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Leibniz Stiftungsprofessur
Leibniz Universität HannoverLeibniz Stiftungsprofessur
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Lehre
 

Sommersemester 2012

Vorlesung: Einführung in die chinesische Philosophie

Beginn: 18.04.2012
Zeit: Mittwoch 18:00 - 20:00h (14tägig)
Ort: Conti Campus
1502/003
Königsworther Platz 1, 30167 Hannover

Dem global und universal denkenden Leibniz war China lebenslang ein Anliegen gewesen. Informationen aus dem Reich der Mitte, Kenntnisse und Erkenntnisse chinesischer Geschichte, Philosophie, Theologie, Sprache und Sitten waren ihm wichtig; an einen Wissensaustausch mit einer der ältesten Kultur appellierte der Hannoversche Philosoph immer wieder. In seiner großen Abhandlung über die chinesische Philosophie (1715/1716) weist Leibniz eindringlich auf das Alter chinesischer Kultur hin und warnte Europa davor, chinesische Philosophie leichtfertig zu verurteilen: „China hat ... eine philosophische Lehre (...), die ehrwürdig ist durch ihr Alter, eingeführt und zur Autorität gekommen vor etwa 3000 Jahren, also lange vor der Philosophie der Griechen (...). Es wäre daher von uns, die wir im Vergleich mit den Chinesen neu hinzugekommen und der Barbarei kaum entwachsen sind, sehr unklug und anmaßend, wollten wir eine so alte Lehre verurteilen, nur weil sie nicht auf den ersten Blick mit den scholastischen Begriffen, die uns vertraut sind, übereinstimmen scheint“.
Die Vorlesung gibt einen Überblick über die chinesische Geistesgeschichte bis zu Leibnizens Zeit und behandelt schwerpunktmäßig Fragen, die in Leibnizens Fokus standen. Dazu gehören Fragen zur chinesischen Kosmologie, Metaphysik, Moral und Ethik.

Literaturhinweis:

Wolfgang Bauer: China und die Hoffnung auf Glück, München 21992.
Gottfried Wilhelm Leibniz: Discours sur la Théologie Naturelle des Chinois, hrsg. von W. Li und H. Poser, Frankfurt am Main 2002 ( = Veröffentlichungen des Leibniz-Archivs, Bd. 13).


Seminar: Leibnizens Denkschriften
Beginn: 11.04.2012
Zeit: Mittwoch 18:00 - 20:00h (14tägig)
Ort: Conti Campus
1502/003
Königsworther Platz 1, 30167 Hannover

In seiner Eigenschaft als politischer Berater hat Gottfried Wilhelm Leibniz lebenslang, zur Vermehrung von Gottes Ehre und zur Förderung des Allgemeinwohls, zahlreiche Denkschriften verfasst. Dazu gehören unter anderem Gedanken von einer freiwilligen Christlichen „Turckensteuer“ (wie er schreibt), Vorschläge zur Besserung der Finanzen, zum Militärwesen, Grundzüge des Maulbeerprivilegs, Aufzeichnung zum Münzwesen, Gedanken über Geldverleih und Verbot des Zinseszinses, Überlegungen über die Finanzierung einer Akademie durch Seidengewinnung und über eine Förderung der Wissenschaften und Künste in Russland.
Eine Auswahl der auf Deutsch aufgesetzten Denkschriften wird im Seminar gelesen und eingehend diskutiert. Texte werde zur Verfügung gestellt.


Buddhismus Lektürekurs GHS

Leitung Prof. Dr. Wenchao Li
Termine Di 13:00 - 14:30 Uhr, 08.05, 15.05, 22.05. 2012
Ort C001, Schloßwender Str. 5 (Innenhof)
Anmeldung Begrenzte Teilnehmerzahl. Anmeldungen sind ab Donnerstag, den 22.03.2012, 9:00 Uhr möglich:
Tel. (0511) 762-5687 oder  ghs-info@zew.uni-hannover.de


In diesem Lektürekurs geht es um die Vertiefung der Inhalte zur Vorlesung im Wintersemester.

Die Texte, die im Fokus der Veranstaltung stehen, werden zu Beginn zur Verfügung gestellt.
Voraussetzung: Teilnahme an der Vorlesung "Buddhismus" im Wintersemester 2011/2012


Wintersemeser 2011/2012

Seminar: Leibniz - Meisterkurse
Beginn: 12.10.2012
Zeit: Mittwoch 18:00 - 20:00h (14tägig)
Ort: Conti Campus
1502/003
Königsworther Platz 1, 30167 Hannover

„Alle Geistesgaben, die gewöhnlich nur geteilt sich finden, vereinigten sich in ihm: die Eigenschaften des abstrakten und praktischen Mathematikers, des Poeten … des spekulativen und empirischen Philosophen, des Historikers und Erfinders – ein Gedächtnis, das ihn der Mühe erhob, das, was er einmal aufgeschrieben, je wieder nachzulesen, das mikroskopische Auge des Botanikers und Anatomen und den freien Überblick des generalisierenden Systematikers, die Passivität und Rezeptivität des Gelehrten und die Sprödigkeit und Kühnheit des Autodidakten und selbständigen, auf den Grund dringenden Forschers“. So beschrieb einmal Ludwig Feuerbach den Universalgelehrten G. W. Leibniz. Um die Universalität Leibniz’ zu verstehen, benötigt man Spezialisten!
International ausgewiesene Leibniz-Experten bieten im Rahmen dieser einzigartigen Veranstaltung ihren Dienst an: Jeder von ihnen übernimmt eine Sitzung, bearbeitet und bespricht mit den Kursteilnehmern einen signifikanten Leibniz-Text zu einem ihm gut vertrauten Thema. Dabei soll das breite Interessenspektrum Leibnizens ebenso zur Geltung kommen wie die Expertise der Lehrenden. Themen, Termine und Namen werden noch bekannt gegeben; Texte werden in deutscher Sprache zur Verfügung gestellt.
Auf Wunsch können Zertifikate ausgestellt und Studienleistungen bescheinigt werden. Anmeldung erbeten unter beckmann@lsp.uni-hannover.de

Termine:

12.10.2011 Prof. Wenchao Li
26.10.2011 Dr. Hartmut Rudolph
09.11.2011 Dr. Arnaud Pelletier
23.11.2011 Prof. Herbert Breger
07.12.2011 Dr. Nora Gaedeke
21.12.2011 Prof. Walter Sparn
18.01.2012 Prof. Hans Poser

Vorlesung: Philosophie (in) der globalisierten Welt
Beginn: 19.10.2012
Zeit: Mittwoch 18:00 - 20:00h (14tägig)
Ort: Conti Campus
1502/003
Königsworther Platz 1, 30167 Hannover

Die viel beschworene und sich in der Tat vollziehende Globalisierung nötigt auch die traditionell europäischen Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften zu grundlegenden Reflexionen und Gedankengängen, die in einer kulturell einheitlichen Welt so nicht erforderlich waren, und stellt so nie dagewesene Herausforderungen dar, die es anzunehmen gilt.
Anhand des fast klassisch gewordenen Gegensatzpaares „China und Europa“ sollen einige grundlegende philosophische Fragen thematisiert werden; zu diesen gehören u.a.: Probleme und Erbe europäischer Aufklärung, Sinn und Möglichkeit einer interkulturellen Philosophie, Universalität ethischer Normen und Schwierigkeiten zur Begründung einer Wissenschafts- und Technikethik in globalem Zusammenhang; europäische Dominanz und Chinas Weg in die Moderne, Menschenrecht und Menschenrechte. Teile der Themen sollen von auswärtigen Dozenten übernommen werden.
Auf Wunsch können Studienleistungen bescheinigt werden. Anmeldung erbeten unter beckmann@lsp.uni-hannover.de


Seminar: Buddhismus
Beginn: 5./12./19.01.2012
Zeit: 16:00 - 18:00h (3 Termine)
Ort: Kesselhaus auf dem Gelände der Schloßwenderstr. 5

Der Buddhismus ist nur schwerlich als eine Religion zu bezeichnen, auch wenn er neben Christentum und Islam allgemein als eine der drei am weitesten verbreiteten Weltreligionen anerkannt worden ist. Die Frage nach Gott, wie sie im Monotheismus und zugespitzt in dessen Theologie(n) gestellt wird, kommt im Buddhismus nicht vor, denn diese sei eher eine „Spielfrage“. Eine Gegenüberstellung des Menschen und eines ihm an Wissen und Macht überlegenen Wesens findet im Buddhismus nicht statt. Hier geht es direkt um den Menschen, um seine Existenz, sein Leiden und seine Erlösung durch sich selbst. Der Buddhismus ist eine Philosophie asiatischer Prägung, eine (Lebens)philosophie und Philosophie als Weg und Hilfe zum Leben.
Anhand prägnanter Textauszüge sollen die Grundaussagen des Buddhismus diskutiert und dem Leser zugänglich gemacht werden. Texte in deutscher Übersetzung werden zur Verfügung gestellt.
Literatur: Li, W.: Buddhistisch philosophieren. Eine Einführung, Münster, New York, München und Berlin 1999; Mylius, K. (Hrsg. u. Übers.): Gautama Buddha: Die vier edlen Wahrheiten, Texte des ursprünglichen Buddhismus, 5. Aufl., München 1994; Küng, H. und Bechert, H.: Christentum und Weltreligionen, III, Buddhismus, Gütersloh 1990.

Seminar: Leibniz in der Gegenwart. Rezeption und Didaktik
Eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Historischen Seminar
Beginn: 17.10.11
Zeit: 12:00 bis 14:00 (wöchentlich)
Ort: A106 (1146); Im Moore 21

Der Universalgelehrte Gottfried Wilhelm Leibniz hinterließ der Welt einen ganzen „Heuschober" (M. Enzensberger) an Erfindungen, Reformvorschlägen, Entwürfen auf fast allen Gebieten von Wissenschaft, Gesellschaft, Kultur und Politik. In diesem Seminar soll es zunächst um die Rezeption der Person und des Werkes von Leibniz gehen. Daran anschließen werden sich Überlegungen, wie die Leibnizschen Ideen heute (nach Pisa) im Rahmen des „lebenslangen Lernens" didaktisch umsetzbar sein könnten.

Sommersemester 2011

Seminar: Leibniz und die Religionen
Eine gemeinsame Veranstaltung mit Prof. Dr. Dr. Peter Antes
Beginn: 07.04.2011
Zeit: Donnerstag, 16:00 - 18:00 Uhr
Ort Schloßwender Str. 1, B105

Ringvorlesung: Leibniz und die Aufklärungskultur
Eine gemeinsame Veranstaltung mit Prof. Dr. Alexander Kosenina
Beginn: 06.04.2011
Zeit: Mittwoch, 18:00 - 20:00 Uhr
Ort: Kali-Chemie Hörsaal, Callinstraße 3-9,
Geb. 2501-202

Seminar: Leibniz und Europa
Eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Historischen Seminar
Beginn: 15.04.2011
Zeit: Freitag, 10:00 - 12:00 Uhr
Ort: 1146-B108

Mit seiner Vorstellung einer Verbindung von Theorie und Praxis zum Nutzen aller Menschen und seinem universalen Denken, das keine nationalen Grenzen kannte, war der Universalgelehrte Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716) ein Europäer der ersten Stunde und seiner Zeit weit voraus. Nach einer Einführung in Leben und Werk von Leibniz soll in diesem Seminar sein Wirken im politischen, diplomatischen, geistes- und kulturhistorischen Kontext anhand seiner Korrespondenz mit europäischen Fürsten, Politikern und Wissenschaftlern untersucht werden. Berücksichtigt wird dabei auch sein umfangreicher Briefwechsel mit China und Leibniz’ Forderung nach einem europäisch-chinesischen Kulturaustausch sowie die Bedeutung Leibniz’scher Erfindungen und Ideen für die Gegenwart. Das Seminar ist eine Lehrveranstaltung der Leibniz-Stiftungsprofessur in Verbindung mit dem Historischen Seminar.

Literaturempfehlungen:
Finster, Reinhard/van den Heuvel, Gerd: Gottfried Wilhelm Leibniz in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten, Reinbek b. Hamburg 1990. – Heinekamp, Albert [Hrsg.]: Leibniz und Europa. Hannover 1994.

Wintersemester 2010/2011

Vorlesung: Gottfried Wilhelm Leibniz – Leben, Werk, Wirken
Beginn: 27. Oktober 2010
Zeit: jeweils Mittwoch, 18.00 Uhr bis 20.00 Uhr
Ort: Contihochhaus, Königsworther Platz 1
Geb. 1502, Raum 003

Zusammenfassung und Ablaufplan

Zwei Jahre vor dem Ende des dreißigjährigen Krieges in Leipzig geboren, verließ Gottfried Wilhelm Leibniz mit 20 Jahren seine Vaterstadt. Nach dem Studium in Altdorf und über kurze Aufenthalte in Mainz, Paris und London kam er im Dezember 1676 in Hannover an. Bis zu seinem Tod wird er – mit Unterbrechungen – 40 Jahre lang an der Leine leben und von hier aus die gebildete Welt von Europa bis China nach Kräften vorwärts schieben. Der Leibniz-Nachlass ist mit ca. 200.000 Blatt einer der größten Gelehrtennachlässe überhaupt. Leibniz gilt als Universalgelehrter und war Philosoph, Mathematiker, Jurist, Theologe, Historiograph, Bibliothekar, Techniker, Sprachforscher etc. – wichtiger als diese Einzelaspekte sind indessen sein weltumspannender geistiger Horizont, seine Gabe, tiefer liegende Zusammenhänge wahrzunehmen, sein Blick auf das Allgemeinwohl und sein Sinn für Harmonie und Gerechtigkeit.
Die Vorlesung vermittelt einen Überblick zu Leibnizens Leben, Werk und Wirken.

Vorläufiger Plan:

27. 10. 2010: Leibniz’ Leben
03. 11. Nachlass und Edition
10. 11. Ausfall wegen auswärtiger Kommissionssitzung
17. 11. Leibniz und seine Zeit (Descartes, Spinoza, Malebranche)
24. 11. Die großen Prinzipien Leibniz’
01. 12. Wissenschaft im Dienst von Gottes Ehre und dem Allgemeinwohl
08. 12. Leibniz-Jahresvorträge im Leibniz-Haus (Prof. Dr. Ursula Goldenbaum, Atlanta)
09. 12. Leibniz-Jahresvorträge im Leibniz-Haus
15. 12. Glaube und Vernunft – Leibniz’ Theodizee (I)
22. 12. Vorlesungsunterbrechnung
05. 01. 2011 Ein metaphysischer Roman? – die so genannte Monadologie
12. 01. Leibniz und die christliche Missionsbewegung der Frühen Neuzeit
19. 01. Leibniz als Globaldenker: China und Russland
26. 01. Leibniz in Hannover
02. 02. Leibniz heute




Hans Poser: Gottfried Wilhelm Leibniz zur Einführung, Hamburg 2005.
Reinhard Finster und Gerd van den Heuvel: Gottfried Wilhelm Leibniz: Mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten, Reinbek bei Hamburg 1990 u.ö.
Eike Christian Hirsch: Der berühmte Herr Leibniz. Eine Bibliographie, München 2001.
Maria Rosa Antognazza: Leibniz. An intellectual Biography, Cambridge 2009.





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