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12. Hanover PreMoot an der Leibniz Universität Hannover

Rund 220 Studierende aus aller Welt trainieren, vor Gericht zu verhandeln

„Hanover is the place to be to learn arbitration“. Dieser Ansicht sind jedenfalls mehr als 220 Studierende von 27 Universitäten aus elf Nationen. Sie treffen sich auf Einladung des Instituts für Prozess- und Anwaltsrecht (IPA) der Leibniz Universität Hannover zum 12. Hanover PreMoot vom 15. bis 17. Februar 2018 in Hannover. Der Wettbewerb findet auf dem Conti Campus, Königsworther Platz 1, 30167 Hannover statt. Der PreMoot dient der Vorbereitung auf die mündlichen Verhandlungen des Willem C. Vis Moot in Wien und Hong Kong. Der Willem C. Vis Moot ist der größte Wettbewerb für Jura-Studierende aus der ganzen Welt. Mehr als 350 Teams in Wien bzw. mehr als 100 Teams in Hong Kong treffen sich vor Ostern, um einen fiktiven Fall auf dem Gebiet des Internationalen Handelsrechts zu verhandeln.

Die Studierenden schlüpfen dabei in die Rolle der Counsel (Rechtsanwälte), die in diesem Jahr die fiktiven Delicatesy Whole Foods Sp aus Equatoriana und Comstibles Finos Ltd. aus Mediterraneo vertreten. Der Fall wird nach den UNCITRAL (United Nations Commission on International Trade Law) Arbitration Rules verhandelt. Eine Reihe erfahrener Praktikerinnen und Praktiker leiten die Verhandlungen in Wien und Hong Kong sowie in Hannover als Schiedsrichter und beurteilen die Leistung der Studierenden.

In der Sache geht es in dem Fall um die Frage, inwieweit es einen vertraglichen Mangel darstellen kann, wenn ein Produkt zwar seinem äußeren Erscheinungsbild nach keinen Mangel aufweist, die Herstellung aber nicht den vereinbarten ethischen Voraussetzungen entspricht. So hatten die Parteien einen Vertrag über die Lieferung von „ethisch korrekt produzierten“ Schokoladenkuchen geschlossen. Es stellt sich aber heraus, dass nur die Hälfte des Kakaos, den der Bäcker für die Herstellung der Kuchen bestellt hatte, entsprechend ethisch korrekt angebaut wurde. Den anderen Teil der Kakao-Bestellung hatte der Händler auf illegal gerodetem Flächen angebaut und die entsprechenden Zertifikate, ohne Wissen des Bäckers, gefälscht. Daraufhin kann die Gourmet-Kette die Kuchen nicht mehr wie ausgezeichnet verkaufen. Rechtlich findet auf den Fall das CISG (United Nations Convention on Contracts for the International Sale of Goods) als internationales Einheitsrecht Anwendung.

Der Hanover PreMoot beginnt am Donnerstag, 15. Februar 2018, um 15 Uhr mit der 7. PreMoot Konferenz. Als Sprecher konnten u.a. Anton Pieper, Südwind (Bonn), Dr. Jan Erik Spangenberg, MANNER SPANGENBERG (Hamburg), Marcel Wegmüller, Nivalion AG (München) und Patryk Kulig, Deutsche Institution für Schiedsgerichtsbarkeit (Köln) gewonnen werden.

Der Hanover PreMoot entstand 2007 aus einer Studierendeninitiative, heute ist er der größte PreMoot in Deutschland. In diesem Jahr konnte eine Kooperation mit  der DIS40 (Deutsche Institution für Schiedsgerichtsbarkeit) geschlossen werden, die im Anschluss an die PreMoot Konferenz eine Podiumsdiskussion zum Thema; Professions and Perspectives in Arbitration abhalten.

Das Institut für Prozess- und Anwaltsrecht bündelt die Aktivitäten der Juristischen Fakultät der Leibniz Universität Hannover auf dem Gebiet des Prozess- und Anwaltsrechts. Es betreut u.a. das hannoversche Willem C. Vis Moot Team.

http://www.jura.uni-hannover.de/ipa

Hinweis an die Redaktionen

Für weitere Informationen stehen Ihnen Prof. Dr. Christian Wolf und das PreMoot Organisationsteam, Institut für Prozess- und Anwaltsrecht (IPA) an der Leibniz Universität Hannover, unter Telefon +49 511 762 8268/-8146 oder per E-Mail unter: Wolfjura.uni-hannover.de oder infovismoot.uni-hannover.de gern zur Verfügung.