpräsident David McAllister zu Gast

Eines der spektakulärsten Neubauprojekte der Leibniz Universität startet: Im Testzentrum für Tragstrukturen in Marienwerder wird zukünftig hochkarätige Forschung zu Offshore-Windenergieanlagen betrieben. Zur Grundsteinlegung des Forschungsneubaus am Donnerstag, 29. November 2012, um 15.30 Uhr, Merkurstraße 11, 30419 Hannover, sind Medienvertreterinnen und –vertreter herzlich eingeladen.

Den offiziell ersten Stein des Baus werden Bundesumweltminister Peter Altmaier und Ministerpräsident David McAllister gemeinsam mit Universitätspräsident Prof. Dr.-Ing. Erich Barke und Matthias Reinhard, Bauamtsleiter des Staatlichen Baumanagements Hannover, legen. Auch Bernd Strauch, Bürgermeister der Stadt Hannover, sowie Dr. Alexander Kurz aus dem Vorstand der Fraunhofer Gesellschaft als Vertreter des Fraunhofer-Instituts für Windenergie- und Energiesystemtechnik IWES, Betreiber des neuen Testzentrums, werden Grußworte halten.

In dem Zentrum mit seiner rund 20 Meter hohen Versuchshalle wollen Experten aus dem Fraunhofer IWES und verschiedenen Instituten der Leibniz Universität die Bedingungen auf hoher See nachahmen. In einer mit Wasser und Sand gefüllten Grube können originalgetreue Komponenten von Offshore-Windenergieanlagen erprobt werden. Die Belastung, der die Windenergieanlagen im Betrieb auf See ausgesetzt sind, wird durch Hydraulikpressen nachgeahmt. Ziel der Forschungsprojekte ist es unter anderem, die Lebensdauer von Windenergieanlagen zu verlängern, die Produktionskosten zu senken und die Tragstrukturen der Windenergieanlagen sicherer zu machen.

Das Fraunhofer IWES und die Leibniz Universität haben einen Kooperationsvertrag über gemeinsame Aktivitäten im Bereich der Windenergieforschung unterzeichnet. Die Errichtung des Testzentrums für Tragstrukturen ist ein Teil der Kooperationsvereinbarung. Durch die dort möglichen besonders realistischen Tests will das Fraunhofer IWES mit seinen Projekten die Zeit bis zur Anwendungsreife von Tragstrukturdesigns deutlich verkürzen. Von Seiten der Leibniz Universität sind Prof. Dr.-Ing. Peter Schaumann und Prof. Dr.-Ing. Raimund Rolfes maßgeblich an den Aktivitäten beteiligt. Der Leiter des Fraunhofer IWES, Prof. Dr.-Ing. Andreas Reuter, der auch geschäftsführender Leiter des Instituts für Windenergiesysteme der Leibniz Universität ist, steht für eine besonders enge Zusammenarbeit der Institutionen. Die Leibniz Universität ist zudem Teil von ForWind, dem gemeinsamen Zentrum für Windenergieforschung der Universitäten Hannover, Oldenburg und Bremen. ForWind bündelt die Kompetenzen der drei Universitäten auf dem Gebiet der Windenergieforschung und ist als einziges Forschungsinstitut an Forschungsprojekten in allen drei bisher installierten deutschen Offshore-Windparks beteiligt.

Das in dieser Form europaweit einmalige Testzentrum für Tragstrukturen ist mit Gesamtkosten in Höhe von 25 Millionen Euro veranschlagt. Der Bau wird überwiegend vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit finanziert, aber auch das Land Niedersachsen, die Europäische Union und die Leibniz Universität sind beteiligt. Voraussichtlich Ende 2013 soll das Zentrum fertiggestellt sein und bis Mitte 2014 in Betrieb gehen.




Hinweis an die Redaktionen

Für weitere Informationen steht Ihnen Mechtild Freiin v. Münchhausen, Leiterin des Referats für Kommunikation und Marketing der Leibniz Universität Hannover, unter Telefon +49 511 762 5342 oder per E-Mail unter kommunikationuni-hannover.de gern zur Verfügung.

Presseinformation vom 23.11.2012


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