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Der Fall Helmut Kentler

Leibniz Universität befasst sich mit dem Wirken des Wissenschaftlers

Der Sozialpädagoge, Psychologe und Sexualwissenschaftler Helmut Kentler wurde vor 21 Jahren (1996) emeritiert und verstarb vor zehn Jahren. Neue, seit Ende 2016 vorliegende Untersuchungen, beispielsweise zu Gutachten Kentlers für den Berliner Senat aus dem Jahr 1988, haben Unterlagen zutage gefördert, die belegen, dass Helmut Kentler sich in der damaligen Zeit in einer aus heutiger Sicht inakzeptablen Weise wissenschaftlich geäußert bzw. Forschung betrieben hat. Die Leibniz Universität Hannover und die Philosophische Fakultät haben sich bereits in einer ersten Stellungnahme in aller Deutlichkeit von diesen Forschungspraktiken und dem Wissenschaftler Helmut Kentler distanziert.

Mit Bekanntwerden im vergangenen Jahr begann die Philosophische Fakultät mit ihrer Recherche zu Akten Kentlers. Inzwischen liegen die Promotions- und die Personalakte vor. Die Promotion wird bereits intern gesichtet. In die Personalakte hat die Göttinger Wissenschaftlerin Dr. Teresa Nentwig bereits Einblick genommen. Auf Wunsch des Nachfolge-Instituts "Institut für Berufspädagogik und Erwachsenenbildung" hat die Leitung der Philosophischen Fakultät am 19.12.2017 eine Einladung an Frau Dr. Nentwig zur Vorstellung ihrer bereits getätigten Recherchen und zum wissenschaftlichen Austausch diskutiert, positiv beschieden und in dieser Woche an Frau Dr. Nentwig ausgesprochen.

Der Vortrag wird im April stattfinden und ist zurzeit hochschulöffentlich angedacht. Er dient dem wissenschaftlichen Austausch miteinander und dem Klären eines möglichen weiteren Prozedere für die gründliche Aufarbeitung des Wirkens von Helmut Kentler an der Universität Hannover.

Darüber hinaus sind intern Recherchen aufgenommen worden, welche noch lebenden Personen an der Universität Auskunft zum Wirken und Forschen Kentlers geben könnten. Hier gilt es, die Persönlichkeitsrechte betreffender Personen zu schützen und sie nicht ungefragt der Öffentlichkeit preiszugeben.

Den Vorwurf, sich nicht mit dem Wissenschaftler Helmut Kentler und seinem Wirken an der Universität Hannover auseinandersetzen zu wollen, weist die Leibniz Universität mit aller Deutlichkeit zurück.

Zu einer verantwortungsvollen Aufarbeitung gehört ein sachlicher und geordneter interner Prozess, der die möglichen Formen der Befassung und die zuständigen Gremien berücksichtigt.

Hinweis an die Redaktionen

Für weitere Informationen steht Ihnen Mechtild Freiin v. Münchhausen, Pressesprecherin der Leibniz Universität Hannover und Leiterin des Referats für Kommunikation und Marketing, unter Telefon +49 511 762 5342 oder per E-Mail unter vonMuenchhausenzuv.uni-hannover.de gern zur Verfügung.