Einzigartige Werkzeugmaschine für die Forschung
Beste Voraussetzungen in der Hochleistungsbearbeitung
Eine Werkzeugmaschine mit diesem Leistungsvermögen an einem Forschungsinstitut – das ist bundesweit einzigartig. Das Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen (IFW) der Leibniz Universität Hannover hat eine neue Werkzeugmaschine: die Heller H5000, ein 4-Achs-CNC-Bearbeitungszentrum für die Fräsbearbeitung schwer zerspanbarer Werkstoffe. Eine gute Investition - meint Institutsleiter Prof. Dr.-Ing. Berend Denkena: „Für unsere Forschungen haben wir damit die Voraussetzungen in der Hochleistungsbearbeitung geschaffen, um eine gute Übertragbarkeit für industrierelevante Prozesse zu gewährleisten.“
Wie durch Butter arbeitet sich der Fräskopf durch Titan. „Das ist Maschinenbau“, freut sich Maschinenbetreuer Dipl.-Ing. Michael Rehe. Hergestellt werden können mit der Heller H5000 beispielsweise Titanstrukturbauteile für die Luftfahrtindustrie, Spante, die Tragflächen und Rumpf der Flugzeuge verstärken. Selbst bei hoher Schnittgeschwindigkeit mit hoher Schnitttiefe bleibt die Maschine stabil, das heißt, sie gerät nicht ins Schwingen. Rund 13 Tonnen bringt die Heller auf die Waage und ist damit nicht nur mit ihrer Leistungsfähigkeit ein Schwergewicht.
Von Seiten der Industrie gibt es bereits positive Signale zur Anschaffung des IFW. Hans-Joachim Peters, Werkleiter der Premium AEROTEC GmbH in Varel: „Mit dieser Investition hat das IFW die Weichen gestellt für eine Intensivierung unserer Zusammenarbeit.“
Rund 650.000 Euro hat die neue Werkzeugmaschine gekostet. Finanziert wird sie aus dem Großgeräteprogramm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Das Programm sieht für die Finanzierung eine Beteiligung von jeweils 50 Prozent von Bund und Land Niedersachsen vor.
Einige Eckdaten
Drehmoment: 2.292 Nm
Spindeldrehzahl: 6.000 m-1
Spindelleistung: 60 kW
Kühlschmiermittelstoffzufuhr: bis 100 bar
Hinweis an die Redaktionen
Für weitere Informationen steht Ihnen Dipl.-Ing. Michael Rehe vom IFW der Leibniz Universität Hannover unter Telefon +49 511 762 18006 oder per E-Mail unter rehe
ifw.uni-hannover.de gern zur Verfügung.
Presseinformation vom 08.04.2013