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Forschungsinitiative Internationales Zentrum für
Computergestützte Ingenieurwissenschaften (ICCES)

Die Forschungsinitiative Internationales Zentrum für Computergestützte Ingenieurwissenschaften wurde am 14.03.2007 durch das Präsidium der Leibniz Universität Hannover eingerichtet.


Darstellung des Forschungsvorhabens

Die ständig zunehmende Komplexität industrieller Entwicklungsprozesse erfordert heute eine internationale und fachübergreifende Zusammenarbeit. Damit steigt auch die Nachfrage nach gut ausgebildeten Experten, die mit einer Vielzahl von unterschiedlichen Fachgebieten aus den Ingenieurwissenschaften, der Mathematik und der Informatik vertraut sind.

Typischerweise unterscheiden sich die Vorgehensweisen, mit der Ingenieure, Mathematiker oder Informatiker technische Probleme lösen. Aufgrund des zunehmenden Bedarfs an interdisziplinärer Forschung ist es daher notwendig, gemeinsame `Sprachen', `Werkzeuge' und Arbeitsumgebungen zu schaffen. Um dies zu erreichen, muss ein Kommunikationszentrum vorhanden sein, in dem das jedem Fachgebiet eigene, spezielle Wissen projekt- und ausbildungsbezogen zusammenfließt.

Ein wesentlicher Punkt ist dabei die interdisziplinäre Ausbildung, damit Studenten der angewandten Naturwissenschaften durch die Vermittlung von Wissen aus den verschiedenen Fachgebieten die Fähigkeit zur Lösung komplexer ingenieurwissenschaftlicher Probleme erhalten. Am Anfang des 21. Jahrhunderts ist es aufgrund der Globalisierung der Märkte und der internationalen Ausrichtung großer Unternehmen von entscheidender Bedeutung, globales Denken junger Studenten und Forscher zu unterstützen. Dabei werden zur erfolgreichen Durchführung eines Projektes Teamgeist und kommunikative Fähigkeiten eine immer wichtigere Rolle spielen.

Um die notwendige Kommunikationsplattform zu schaffen, wurde an der Leibniz Universität Hannover das Internationale Zentrum für Computergestützte Ingenieurwissenschaften / International Center for Computational Engineering Sciences (ICCES) eingerichtet. Die Aufgabe des Zentrums ist es, Forschung und Ausbildung im Bereich der computergestützten Ingenieurwissenschaften auf einem hohen Niveau zu leisten. Der Schwerpunkt liegt dabei in einer, den aktuellen Anforderungen aus der industriellen Praxis entsprechenden Ausbildung ingenieur- und naturwissenschaftlicher Studenten auf dem Gebiet der numerischen Simulation.

Gemeinsamer Nenner der Forschungsprojekte ist das 'High Performance Computing'. Schwerpunkte sind dabei: (1) Numerische Mathematik: Adaptive räumliche und zeitliche Netzgenerierung und schnelle Gleichungslöser, (2) Informatik: Objektorientierte Methoden und Geometriebeschreibung (3) Mechanik: Kontaktmechanik und Materialtheorie. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Arbeitsgruppen in Barcelona, Göteborg und Hannover ist durch regelmäßig stattfindende, gemeinsame Seminare gewährleistet.

Den Schwerpunkt der Arbeiten am ICCES stellt (1) die Theorie und Numerik partieller Differentialgleichungen von linearen, nichtlinearen und gekoppelten Problemen und (2) die Entwicklung zugehöriger Software- und Visualisierungstools dar. Damit wird ein umfassendes Spektrum ingenieurwissenschaftlicher Aufgabenstellungen repräsentiert, die von industriellem Interesse sind.

Die technischen Anwendungen, die sich allgemein als inelastische, zeitabhängige Verformung beschreiben lassen, z.B. Umformprozesse oder gekoppelte Probleme in den Geowissenschaften, sind aufgrund ihrer Komplexität und ihrem aktuellen Bezug ausgewählt worden. Sie sind von großem Interesse für die Industrie und stellen wegen des Einsatzes der Vielzahl von Methoden, die zu ihrer Lösung notwendig sind, eine wissenschaftliche Herausforderung dar.

Beteiligte Institutionen

Fakultät für Bauingenieurwesen und Geodäsie


Fakultät für Elektrotechnik und Informatik


Fakultät für Maschinenbau


Fakultät für Mathematik und Physik


Zentrale Einrichtungen


Internationale Partner

Für ein modernes, effizientes und international ausgerichtetes Forschungszentrum sind Partnerinstitute unverzichtbar. Daher arbeitet das ICCES mit dem Chalmers Finite Element Center in Göteborg und dem International Center for Numerical Methods in Engineering (CIMNE) in Barcelona zusammen.

Kontakt

Sprecher der Forschungsinitiative

Prof. Dr.-Ing. Peter Wriggers
Institut für Kontinuumsmechanik
Appelstraße 11

30167 Hannover

Tel. +49 511.762 - 3220
Fax +49 511.762 - 5496

E-Mail wriggers@ikm.uni-hannover.de


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