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Graduiertenkolleg zur Klimaforschung in Tibet

DFG bewilligt internationales Kolleg unter Beteiligung der Leibniz Universität Hannover

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die Förderung des internationalen Graduiertenkollegs „Geoökosysteme im Wandel auf dem Tibet-Plateau (TransTiP)“ bewilligt. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der beteiligten deutschen und chinesischen Hochschulen untersuchen die Wasserressourcen und die Artenzusammensetzung in der Tibetischen Hochebene vor dem Hintergrund der globalen Klimaveränderung.

 

Sprecherhochschule ist die Technische Universität Braunschweig. Von der Leibniz Universität Hannover sind Prof. Georg Guggenberger, Institut für Bodenkunde, Naturwissenschaftliche Fakultät, und Prof. Dr. Thomas Graf, Institut für Strömungsmechanik und Umweltphysik im Bauwesen, Fakultät für Bauingenieurwesen und Geodäsie, beteiligt. Ebenfalls dabei ist die Friedrich-Schiller-Universität Jena. Die deutschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiten in enger Kooperation mit der University of Lanzhou, China, und dem Institute of Tibetan Plateau Research der Chinese Academy of Sciences zusammen. Beantragt wurde eine Förderung in Höhe von rund 5,7 Millionen Euro für zunächst viereinhalb Jahre.

 

Das Tibet-Plateau hat eine große Bedeutung für den globalen Wasser-, Energie- und Stoffhaushalt. Gleichzeitig ist es eines der gefährdetsten Geoökosysteme weltweit: Rapide Klimaerwärmung, saisonale Niederschlagsänderung und die Zunahme von Landnutzung beschleunigen die Stoffflüsse auf der Erdoberfläche, beeinflussen das Kohlenstoff-Senkenpotenzial der Böden und beeinträchtigen die Wasserversorgung und –qualität. Das Graduiertenkolleg TransTiP will die Wasserressourcen und die Artenzusammensetzung in der Tibetischen Hochebene untersuchen. Dazu sollen vor allem die Veränderungen von Stoffflüssen an der Erdoberfläche, also Sedimente, Kohlenstoff und Wasser, genauer analysiert werden.

 

In dieser Runde richtet die DFG insgesamt 15 neue Graduiertenkollegs (GRK) ein, darunter zwei internationale Graduiertenkollegs (IGK). Graduiertenkollegs bieten Doktorandinnen und Doktoranden die Chance, in einem strukturierten Forschungs- und Qualifizierungsprogramm auf hohem fachlichem Niveau zu promovieren. Insgesamt werden derzeit 213 Graduiertenkollegs von der DFG gefördert. Die neuen Kollegs werden ihre Arbeit ab September 2017 aufnehmen.