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Jugend denkt - Leibniz Reloaded

"Jugend denkt" ist ein philosophischer Wettbewerb. Jugendliche im Alter von 15 bis 18 Jahren werden eingeladen, sich in Form eines Essays mit philosophischen Fragen auseinanderzusetzen. Im Leibniz-Jahr 2016 steht der Wettbewerb ganz im Zeichen des großen Universalgelehrten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen sich mit Fragen auseinandersetzen, die in Zusammenhang mit dem Denken Leibniz' und seiner Philosophie stehen. Dabei sollen die Essays einen Bogen schlagen zwischen der Leibnizschen Philosophie und aktuellen Problemen, gesellschaftlichen Entwicklungen und zukünftigen Herausforderungen.

Der Wettbewerb richtet sich an Jugendliche aus Deutschland, Österreich und der Schweiz und ist einzigartig im deutschen Sprachraum. "Jugend denkt" wird gemeinsam von der Leibniz-Stiftungsprofessur, der Philosophischen Fakultät (Institut für Erziehungswissenschaft und Institut für Pädagogische Psychologie) und dem Präsidium der Leibniz Universität Hannover ausgerichtet.

Essay-Themen

Schreibt einen Essay mit Euren eigenen Gedanken zu einem der folgenden Leibniz-Zitate:

"So oft eine Stunde verloren geht, verliert man einen Teil des Lebens."

"Pars vitae, quoties perditur hora, perit." - "So oft eine Stunde verloren geht, verliert man einen Teil des Lebens."

Johann Georg von Eckhart: Lebensbeschreibung des Freyherrn von Leibnitz, Nürnberg 1779, Nachdruck: Hildesheim 2003, S. 191.

Gottfried Wilhelm Leibniz, geboren, am 1. Juli 1646 in Leipzig, gest. am 14. November 1716 in Hannover, war ein großer Universalgelehrter. Lebenslang hat er wahrscheinlich nur gelesen, gedacht und geschrieben. Sein Gesamtnachlass umfasst sagenhafte 200.000 Blatt (überwiegend lateinisch, französisch und deutsch), darunter über 15.000 Briefe und mehr als 50.000 Abhandlungen, Skizzen und Exposés. Die darin behandelten Themen betreffen das gesamte Wissens- und Wissenschaftsspektrum der zweiten Hälfte des 17. und des beginnenden 18. Jahrhunderts: Philosophie, Mathematik und Logik, Jura, Physik, Technik, Geologie, Geschichte, Medizin, Sprachwissenschaft und Theologie. Einmal schrieb er, dass er, wenn er aufsteht, schon so viele Gedanken und Ideen habe, dass der Tag nicht reichen würde, alles niederzuschreiben. Die Zeit muss für ihn besonders kostbar gewesen sein. Nicht ungefähr soll sein Wahlspruch gewesen sein: "Pars vitae, quoties perditur hora, perit - So oft eine Stunde verloren geht, verliert man einen Teil des Lebens."

"Das Recht kann nicht ungerecht sein."

"Le droit ne sauroit estre injuste, c'est une contradiction; mais la loy le peut estre, car c'est la puissance qui donne et maintient la loy; et si cette puissance manque de sagesse ou de bonne volonté, elle peut donner et maintenir de fort mechantes loix. ..." - "Das Recht kann nicht ungerecht sein - das wäre ein Widerspruch - aber das Gesetz kann es sein. Denn es ist die Macht, die das Gesetz erlässt und aufrechterhält. Und wenn es dieser Macht an Weisheit oder an gutem Willen fehlt, kann sie sehr schlechte Gesetze erlassen und aufrechterhalten ...".

G. W. Leibniz: Sur la nature de la bonte´ et de la justice, in: "Das Recht kann nicht ungerecht sein ...". Beiträge zu Leibniz' Philosophie der Gerechtigkeit (Studia Leibnitiana - Sonderhefte 44), hrsg. von W. Li, Stuttgart 2015, S. 154, Z. 5-7 bzw. 155, Z. 5-7.

Leibniz war Jurist und Philosoph. Anfang Juni 1703 kam er nach einer 12-monatigen Abwesenheit von Berlin nach Hannover zurück; man ließ für ihn ein Appartement im damaligen Schloss zu Herrenhausen bei Hannover einrichten, damit der Gelehrte in Ruhe seinen philosophischen Gedanken nachgehen konnte. Es blieb nicht beim Stubenhocken. Es kam kurz danach zu einer Konversation zwischen dem großen Gelehrten und seinem Dienstherrn Kurfürst Georg Ludwig, dem späteren König von England. Es ging um die Frage, was Gerechtigkeit sei. Leibniz weist darauf hin, dass der Fehler derjenigen, die die Gerechtigkeit von der Macht abhängig gemacht haben, teilweise daher komme, dass sie Recht und Gesetz verwechselt hätten, und fährt fort:

"Le droit ne sauroit estre injuste, c'est une contradiction; mais la loy le peut estre, car c'est la puissance qui donne et maintient la loy; et si cette puissance manque de sagesse ou de bonne volonté, elle peut donner et maintenir de fort mechantes loix. ..." Diese von G. W. Leibniz vollzogene kategoriale Trennung zwischen Recht (droit) und Gesetz (loi) ist unserer Gegenwart anscheinend fremd geworden.

"Lasst uns unsere jeweiligen Errungenschaften tauschen, und das Licht am Lichte anzünden!"

G. W. Leibniz an Cl. F. Grimaldi, 21. März 1692, in: Goffried Wilhem Leibniz: Der Briefwechsel mit den Jesuiten in China (1689-1714), hrsg. und mit einer Einleitung versehen von Rita Widmaier, Textherstellung und Übersetzung von Malte-Ludolf Babin, Hamburg 2006, S. 36/37.

Im Februar 1689 reist Gottfried Wilhelm Leibniz aus Wien ab und erreicht über Ferrara und Bologna schließlich Rom. Hier lernt er Claudio Filippo Grimaldi kennen. Dieser in China tätige jesuitische Missionar hält sich im Auftrag des Chinesischen Kaisers in Europa auf, um neue Missionare, die auch mit der Entwicklung der Wissenschaften vertraut sind, anzuwerben und mit nach China zu bringen. Leibniz lässt sich in Gesprächen über Chinas Zivilisation und Kultur informieren. Dabei entwickelt er ein Projekt eines Kulturaustausches zwischen Europa und China. Er wünscht, dass man auch "Missionare aus China" nach Europa schicken möge, damit Europa auch von China lernte. Im Jahre 1697 veröffentlicht Leibniz sogar ein Sammelbuch mit dem Titel "Novissima Sinica" (Das Neueste aus China) und noch in diesem Todesjahr verfasst er eine Abhandlung über die chinesische Philosophie.

Der Gedanke eines Wissensaustausches zwischen den Kulturen, hier zwischen Europa und China, geht wie ein roter Faden durch alle seinen Überlegungen, wie es in einem Brief von Leibniz an Grimaldi vom 21. März 1692 heißt:

"[...] misceamus beneficia et lumen de lumine accendamus" - "[...] lasst uns unsere jeweiligen Errungenschaften tauschen, und das Licht am Lichte anzünden".

"Es existieren keine zwei vollkommen gleichen Blätter."

G. W. Leibniz an Kurfürstin Sophie von Hannover, 31. Oktober 1705, Original in: Hannover NLA - Hauptstaatsarchiv Dep. 84 A Nr. 180 Bl. 505-506 u. 509-510; deutsche Überstzung denmächst in: G. W. Leibniz, Kurfürstin Sophie von Hannover: Briefwechsel, aus dem Französischen übersetzt von Sabine Sellschopp, hrsg. von W. Li, Göttingen 2016. Vgl. Samuel Clarke: Der Briefwechsel mit G. W. Leibniz von 1715/1716, übersetzt und hg. von Ed Dellian, Hamburg, 1990, S. 42.

Ein wichtiger Gedanke der Leibniz'schen Philosophie ist das Prinzip der der unendlichen Unterscheidung. Dabei handelt es sich um die Überlegung, dass es keine zwei ununterscheidbaren Einzeldinge gibt. Es gebe demnach "niemals vollkommene Gleichartigkeit, keine zwei Stücke Materie gleichen einander vollständig, weder im Großen noch im Kleinen". Als Leibniz einmal der Kurfürstin Sophie von Hannover diese hübsche Idee bei einem gemeinsamen Spaziergang im Garten von Herrenhausen vortrug, soll die Kurfürstin einen ihrer Diener aufgefordert haben, im Park von Herrenhausen nach Blättern zu suchen, um zu sehen, ob er zwei vollkommen gleiche Blätter fände.

"Die Sprache ist ein Spiegel des Verstandes."

G. W. Leibniz: Unvorgreiffliche Gedancken betreffend die Ausübung und Verbesserung der teuschen Sprache (Januar 1697 bis Ende 1712), in: Gottfried Wilhelm Leibniz: Sämtliche Schriften und Briefe. Reihe IV, Politische Schriften, 6. Band (1695-1697), hrsg. von der Leibniz-Edition Potsdam der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Berlin 2008, S. 532.

G. W. Leibniz wollte von Jugend an nicht nur eine Universalsprache oder ein Zeichensystem für alle Wissenschaftsdisziplinen erfinden, sein Interesse galt auch Erforschung, Pflege und Verbesserung natürlicher Sprachen. Besonders die deutsche Sprache, die zu Leibniz' Zeit noch keine Wissenschaftssprache war, ist ihm ein Anliegen. Denn Sprache hat mit Denken und Verstand zu tun. In zahlreichen Schriften, z. B. in einem Entwurf zur "Ausübung und Verbesserung der teutschen Sprache", verwendet Leibniz dafür immer wieder die Spiegel-Metapher: Die Sprache sei ein "Spiegel des Verstandes" und so ein "Probierstein der Gedanken".

Dabei verlangt Leibniz von einer Sprache drei gute Beschaffenheiten: "Reichthum, Reinigkeit und Glantz". Zur Verbesserung einer Sprache gehört "Einbürgerung". Diese sei von "überflüssigen fremden Mischmasch" zu unterscheiden. "Rom ist durch aufnehmung der Fremden gros und mächtig worden, Holland ist durch zulauff der Leute, wie durch den Zuflus seiner Ströhme, aufgeschwollen. Die Englische Sprache hat alles angenommen ..."

"So oft eine Stunde verloren geht, verliert man einen Teil des Lebens."

"Pars vitae, quoties perditur hora, perit." - "So oft eine Stunde verloren geht, verliert man einen Teil des Lebens."

Johann Georg von Eckhart: Lebensbeschreibung des Freyherrn von Leibnitz, Nürnberg 1779, Nachdruck: Hildesheim 2003, S. 191.

Gottfried Wilhelm Leibniz, geboren, am 1. Juli 1646 in Leipzig, gest. am 14. November 1716 in Hannover, war ein großer Universalgelehrter. Lebenslang hat er wahrscheinlich nur gelesen, gedacht und geschrieben. Sein Gesamtnachlass umfasst sagenhafte 200.000 Blatt (überwiegend lateinisch, französisch und deutsch), darunter über 15.000 Briefe und mehr als 50.000 Abhandlungen, Skizzen und Exposés. Die darin behandelten Themen betreffen das gesamte Wissens- und Wissenschaftsspektrum der zweiten Hälfte des 17. und des beginnenden 18. Jahrhunderts: Philosophie, Mathematik und Logik, Jura, Physik, Technik, Geologie, Geschichte, Medizin, Sprachwissenschaft und Theologie. Einmal schrieb er, dass er, wenn er aufsteht, schon so viele Gedanken und Ideen habe, dass der Tag nicht reichen würde, alles niederzuschreiben. Die Zeit muss für ihn besonders kostbar gewesen sein. Nicht ungefähr soll sein Wahlspruch gewesen sein: "Pars vitae, quoties perditur hora, perit - So oft eine Stunde verloren geht, verliert man einen Teil des Lebens."

"Das Recht kann nicht ungerecht sein."

"Le droit ne sauroit estre injuste, c'est une contradiction; mais la loy le peut estre, car c'est la puissance qui donne et maintient la loy; et si cette puissance manque de sagesse ou de bonne volonté, elle peut donner et maintenir de fort mechantes loix. ..." - "Das Recht kann nicht ungerecht sein - das wäre ein Widerspruch - aber das Gesetz kann es sein. Denn es ist die Macht, die das Gesetz erlässt und aufrechterhält. Und wenn es dieser Macht an Weisheit oder an gutem Willen fehlt, kann sie sehr schlechte Gesetze erlassen und aufrechterhalten ...".

G. W. Leibniz: Sur la nature de la bonte´ et de la justice, in: "Das Recht kann nicht ungerecht sein ...". Beiträge zu Leibniz' Philosophie der Gerechtigkeit (Studia Leibnitiana - Sonderhefte 44), hrsg. von W. Li, Stuttgart 2015, S. 154, Z. 5-7 bzw. 155, Z. 5-7.

Leibniz war Jurist und Philosoph. Anfang Juni 1703 kam er nach einer 12-monatigen Abwesenheit von Berlin nach Hannover zurück; man ließ für ihn ein Appartement im damaligen Schloss zu Herrenhausen bei Hannover einrichten, damit der Gelehrte in Ruhe seinen philosophischen Gedanken nachgehen konnte. Es blieb nicht beim Stubenhocken. Es kam kurz danach zu einer Konversation zwischen dem großen Gelehrten und seinem Dienstherrn Kurfürst Georg Ludwig, dem späteren König von England. Es ging um die Frage, was Gerechtigkeit sei. Leibniz weist darauf hin, dass der Fehler derjenigen, die die Gerechtigkeit von der Macht abhängig gemacht haben, teilweise daher komme, dass sie Recht und Gesetz verwechselt hätten, und fährt fort:

"Le droit ne sauroit estre injuste, c'est une contradiction; mais la loy le peut estre, car c'est la puissance qui donne et maintient la loy; et si cette puissance manque de sagesse ou de bonne volonté, elle peut donner et maintenir de fort mechantes loix. ..." Diese von G. W. Leibniz vollzogene kategoriale Trennung zwischen Recht (droit) und Gesetz (loi) ist unserer Gegenwart anscheinend fremd geworden.

"Lasst uns unsere jeweiligen Errungenschaften tauschen, und das Licht am Lichte anzünden!"

G. W. Leibniz an Cl. F. Grimaldi, 21. März 1692, in: Goffried Wilhem Leibniz: Der Briefwechsel mit den Jesuiten in China (1689-1714), hrsg. und mit einer Einleitung versehen von Rita Widmaier, Textherstellung und Übersetzung von Malte-Ludolf Babin, Hamburg 2006, S. 36/37.

Im Februar 1689 reist Gottfried Wilhelm Leibniz aus Wien ab und erreicht über Ferrara und Bologna schließlich Rom. Hier lernt er Claudio Filippo Grimaldi kennen. Dieser in China tätige jesuitische Missionar hält sich im Auftrag des Chinesischen Kaisers in Europa auf, um neue Missionare, die auch mit der Entwicklung der Wissenschaften vertraut sind, anzuwerben und mit nach China zu bringen. Leibniz lässt sich in Gesprächen über Chinas Zivilisation und Kultur informieren. Dabei entwickelt er ein Projekt eines Kulturaustausches zwischen Europa und China. Er wünscht, dass man auch "Missionare aus China" nach Europa schicken möge, damit Europa auch von China lernte. Im Jahre 1697 veröffentlicht Leibniz sogar ein Sammelbuch mit dem Titel "Novissima Sinica" (Das Neueste aus China) und noch in diesem Todesjahr verfasst er eine Abhandlung über die chinesische Philosophie.

Der Gedanke eines Wissensaustausches zwischen den Kulturen, hier zwischen Europa und China, geht wie ein roter Faden durch alle seinen Überlegungen, wie es in einem Brief von Leibniz an Grimaldi vom 21. März 1692 heißt:

"[...] misceamus beneficia et lumen de lumine accendamus" - "[...] lasst uns unsere jeweiligen Errungenschaften tauschen, und das Licht am Lichte anzünden".

"Es existieren keine zwei vollkommen gleichen Blätter."

G. W. Leibniz an Kurfürstin Sophie von Hannover, 31. Oktober 1705, Original in: Hannover NLA - Hauptstaatsarchiv Dep. 84 A Nr. 180 Bl. 505-506 u. 509-510; deutsche Überstzung denmächst in: G. W. Leibniz, Kurfürstin Sophie von Hannover: Briefwechsel, aus dem Französischen übersetzt von Sabine Sellschopp, hrsg. von W. Li, Göttingen 2016. Vgl. Samuel Clarke: Der Briefwechsel mit G. W. Leibniz von 1715/1716, übersetzt und hg. von Ed Dellian, Hamburg, 1990, S. 42.

Ein wichtiger Gedanke der Leibniz'schen Philosophie ist das Prinzip der der unendlichen Unterscheidung. Dabei handelt es sich um die Überlegung, dass es keine zwei ununterscheidbaren Einzeldinge gibt. Es gebe demnach "niemals vollkommene Gleichartigkeit, keine zwei Stücke Materie gleichen einander vollständig, weder im Großen noch im Kleinen". Als Leibniz einmal der Kurfürstin Sophie von Hannover diese hübsche Idee bei einem gemeinsamen Spaziergang im Garten von Herrenhausen vortrug, soll die Kurfürstin einen ihrer Diener aufgefordert haben, im Park von Herrenhausen nach Blättern zu suchen, um zu sehen, ob er zwei vollkommen gleiche Blätter fände.

"Die Sprache ist ein Spiegel des Verstandes."

G. W. Leibniz: Unvorgreiffliche Gedancken betreffend die Ausübung und Verbesserung der teuschen Sprache (Januar 1697 bis Ende 1712), in: Gottfried Wilhelm Leibniz: Sämtliche Schriften und Briefe. Reihe IV, Politische Schriften, 6. Band (1695-1697), hrsg. von der Leibniz-Edition Potsdam der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Berlin 2008, S. 532.

G. W. Leibniz wollte von Jugend an nicht nur eine Universalsprache oder ein Zeichensystem für alle Wissenschaftsdisziplinen erfinden, sein Interesse galt auch Erforschung, Pflege und Verbesserung natürlicher Sprachen. Besonders die deutsche Sprache, die zu Leibniz' Zeit noch keine Wissenschaftssprache war, ist ihm ein Anliegen. Denn Sprache hat mit Denken und Verstand zu tun. In zahlreichen Schriften, z. B. in einem Entwurf zur "Ausübung und Verbesserung der teutschen Sprache", verwendet Leibniz dafür immer wieder die Spiegel-Metapher: Die Sprache sei ein "Spiegel des Verstandes" und so ein "Probierstein der Gedanken".

Dabei verlangt Leibniz von einer Sprache drei gute Beschaffenheiten: "Reichthum, Reinigkeit und Glantz". Zur Verbesserung einer Sprache gehört "Einbürgerung". Diese sei von "überflüssigen fremden Mischmasch" zu unterscheiden. "Rom ist durch aufnehmung der Fremden gros und mächtig worden, Holland ist durch zulauff der Leute, wie durch den Zuflus seiner Ströhme, aufgeschwollen. Die Englische Sprache hat alles angenommen ..."

Teilnahmebedingungen

Euer Essay sollte maximal 1.500 Wörter zählen und eigenständig, argumentativ, überzeugend und sprachlich ansprechend gestaltet sein. Gruppenarbeiten sind leider nicht möglich. Der Einsendeschluss für alle Beiträge zu dem Essaywettbewerb ist der 1. Juli 2016. Zum Zeitpunkt des Einsendeschlusses müsst Ihr 15-18 Jahre alt sein.

Auf der ersten Seite der Essays müssen folgende Angaben in der Kopfzeile stehen:

  • Euer Name
  • Geburtsdatum
  • Schule, Ort
  • E-Mail-Adresse.

Als Überschrift des Essays soll das gewählte Leibniz-Zitat stehen.

Bitte sendet Eure Essays als PDF oder Word-Dokument an folgende E-Mail-Adresse: jugend-denktiew.uni-hannover.de

Jury-Entscheidung und Preisverleihung

Die vier besten Essays werden von einer interdisziplinären Fachjury ausgezeichnet. Die Gewinnerinnen und Gewinner reisen gemeinsam mit je einer Begleitperson im gleichen Alter sowie mit einem Team aus Philosophinnen und Philosophen im Sommer 2017 zu einem Wochenendseminar an die Nordsee. Dort können sie drei Tage gemeinsam nachdenken und diskutieren - über philosophische, moralische und gesellschaftlich relevante Themen. Darüber hinaus gibt es attraktive Sachpreise zu gewinnen:

  • 1. Preis: Ein Convertible Notebook oder iPad pro im Wert von ca. 800 €.
  • 2. Preis: Ein Buchgutschein im Wert von 200 €
  • 3. und 4. Preis: Je ein Buchgutschein im Wert von 100 €.


Die Preisverleihung für die besten Essays findet am 14. Oktober 2016 im Rahmen der Feierlichkeiten zum Leibnizjahr an der Leibniz Universität Hannover statt.

Ansprechpartner

Bei Fragen sendet bitte eine E-Mail an jugend-denktiew.uni-hannover.de

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