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Statement der Leibniz Universität Hannover zum Weggang von Prof. Dr.-Ing. Sami Haddadin an die TU München

Zum Ruf an Professor Sami Haddadin, Professur für Regelungstechnik an der Fakultät für Elektrotechnik und Informatik der Leibniz Universität Hannover, an die TU München, nehmen wir wie folgt Stellung:

Herr Professor Haddadin hat bei uns seit 2014 die Professur für Regelungstechnik an der Fakultät für Elektrotechnik und Informatik inne und ist Mitglied unseres Mechatronikzentrums, einem interdisziplinären Forschungszentrum der Leibniz Universität (16 Institute mit über 30 Wissenschaftlern, gegründet im Jahr 2000).

Neben anderen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Leibniz Universität (wie Professorin Burgner-Kahrs, Professor Ortmaier, Professorin Raatz u.v.a.) arbeitet er auf dem Gebiet der Robotik. Hannover und Region, hier sind sich Politik und Wissenschaft einig, sollen zu einem führenden Robotikstandort ausgebaut werden - in Forschung und Lehre - und man ist dabei auf bestem Weg. Am 24. Oktober 2017 werden wir die neu entwickelte Roboterfabrik im Beisein von MP Weil einweihen. Unser Master Mechatronik und Robotik trägt diesem Ansinnen beispielsweise in der Lehre Rechnung.

Ein herausragender Wissenschaftler wie Professor Haddadin, der auch medial über zukunftsweisende Projekte und vielfache Auszeichnungen überaus präsent ist, fällt national wie international auch anderen Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen auf. Wir wissen, dass er bereits Rufe in seiner Zeit in Hannover abgelehnt hat.

Professor Haddadin erhielt, ohne sich beworben zu haben, kürzlich Rufe auf Initiative von den weltweit führenden Technologieinstituten MIT und Stanford Universität in den USA sowie der TU München. Er hat sich letztlich, ohne dass die Leibniz Universität um diese Verhandlungen wusste, für die TUM und damit den Standort Deutschland entschieden. Wir können nun kommunizieren, dass er nicht vor dem 1.4. 2018 an die TUM wechseln wird. Diese Entscheidung fiel erst vor kurzem und wurde dem Präsidium der Leibniz Universität mitgeteilt, um in enger Abstimmung die Transition und auch die Weiterführung und den Ausbau der Robotik am Standort Hannover mit der Hilfe von Professor Haddadin zu sichern.

Der ausdrücklichen Bitte seitens Präsident Epping mit der Leibniz Universität und dem Land doch noch in Bleibeverhandlungen einzutreten, konnte Professor Haddadin nach intensiver familiärer Beratung nicht nachkommen. Professor Haddadins ausdrücklicher Wunsch ist es, Hannover und der Leibniz Universität weiterhin eng verbunden zu bleiben und zukünftig die Robotik in Deutschland gemeinsam voranzutreiben.

Die Leibniz Universität Hannover bedauert den Weggang von Professor Haddadin sehr. Verluste durch Rufannahmen an anderen Universitäten muss die Leibniz Universität leider immer wieder verkraften und konstruktiv damit umgehen, Lücken schnellstmöglich wieder adäquat zu schließen. Dies bedeutet aber im Umkehrschluss auch, dass es uns immer wieder gelingt,  hervorragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, auch im Nachwuchsbereich, für uns zu gewinnen. Das Gewinnen und Binden von Spitzenwissenschaftlerinnen und Spitzenwissenschaftler bleibt große Daueraufgabe der Hochschulen, oft in Kooperation mit dem jeweiligen Land.

Hinweis an die Redaktionen

Für weitere Informationen steht Ihnen Mechtild Freiin v. Münchhausen, Pressesprecherin der Leibniz Universität Hannover und Leiterin des Referats für Kommunikation und Marketing, unter Telefon +49 511 762 5342 oder per E-Mail unter vonMuenchhausenzuv.uni-hannover.de gern zur Verfügung.