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Neujahrsempfang der Leibniz Universität Hannover
 

Präsident Prof. Dr.-Ing. Erich Barke sieht neue Chancen und neue Herausforderungen

Rückblick und Ausblick: Beim Neujahrsempfang am 11. Januar 2013 sprach Präsident Prof. Dr.-Ing. Erich Barke vor rund 900 geladenen Gästen aus Wissenschaft und Wirtschaft, Politik und Kultur über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Leibniz Universität Hannover.

Zu Beginn erinnerte Professor Barke an ein dunkles Kapitel der Universitätsgeschichte: „Die Universität hat sich endlich entschlossen, sich ausführlich und in aller Form mit ihrer Vergangenheit in den Jahren 1933 bis 1945, aber auch mit der Zeit danach und davor auseinanderzusetzen“. Neben drei Dissertationen zu dem Thema habe der Senat im November 2011 die Arbeitsgruppe „Verleihung und Entzug von Titeln während der NS-Zeit“ eingerichtet, die im Mai einen ersten Bericht vorgelegt hat. Diesem folgend haben Präsidium, Senat und Hochschulrat einen Beschluss gefasst, in dem es heißt: „Die Gottfried Wilhelm Leibniz Universität stellt in der Nachfolge der Technischen Hochschule Hannover mit Nachdruck fest, dass sie sämtliche an dieser ab 1933 durch Hochschulorgane bewirkten NS-bedingten Beeinträchtigungen verurteilt und als von Anfang an nichtige Unrechtsakte wertet.“ Der Präsident kündigte eine entsprechende Gedenkveranstaltung für den Spätherbst an.

Im Mittelpunkt seiner Ansprache standen die gesellschaftlichen und politischen Ansprüche an Hochschulen. Diese seien in den vergangenen Jahren enorm gestiegen, erklärte Professor Barke. Universitäten müssten daher ihre Strukturen verändern, um dem gerecht zu werden. Strukturelle Veränderungen solcher Art seien bereits seit längerer Zeit auch an der Leibniz Universität zu beobachten, sagte der Präsident. „Besonders augenfällig in diesem Zusammenhang ist beispielsweise unser System zur Förderung fakultätsübergreifender interdisziplinärer Forschung.“

Das System umfasst drei Stufen: Leibniz Forschungsinitiativen, Leibniz Forschungszentren und Leibniz Forschungsschulen. Diese drei Stufen bündeln Forschungsaktivitäten in unterschiedlichen Phasen von dem Zusammenschluss einzelner Arbeitsgruppen zu einem festgelegten Thema in einer Forschungsinitiative bis hin zu den Leibniz Forschungsschulen, deren Kompetenzen mit denen einer Fakultät vergleichbar sind.

Wichtig sei nicht zuletzt die Vernetzung mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen wie beispielsweise mit dem Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik, aber auch mit der Wirtschaft. „Eine Universität mit einem starken Ingenieurbereich wie die unsere braucht eine enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaft“, erklärte der Präsident weiter. Auch hier habe es neue Organisationsformen gegeben, beispielsweise Rahmenverträge und neu eingerichtete Steuerkreise, in denen gemeinsame Aktivitäten koordiniert werden, beispielhaft implementiert mit VW Nutzfahrzeuge und Continental.

Alle genannten Maßnahmen, insbesondere solche, die neue Strukturen schaffen, böten neue Chancen, stellen aber gleichzeitig neue Herausforderungen dar. „Die Chancen bestehen in der systematischen Identifikation von Forschungsthemen und deren Bearbeitung, der Förderung der interdisziplinären Zusammenarbeit, der Stärkung von Stärken und der Bildung kritischer Massen, der Gewinnung renommierter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und qualifizierter Doktorandinnen und Doktoranden, der Profilbildung und der Erhöhung der Sichtbarkeit sowie der Verstärkung von Relevanz und Nachfrageorientierung in der Forschung“, sagte Professor Barke.

Für den Bereich Bauen zog der Präsident eine positive Bilanz und hob insbesondere die Genehmigung der Landesregierung für den 2. Bauabschnitt des Maschinenbau-Campus in Garbsen hervor, die Anfang des Jahres erteilt wurde. Insgesamt würden an dieser Stelle 90 Millionen Euro investiert. Nicht zuletzt wies Professor Barke auf die Vielzahl von Grundsteinlegungen hin, die das Jahr 2012 geprägt haben. Darunter sind einige Forschungsbauten wie etwa das Testzentrum für Tragstrukturen von Windenergieanlagen in Marienwerder. Allein an dieser Stelle betragen die Investitionen 25 Millionen Euro. Insgesamt investiert das Land Niedersachsen 221 Millionen Euro für die Bauvorhaben der Leibniz Universität. Rund 10 % davon bringt die Universität aus eigenen Mitteln auf. Leider gebe es jedoch bei den vorhandenen Bauten trotz einiger begonnener Projekte noch immer einen erheblichen Sanierungsstau.

Im Anschluss an seine Rede verlieh Professor Barke zum fünften Mal den Preis für exzellente Lehre. Zum ersten Mal konnte der Preisträger ihn nicht persönlich entgegennehmen: Prof. Dr. Jürgen Koepcke vom Institut für Mineralogie ist zurzeit auf Forschungsreise. Stellvertretend für ihn nahm deshalb sein Kollege Prof. Francois Holtz den Preis entgegen.


Hinweis an die Redaktionen

Für weitere Informationen steht Ihnen Mechtild Freiin v. Münchhausen M.A., Leiterin des Referats für Kommunikation und Marketing und Pressesprecherin der Leibniz Universität Hannover, unter Telefon +49 511 762 5355, Mobil 0177 3734026 oder per E-Mail unter kommunikationuni-hannover.de gern zur Verfügung.

Presseinformation vom 11.01.2013


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