Verschollenes Klimt-Gemälde aufgetaucht
Experten der Leibniz Universität Hannover enthüllen Geheimnisse / Präsentation des Bildes am Mittwoch, 16. Januar 2013
Ein verschollen geglaubtes Kunstwerk, das dem österreichischen Maler Gustav Klimt zugeschrieben wird, ist in Oberösterreich wieder aufgetaucht. Nachdem eine Art Kunstkrimi um die Echtheit des Bildes entbrannt war, haben Experten der Leibniz Universität das Werk jetzt naturwissenschaftlich analysiert und es in Zusammenarbeit mit österreichischen Kunsthistorikern als Klimt-Werk verifiziert. Zur Vorstellung des Bildes und der Analysen am Mittwoch, 16. Januar 2013, in der Leibniz Universität Hannover sind Medienvertreterinnen und –vertreter sowie alle weiteren Interessierten herzlich eingeladen. Universitätspräsident Prof. Dr.-Ing. Erich Barke sowie Experten aus den Naturwissenschaftlichen Instituten werden bei der Präsentation anwesend sein.
Wann? Mittwoch, 16. Januar 2013, 14:45 Uhr
Wo? Leibniz Universität Hannover, Kali-Chemie-Hörsaal, Callinstraße 9, 30167 Hannover
Über eine Anmeldung für den Pressetermin per Telefon unter 0511 762 5342 oder per E-Mail unter kommunikation
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Das Werk "Der trompetende Putto“ hat unbeachtet in einer Garage in Oberösterreich gelegen, bis ein Kunstexperte in jahrelanger detektivischer Suche das Werk aufspürte. Es handelt sich um ein kreisrundes Gemälde mit einem Durchmesser von ca. 1,70 Meter. Einst hing es an der Decke des Ateliers des 1918 verstorbenen Gustav Klimt in der Wiener Sandwirtgasse. Von dort verschwand es und galt in Kunstkreisen als verschollen. Nach der Wiederentdeckung im Jahr 2012 äußerten Experten Zweifel an der Echtheit des Werkes – der Streit fand ein großes Medienecho. Zur Klärung der Echtheitsfrage wandten sich die Österreicher nun an die Wissenschaftler aus Hannover.
Nach Analysen im Dezember in Österreich befindet sich das Bild jetzt für kurze Zeit in Hannover. In Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt soll es mit verschiedenen Techniken eingehender untersucht werden, um die wissenschaftlichen Ergebnisse der ersten Analysen zu verifizieren. Die hannoverschen Experten, darunter Prof. Franz Renz und Dr. Robert Lehmann vom Institut für Anorganische Chemie der Leibniz Universität sowie Kolleginnen und Kollegen aus der Mineralogie, dem Maschinenbau, der Physik, aus der Hochschule Hannover und der Industrie, haben herausgefunden, dass das Bild u. a. übermalt wurde, was eine rein optische Begutachtung erschwert und einen Blick hinter die Fassade mit modernen naturwissenschaftlichen Methoden erfordert. So konnte auch eine erste ungefähre Datierung vorgenommen werden.
Hinweis an die Redaktionen
Für weitere Informationen stehen Ihnen Prof. Franz Renz unter Telefon +49 179 946 2053 oder per E-Mail unter renz
acd.uni-hannover.de sowie Dr. Robert Lehmann unter Telefon +49 511 762 4562 oder per E-Mail unter lehmann
acc.uni-hannover.de gern zur Verfügung.
Presseinformation vom 15.01.2013