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Informationen zu Langzeitstudiengebühren

1. Ab wann müssen Langzeitstudiengebühren gezahlt werden?

Soweit Studierende die Regelstudienzeit plus 6 Toleranzsemester überschritten haben, sind Langzeitstudiengebühren in Höhe von 500 Euro zu zahlen.

2. Ausnahmen von der Erhebung der Langzeitstudiengebühr

Von der Erhebung der Langzeitstudiengebühr ausgenommen sind Studierende,

  • die beurlaubt sind,
  • die ein Kind im Sinne von § 25 Abs. 5 BAföG tatsächlich betreuen, das zu Beginn des jeweiligen Semesters das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet hat (Der Nachweis erfolgt durch Geburtsurkunde und durch Melde- oder Haushaltsbescheinigung des aktuellen Kalenderjahres. Eine Befreiung kann dann für zwei Semester erfolgen; die Nachweise sind somit nach einem Jahr erneut vorzulegen; Änderungen während des Befreiungszeitraumes müssen dem Immatrikulationsamt unverzüglich angezeigt werden.),
  • die einen nach einem Gutachten des medizinischen Dienstes der Krankenversicherung pflegebedürftigen nahen Angehörigen im Sinne des § 7 Abs. 3 des Pflegezeitgesetzes (http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/pflegezg/gesamt.pdf) pflegen und die Pflegebedürftigkeit im Sinne des § 3 Abs. 2 des Pflegezeitgesetzes nachgewiesen worden ist. Eine aktuelle Folgebescheinigung (Bestätigung) der Krankenkasse muss zu jedem Semester neu vorgelegt werden.,
  • die gleichzeitig bereits an einer anderen Hochschule zum Studium in einem gemeinsamen Studiengang eingeschrieben sind und dort Langzeitstudiengebühren entrichten
  • eine in der Studienordnung vorgesehene Studienzeit im Ausland absolvieren
  • eine in der Studienordnung vorgesehenes praktisches Studiensemester absolvieren:
    1. Es muss sich um ein in der Studien- oder Prüfungsordnung vorgesehenes Praxissemester handeln.
    2. Das Praktikum muss mindestens die gesamte Vorlesungszeit des Semesters umfassen.
    3. Das Lehrangebot beschränkt sich auf die Vor- und Nachbereitung des Praxissemesters.
  • die das 60. Lebensjahr vollendet haben und gemäß § 13 Abs.4 NHG ein Studienentgelt zu entrichten haben.

3. Erlass der Langzeitstudiengebühr

Die Langzeitstudiengebühr kann auf Antrag im Einzelfall ganz oder teilweise erlassen werden, wenn die Einziehung der Gebühr zu einer unbilligen Härte führen würde. Eine unbillige Härte liegt in der Regel vor bei

  • studienzeitverlängernden Auswirkungen einer Behinderung oder schweren Erkrankung, dies ist durch ein amtsärztliches Attest nachzuweisen (Die Antragsfrist endet einen Monat nach Vorlesungsende des Semesters.)
  • studienzeitverlängernden Folgen als Opfer einer Straftat (Die Antragsfrist endet einen Monat nach Vorlesungsende des Semesters.)

Anträge auf Erlass sollen bis zum Ende der Rückmeldefrist gestellt werden.
Sie können, vorbehaltlich der Zahlung der Studienbeiträge, längstens bis einen Monat nach Vorlesungsende des beantragten Semesters gestellt werden (= ca. Mitte/Ende August oder Anfang/Mitte März).

Auszug aus dem Niedersächsischen Hochschulgesetz (NHG):

Entsprechende Anträge sind im ServiceCenter sowie im Internet erhältlich: