Geförderte Projekte aus den Programmen Leibniz Young Investigator Grants und Wege in die Forschung II

Die "Leibniz Young Investigator Grants" sind das Nachfolge-Programm zur hochschulinternen Projektförderung "Wege in die Forschung II". Die Grants geben exzellenten Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern die Möglichkeit durch eine Projektleitung selbstständig Forschungserfahrung zu sammeln. Eine Auswahl geförderter Projekte finden Sie hier:

ERFOLGREICHE ANTRÄGE AUS DEM JAHR 2019

  • Dr. rer. nat. Markus Baum (Institut für Baustoffe)

    Titel:

    Funktionalisierung Zeolith-ähnlicher Gerüststrukturen als Nano-Confinement zur gezielten Abgabe bzw. Aufnahme von Wirk- bzw. Schadstoffen in porösen Baustoffen

    Kurzbeschreibung:

    Instandsetzungsmaßnahmen bilden eine wichtige Methode, um der mechanischen und chemischen Überbeanspruchung von Bauwerken entgegenzuwirken. Hierbei spielen nach jetzigem Stand der Technik vor allem oberflächenbetreffende Maßnahmen und der stellenweise oder komplette Austausch von beschädigten Bauwerksteilen die zentrale Rolle. Im Rahmen des Projektantrags „Funktionalisierung Zeolith-ähnlicher Gerüststrukturen als Nano-Confinement zur gezielten Abgabe bzw. Aufnahme von Wirk- bzw. Schadstoffen in porösen Baustoffen“ sollen diese Methoden durch das Synthetisieren, Funktionalisierung und Verwenden von Zeolith-ähnlichen Gerüststrukturen (nanoporöse ZIF-Strukturen) die chemischen und physikalischen Baustoffeigenschaften des Betons gezielt optimiert und erweitert werden. Vor diesem Hintergrund sollen drei unterschiedliche Wirkprinzipien der eingesetzten Gerüststrukturen eingehend untersucht werden: Das Wirkprinzip Release zielt dabei auf die kontrollierte Abgabe von Wirkstoffen in das Gefüge des Baustoffs ab (mögliche Speicherung von CO2), wohingegen durch das Wirkprinzip Capture ungewünschte Schadstoffe (gelöste Ionenspezies) aus der Porenflüssigkeit des Zements aufgenommen und gespeichert werden sollen. Als drittes Wirkprinzip Insulation sollen die Auswirkungen der mikroporösen Gerüststrukturen auf die Porosität und damit auf die wärmedämmenden Eigenschaften des Betons untersucht werden.

    Laufzeit: 24 Monate

  • Dr. Franziska Ersoy (Institut für Lebensmittelchemie)

    Titel:

    Abbau ligninhaltiger Nebenströme zur Wertstoffgewinnung mit Hilfe von Basidiomycota

    Kurzbeschreibung:

    Die niedersächsische Agroindustrie produziert nachwachsende Nebenströme wie Schalen, Treber, Kleien, Fasern oder Presskuchen, die wegen ihres Gehalts an Lignocellulose für die menschliche Ernährung ungeeignet sind. Die enthaltenen polyaromatischen, heterogen verknüpften Makromoleküle machen etwa ein Drittel der Trockenmasse verholzter Pflanzen aus. Die bisherige Entsorgung als Dünger oder durch Verbrennung bleibt unbefriedigend. Deshalb strebt das vorliegende Vorhaben eine nachhaltigere, stoffliche Nutzung entlang der Ideen der Bioökonomie an.
    Dazu werden mit Hilfe von Pilzen (Basidiomycota) komplexe Enzymgemische aus Oxidoreduktasen und Hydrolasen generiert, die selbst chemisch extrem widerstandsfähige Materialien wie Eichenholzsägemehl aufschließen können. Diese effizienten enzymbasierten Bioprozesse nutzen den Sauerstoff der Luft als Oxidationsmittel und mindern nicht nur das Volumen der zu beseitigenden Nebenströme, sondern ermöglichen die Erzeugung von Wertstoffen für die Lebensmittelindustrie. Bisher identifiziert worden sind zum Beispiel natürliche Aromastoffe (Vanillin, 4-Hydroxybenzaldehyd), Antioxidantien (Zimtsäure-Derivate) oder Konservierungsstoffe (4-Hydroxybenzoesäure-Ester). Umweltkritische Säuren, organische Lösungsmittel, Schwermetallsalze oder hohe Temperaturen und Drücke werden im Gegensatz zu den konventionellen, auf endlichen fossilen Rohstoffen basierten Verfahren nicht benötigt. Das Vorhaben plant ein ganzheitliches Vorgehen: Die besten Stämme und Kultivierungsbedingungen werden ermittelt und die generierten Wertstoffe gemessen. Darauf aufbauend werden die beteiligten Enzyme identifiziert, um die Grundlage für die industrielle Hochskalierung zu schaffen.

    Laufzeit: 24 Monate

  • Dr. Steven Gronau (Institut für Umweltökonomik und Welthandel)

    Titel:

    Wechselwirkungen zwischen Flüchtlingen und Einheimischen im ländlichen Sambia: Eine dynamische agenten-basierte Modellierungsanwendung

    Kurzbeschreibung:

    Die Zahl der weltweiten Flüchtlinge nimmt zu und hat kürzlich den Wert von 26 Millionen überschritten. Während sich Medien und Politik häufig auf den Zustrom nach Europa und in die Vereinigten Staaten konzentrieren, nehmen tatsächlich Entwicklungsländer die große Mehrheit von 85% aller Flüchtlinge auf: Afrika beherbergt mehr als ein Viertel der weltweiten Flüchtlingsbevölkerung. Die meisten davon befinden sich in Nachbarstaaten ihres Herkunftslandes, untergebracht in rund 250 Siedlungen. Da Camps in der Regel in abgelegenen ländlichen Gebieten nahe von Dorfgemeinschaften errichtet werden, wirken sich der plötzliche Zustrom und die Präsenz von Flüchtlingen in verschiedener Weise auf die einheimische Bevölkerung aus. Dies betrifft beispielsweise den Arbeitsmarkt, Produktion, Handel, Preisniveaus, Bereitstellung öffentlicher Dienstleistungen, Kriminalität, Verwendung natürlicher Ressourcen, Armut und Ernährungssicherung. Wissenschaftler betonen einen enormen Forschungsbedarf hinsichtlich der Auswirkungen von Flüchtlingen auf die Aufnahmegesellschaft. Insbesondere sind innovative methodische Ansätze auf Grundlage verlässlicher Daten gefordert. Das Kernziel des Projekts ist die Untersuchung der Wechselwirkungen zwischen Flüchtlingen und Einheimischen im ländlichen Sambia im Kontext der steigenden Zahl von Flüchtlingsbewegungen und der damit verbundenen Herausforderung, langfristige Lösungen zu erarbeiten. Die spezifischen Forschungsziele sind (1) die Verbesserung des Verständnisses der sozio-ökonomischen und ökologischen Auswirkungen einer Flüchtlingssiedlung auf die Aufnahmegesellschaft und (2) die Bewertung der langfristigen Entwicklung und Systemdynamik in der Umgebung eines Flüchtlingslagers. Das Projekt leistet somit einen Beitrag zum aufstrebenden Bereich der Flüchtlingsforschung. Das Forschungsprojekt befasst sich mit einem Flüchtlingslager im ländlichen Sambia, welches einen erheblichen Flüchtlingszustrom aus der benachbarten Demokratischen Republik Kongo verzeichnet. Derzeit beherbergt die Siedlung mehr als 12.000 kongolesische Flüchtlinge, während die Aufnahmegesellschaft nur etwa 1.600 Menschen aus acht Dörfern rund um das Lager umfasst. Für die wissenschaftlichen Analysen werden agenten-basierte Modelle, bei denen es sich um computergestützte Simulationsmodelle handelt, entwickelt und angewandt. Der innovative Ansatz untersucht komplexe Systeme durch die Modellierung von Agenten-Umwelt-Interaktionen und adaptiver Entscheidungsfindung. Die Methode ermöglicht zudem langfristige Bewertungen durch vorhersagende Simulationen und die Analyse von Politikszenarien. Die Untersuchungen basieren auf Daten aus Haushaltsbefragungen, partizipativen Forschungsergebnissen und geographischen Informationen.

    Laufzeit: 24 Monate

  • Dr. Jil Ann-Christin Klünder (Institut für Praktische Informatik)

    Titel:

    ComContA: Inhaltliche Analyse von Kommunikation in Gruppenchats von Softwareentwicklungsteams

    Kurzbeschreibung:

    Aufgrund der Komplexität und des Umfangs heutiger Softwareprojekte werden diese meistens von Entwicklungsteams und nicht von einzelnen Entwicklerinnen oder Entwicklern bearbeitet. Damit die Projektarbeit im Team funktionieren kann, ist eine angemessene und ausreichende Kommunikation erforderlich, da fehlerhaft, missverständlich oder nicht übermittelte Informationen zu fehlender Funktionalität der Software und somit zu einem Scheitern des Projekts führen können.

    Forschergruppen haben sich auf verschiedene Weisen mit Analysen des Kommunikationsverhaltens beschäftigt, wobei die meisten Ansätze die Struktur der Kommunikation, nicht aber deren Inhalte betrachten. Für Meetings gibt es bereits auf Entwicklungsteams angepasste Ansätze aus der Psychologie, die den Wert einer inhaltlichen Analyse für die am Projekt beteiligten Personen zeigen. Ein erster am Fachgebiet Software Engineering verfolgter Ansatz verspricht einen ähnlichen Nutzen bei der automatisierten inhaltlichen Analyse von schriftlicher Kommunikation mittels maschinellen Lernens in Gruppenchats, die für die Informationsweitergabe innerhalb des Entwicklungsteams genutzt werden.

    Im Rahmen des Projekts ComContA soll ein Konzept entwickelt werden, um schriftliche Kommunikation in Chats oder E-Mails in Softwareprojekten inhaltlich zu analysieren, um Schwierigkeiten wie unangemessene Kommunikation frühzeitig erkennen zu können. Dabei wird auf Methoden des maschinellen Lernens zurückgegriffen, um ein Lernen des Algorithmus und damit bestmögliche Ergebnisse zu ermöglichen.

    Laufzeit: 24 Monate

  • Dr. rer. nat. Vitalii Mutsenko (Institut für Mehrphasenprozesse)

    Titel:

    Elektroporationsgestützte Biokonservierung von 3D Tissue-Engineering Konstrukten mit verbesserter Wärmeübertragung

    Kurzbeschreibung:

    Aktuelle Fortschritte auf dem Gebiet der regenerativen Medizin und des Tissue Engineering stellen ein großes Potential in der individuellen Gesundheitsversorgung und der personali-sierten Medizin dar. Die rasche Translation und Kommerzialisierung von Zelltherapien unter Verwendung von Konstrukten des Tissue Engineering (TEC) hängt jedoch stark von zwei Faktoren ab: Der simultanen Entwicklung von Konservierungsstrategien für das Biobanking der Konstrukte und die hieran anknüpfende Transportlogistik. Die Kryokonservierung stellt hierbei eine essentielle Technologie in der Schnittstelle zwischen Produktion und Bereitstellung der Konstrukte dar, was sie zunehmend zu einer lebensrettenden Maßnahme macht.

    Das vorliegende Projekt befasst sich mit einer neuartigen Biokonservierungsstrategie, die auf der Elektroporations-gestützten Beladung menschlicher Zellen mit natürlichen Gefrierschutz-mittel (engl. cryoprotective agents, CPAs) basiert. Unter Verwendung dieser Methode können Substanzen tierischer Herkunft vollständig aus dem Prozess entfernt und die Konzentration syn-thetischer CPAs minimiert werden. Im Projekt wird ein Proof-of-Concept unter Verwendung von biokompatiblen porösen Gerüststrukturen erfolgen. Diese werden aus biologisch abbaubarem Polycaprolacton (PCL)- und Polylactid (PLA)-Polymeren mittels Elektrospinnverfahren hergestellt, und mit klinisch relevanten menschlichen Zellen besiedelt. Um die klinische Nachfrage nach qualitativ hochwertigen TECs nach erfolgter Kryokonservierung zu befriedigen, wird erstmalig auf diesem Gebiet der Einfluss des Einfrierverfahrens auf das Zytokinprofil der Zellen untersucht.

    Neben der klinischen Anwendung soll eine weitere Anwendung der Technologie verfolgt werden: Eine konservierte, gebrauchsfertige Plattform für die präklinische Arzneimittelent-wicklung und Krankheitsmodellierung, die zu einem verbesserten Tierschutz nach den Prinzipien der 3R-Forschung (Replacement, Refinement und Reduction) beitragen wird.

    Zur Umsetzung dieses innovativen Ansatzes und dessen Translation werden Materialien zur Herstellung von Verpackungen mit verbesserter Wärmeübertragung evaluiert sowie Standard-arbeitsanweisungen für die Handhabung und Lagerung von biokonservierten TECs bereitgestellt.

    Laufzeit: 24 Monate

  • Dr. Kerstin J. Schäfer (Institut für Wirtschafts- und Kulturgeographie)

    Titel:

    Standardisierung im Bereich automatisiertes Fahren - Chancen für den Markteintritt aufstrebender Regionen?

    Kurzbeschreibung:

    Technische Standards spielen eine wichtige Rolle, wenn es um Verhandlungsmacht und Einfluss in der Industrie geht. Als junge Technologie hat das automatisierte Fahren das Potenzial die bestehenden Strukturen in der Automobilindustrie radikal zu verändern und bietet Unternehmen aus Regionen, die bisher kaum Anteil an internationalen Standards hatten, die Möglichkeit ihre Stellung in der globalen Automobilindustrie zu stärken. Dadurch entsteht die Möglichkeit, dass sich die aktuelle Technologieführerschaft von etablierten hin zu aufstrebende Regionen verschieben könnte. Um diese räumliche Verschiebung und die Bedeutung von Standardisierungsverfahren zu erforschen werden im Rahmen des Projekts Standardisierungsgremien anhand von qualitativen Interviews und Beobachtungen untersucht. Eine der zentralen Fragen ist hierbei die Beteiligung und der Zugang von Experten aus globalwirtschaftlich peripheren Regionen zu den Entscheidungsgremien, sowie die Identifizierung der aktuellen Hauptursprungsregionen für die technischen Beiträge zur Standardisierung. Auf theoretischer Ebene liefert das Projekt dadurch neue Erkenntnisse zur Verschiebung von Technologieführerschaften in globalen Produktionsnetzwerken durch radikale technische Neuerungen. Auf methodischer Ebene ergeben sich Einblicke zur Indikatorik von Standardisierungsdokumenten für die Analyse räumlicher Muster der Industrievorherrschaft. Auf politischer Ebene wird deutlich, inwiefern die Unterstützung regionaler Industrien dabei Einfluss in globalen Standardisierungsgremien aufzubauen positive Auswirkungen auf die regionale Wirtschaft haben kann - insbesondere während größerer Technologieumbrüche.

    Laufzeit: 24 Monate

  • Dr.-Ing. Mark Wielitzka (Institut für Mechatronische Systeme)

    Titel:

    Physikalische Modellierung & Maschinelles Lernen: Symbiose zur Optimierung mechatronischer Systeme

    Kurzbeschreibung:

    Modellbasierte Verfahren haben in den vergangenen Jahrzehnten innerhalb der Ingenieurswissenschaften und somit auch der Mechatronik zu einer weitreichenden Gütesteigerung dynamischer Systeme geführt. Die häufig verwendete physikalische Modellbildung erhöht das Systemverständnis und ermöglicht damit eine Verbesserung der Beobachter- und Regelungsstrukturen. Die Genauigkeit der Modellierung ist dabei prinzipbedingt auf den Detailgrad der physikalischen Modelle beschränkt. Eine Genauigkeitssteigerung würde nur mit erhöhtem Detailgrad und somit höherem Rechenaufwand möglich sein. Einen alternativen Ansatz zur physikalischen Modellierung bieten Verfahren des Maschinellen Lernens. Diese Verfahren können gleichermaßen für die Modellierung, darüber hinaus aber auch direkt für Beobachtung und Regelung dynamischer Systeme eingesetzt werden. Dabei bieten sie das Potential den maximalen Informationsgehalt der verfügbaren Daten des jeweiligen Systems auszunutzen und somit eine Genauigkeitssteigerung zu erreichen. Demnach ermöglichen sie in diesen Bereichen eine sprunghafte Verbesserung der Güte. Maßgebliche Nachteile bestehen jedoch in dem Verlust der physikalischen Interpretierbarkeit der Modelle sowie der zumeist Notwendigkeit großer Mengen an Daten.

    Um die beschriebenen Vorteile zusammenzuführen und die Nachteile zu beseitigen, bietet sich eine Symbiose beider Verfahren an. Dabei wird eine hybride Verwendung ausgenutzt, um beispielsweise eine verbesserte Genauigkeit unter Beibehaltung der physikalischen Interpretierbarkeit zu ermöglichen. Der Anteil des jeweiligen Verfahrens ist variabel und abhängig von der betrachteten Zielgröße und Anwendung zu wählen. Das Ziel ist somit eine Optimierung mechatronischer Systeme durch die Hinzunahme von Verfahren des Maschinellen Lernens.

    Die erarbeiteten Verfahren werden an zwei verschiedenen Prüfständen entwickelt und analysiert. Dabei wird zum einen ein grundlegendes Systeme, anhand eines inversen Doppelpendels betrachtet. Zum anderen dient ein elektrisch angetriebenes Serienfahrzeug als anwendungsnaher Versuchsträger. Je nach Prüfstand werden unterschiedliche Zielgrößen adressiert und die entsprechende Kombination der Verfahren optimiert. Schließlich werden die Methoden auf die Echtzeitsysteme der Prüfstände übertragen. Abschließend werden die erarbeiteten Herangehensweisen mit bestehenden Verfahren verglichen und die verbesserte Güte aufgezeigt.

    Laufzeit: 24 Monate

ERFOLGREICHE ANTRÄGE AUS DEM JAHR 2018

  • Dr. Dorothee Bühler (Institut für Umweltökonomik und Welthandel)

    Titel:

    Boon or bane of infrastructure investment in the Mekong Region – Using household panel and remote sensing data to analyze the effects for rural households

    Kurzbeschreibung:

    In the last decade the Mekong Region in Southeast Asia has made remarkable progress in reducing poverty. However, rural households continue to generate their income largely from agriculture and environmental resource extraction. In an effort to stimulate economic development and reduce poverty further, governments invest in infrastructure utilizing the natural resources of the Mekong River by building hydroelectric power plants. This expansion in infrastructure brings both benefits as well as challenges for rural households living along the Mekong. While households may benefit from better marked access, energy availability and economic growth it is unclear how the ecosystem changes affect rural livelihoods especially with regards to fish stocks and agricultural activity. The proposed research project aims to identify and analyze the effect of infrastructure developments along the Mekong River and its tributaries on small-scale farming and fishing households in Stung Treng, Cambodia. The project will use socio-economic panel data to analyze the effects of the infrastructure expansion and combine it with measures of environmental degradation and water pollution based on remote sensing and Geographic Information Systems (GIS) data. 

    Laufzeit: 24 Monate

  • Dr. Clemens Hübler (Institut für Statik und Dynamik)

    Titel:
    Fundierte Metamodellbildung stochastischer, geregelter Strukturen am Beispiel von Windenergieanlagen (MetaWind)

    Kurzbeschreibung:
    Smarte Systeme, die zumeist aus dem Bereich der Kommunikationstechnik kommen und auf einer Kombination von vernetzten, regel- oder steuerbaren, sensorischen und intelligenten Teilsystemen bestehen, sind in den Medien in den letzten Jahren allgegenwärtig. Eigentlich gibt es smarte Systeme, schon seit Jahren in verschiedensten Ingenieurbereichen. Im Bauingenieurwesen sind dies zum Beispiel Windenergieanlagen, die vernetzte Elemente der Mess- und Regelungstechnik aufweisen. Für eine wirtschaftliche und zuverlässige Auslegung dieser Systeme ist deren Simulation notwendig. Aufgrund des nichtlinearen, stochastischen und geregelten Verhaltens solcher Systeme kann die erforderliche Rechenleistung unwirtschaftlich hoch sein. In diesem Fall können Ersatzmodelle, sogenannte Metamodelle, zum Einsatz kommen, die das Systemverhalten approximieren. Zwar werden solche Metamodelle heutzutage bereits vielfach eingesetzt, doch ihre Genauigkeit und Effizienz sind bei komplexen Systeme bisher beschränkt oder zumindest kaum umfassend analysiert. Daher adressiert dieses Forschungsvorhaben diese Forschungslücke und entwickelt fundierte Metamodelle für Windenergieanlagen auf Basis eines umfassenden Vergleichs verschiedener Varianten.

    Laufzeit: 24 Monate

  • Dr.-Ing. Marc Müller (Institut für Mehrphasenprozesse)

    Titel:

    Patientenspezifische Implantate aus Eigenblutspenden

    Kurzbeschreibung:

    Erkrankungen des kardiovaskulären Systems sind die Hauptursache aller Todesfälle in Deutschland. Eine effiziente Therapie erkrankter Blutgefäße durch geeignete Implantate stellt dennoch weiterhin eine große Herausforderung dar. Die verfügbaren synthetischen Implantate weisen eine eingeschränkte Bioverträglichkeit auf und bilden die mechanischen Eigenschaften der nativen Gefäße nur eingeschränkt nach.

    Das Projekt zielt auf die Entwicklung eines standardisierten und automatisierten Prozesses zur Herstellung patientenspezifischer Gefäßimplantate unter Verwendung von Eigenblutspenden ab. Hierzu werden zunächst Prozessschritte entwickelt, welche eine Separation der Blutbestandteile sowie eine Lyse der Thrombozyten beinhalten. Die aufgereinigte Proteinlösung wird mittels polymerer Verarbeitungsverfahren zu einer hochporösen tubulären Trägerstruktur verarbeitet. Hierbei wird ein neuartiges Verfahren zur biologischen Vernetzung der Proteine in den Prozess integriert. Aufbauend auf geeignete mechanische und biologische Prüfverfahren werden die optimalen Prozessparameter festgesetzt. Das Ergebnis stellt schließlich ein komplett körpereigenes und somit patientenspezifisches Implantat dar, welches eine ideale Bioverträglichkeit und Biomechanik besitzt. Abschließend wird ein Konzept zur Herstellung eines Gerätes erarbeitet, welches sämtliche Prozessschritte automatisiert durchführt. Dies stellt die Grundlage zur Translation der entwickelten Technologie in die klinische Anwendung sowie klinische Grundlagenforschung dar.

    Laufzeit: 24 Monate

  • Dr. Heike Wadepohl (Institut für Sonderpädagogik)

    Titel:

    Zielkindbezogene Interaktionsqualität in Kindertageseinrichtungen (ZIK)

    Kurzbeschreibung:

    (Inter-)Nationale Befunde zur Diskussion um die Qualität frühpädagogischer Einrichtungen identifizieren die Gestaltung von Interaktionen bzw. deren Qualität im Kita-Alltag als einen wesentlichen Einflussfaktor auf kindliche sozial-emotionale, motivationale und kognitive Entwicklungsmaße.

    Dabei wird zunehmend auf konkrete Strategien bzw. Interaktionsformate verwiesen, deren Einsatz im Kita-Alltag zu einer Verbesserung der kindlichen Kompetenzen beitragen soll. Eine adaptive, an die individuellen Voraussetzungen des einzelnen Kindes angepasste Verwendung dieser Strategien gilt hierbei nicht zuletzt vor dem Hintergrund einer zunehmenden Heterogenität und damit verbundener unterschiedlicher Entwicklungsniveaus der Kinder in den Kita-Gruppen als zentrale Gelingensbedingung für eine qualitativ hochwertige pädagogische Arbeit. Umso erstaunlicher ist es, dass die gängigen (quantitativen) Ansätze zur Erfassung der Interaktionsqualität diese individualisierte Perspektive auf das einzelne Kind nur wenig berücksichtigen, sondern zumeist Einschätzungen der Interaktionsqualität auf Ebene der Kindergruppe vornehmen und damit suggerieren, dass jedes Kind an ähnlich vielen Interaktionen innerhalb des „Gruppenraums“ beteiligt ist und von ihnen in gleicher Weise profitiert.

    Hier setzt das ZIK-Forschungsprojekt an mit dem Ziel, die Interaktionsqualität aus einer individualisierten Perspektive zu erfassen. Damit sollen anhand der Beobachtung einzelner Kinder die differenzielle Interaktionsqualität in einer Gruppe charakterisiert und verglichen sowie mögliche Einflussfaktoren auf Seiten der Kinder, der Fachkräfte sowie des Kontexts auf die jeweilige Interaktionsqualität untersucht werden.

    Laufzeit: 24 Monate

ERFOLGREICHE ANTRÄGE AUS DEM JAHR 2017

ERFOLGREICHE ANTRÄGE AUS DEM JAHR 2016

ERFOLGREICHE ANTRÄGE AUS DEM JAHR 2015

ERFOLGREICHE ANTRÄGE DER JAHRE 2008-2014

Erfolgreiche Anträge aus dem Jahr 2014
Erfolgreiche Anträge aus dem Jahr 2013
Erfolgreiche Anträge aus dem Jahr 2012
Erfolgreiche Anträge aus dem Jahr 2011
Erfolgreiche Anträge aus dem Jahr 2010
Erfolgreiche Anträge aus dem Jahr 2009
Erfolgreiche Anträge aus dem Jahr 2008

KONTAKT

Dr. Sonja Detay
Adresse
Brühlstraße 27
30169 Hannover
Gebäude
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110
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