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Prüfungsrücktritt/Prüfungsversäumnis (Krankheit) Bachelorstudiengang Wirtschaftswissenschaft (PO 2006)

Ein Rücktritt von einer Prüfung ist nur aus einem triftigen Grund möglich.
Der Antrag auf Rücktritt muss schriftlich und begründet im Büro des Studiendekans eingereicht werden.

 

Versäumnis aufgrund von Krankheit

Bitte beachten Sie für den Fall, dass Sie von einer Prüfung aufgrund von Krankheit zurücktreten wollen, die allgemeinen Hinweise:

Versäumnis und Rücktritt von Prüfungsleistungen
Gemäß § 13 Abs. 2 der Gemeinsamen Prüfungsordnung für den Bachelor-/Masterstudiengang Wirtschaftswissenschaft vom 07.07.2006 (GPO) einschließlich Änderungen sind Sie automatisch zu den obligatorischen Prüfungsleistungen bzw. durch eigene unwiderrufliche Anmeldung über die online-Funktion zu den fakultativen Prüfungsleistungen angemeldet und haben somit grundsätzlich eine Verpflichtung zur Teilnahme dieser/n Prüfung/en. Falls Sie gehindert sind, Ihre Prüfungsverpflichtung zu erfüllen, müssen Sie dies dem Büro des Studiendekans unverzüglich mitteilen.
Die GPO regelt dazu in § 17 folgendes:
"Bei nicht rechtzeitiger Anmeldung einer Bachelor- oder Masterarbeit, bei Versäumnis eines festgesetzten Prüfungstermins oder Abgabetermins oder bei Rücktritt von einer Prüfungsleistung nach deren Beginn gilt die betreffende Prüfungsleistung als mit „nicht ausreichend“ bewertet. Abweichend hiervon gilt die Prüfungsleistung als nicht unternommen, wenn das Versäumnis auf triftigen Gründen beruht; diese sind unverzüglich schriftlich anzuzeigen und glaubhaft zu machen. Im Krankheitsfall ist ein ärztliches, im Zweifelsfall ein amtsärztliches Attest vorzulegen, soweit die Krankheit nicht offenkundig ist. "
Es gelten hinsichtlich der formalen Anforderungen und des Verfahrens beim Versäumnis einer Prüfungsleistung nachstehende Grundsätze:
Sie haben eine Bringe- und Nachweispflicht. Ihren Rücktritt von der Prüfung müssen Sie schriftlich beantragen bzw. Ihr Versäumnis schriftlich entschuldigen. Bitte geben Sie auch an, welche Prüfungsleistung an welchem Tag betroffen ist. Der Rücktritt bzw. das Versäumnis ist zu begründen und diese Begründung glaubhaft zu machen - z.B. durch ein in der Anlage beigefügtes Attest. Inhalt des Nachweises muss die Beschreibung der gesundheitlichen Beeinträchtigung sein (etwa der Hinweis auf bestimmte Schmerzen) und insbesondere die Angabe der sich daraus ergebenden Behinderung in der Prüfung. Die genaue Bezeichnung der Krankheit ist zweckmäßig, aber nicht entscheidend. Allerdings kann nach Lage der Dinge schon durch sie offensichtlich gemacht werden, dass die Leistungsfähigkeit des Prüflings erheblich beeinträchtigt ist. Der schlichte, nicht weiter begründete Hinweis, dass der Prüfling „arbeitsunfähig“ oder"prüfungsunfähig" sei, entspricht diesen Anforderungen nicht. Die Beantwortung der Rechtsfrage, ob die nachgewiesene gesundheitliche Beeinträchtigung den Abbruch oder Rücktritt von der Prüfung rechtfertigen kann, ist grundsätzlich nicht Aufgabe des Arztes; dies ist vielmehr letztlich und in eigener Verantwortung von der Prüfungsbehörde zu entscheiden. Zur Erleichterung finden Sie unten stehend einen Vordruck zur Mitnahme zum Arzt.
Bitte beachten Sie, dass beim Versäumnis von mehreren Prüfungsleistungen während eines Prüfungszeitraumes die Gründe für jedes einzelne Versäumnis nach der jeweiligen Prüfungsleistung unverzüglich anzuzeigen sind und nicht erst nach Abschluss aller versäumten Prüfungsleistungen. Ist allerdings bereits bei Ausstellung des Attestes bekannt, dass innerhalb des Zeitraums der Prüfungsunfähigkeit eine oder mehrere Prüfungsleistungen versäumt werden, so ist in diesem Fall die Entschuldigung für die betroffene/n Prüfungsleistung/en vorab einzureichen.
In Zweifelsfällen und z.B. bei häufiger oder längerfristiger Erkrankung, kann der Studiendekan ein amtsärztliches Attest/Gutachten verlangen. Aufgrunddessen ist in den nachfolgenden drei Fällen grundsätzlich die Einreichung eines amtsärztlichen Attests erforderlich. Nähere Informationen zur Verfahrensweise beim Amtsarzt finden Sie in dem unten stehenden Link „Verfahrensweise zum Amtsarzt“, den Sie unbedingt beachten sollten:

  1. Rücktritt der Prüfung nach deren Beginn:
    Wenn Sie sich nach Verteilung der Klausuraufgaben prüfungsunfähig fühlen und die Prüfung abbrechen, muss ein amtsärztliches Attest vorgelegt werden. Bitte nehmen Sie hierzu direkt nach dem Abbruch der Prüfung Kontakt zum Amtsarzt auf. Bitte beachten Sie, dass ein Rücktritt der Prüfung nach deren Beginn nur berücksichtigt werden kann, wenn Sie die Prüfung tatsächlich abbrechen und der Aufsicht den Abbruch mitteilen. Wenn Sie die Klausur ohne abzubrechen bis zum Ende mitschreiben, kann ein Attest im Nachhinein nicht berücksichtigt werden.
  2. Mehrere Prüfungsleistungen an einem Tag:
    Wenn Sie für mehrere Prüfungsleistungen an einem Tag angemeldet sind, krankheitsbedingt aber nicht an allen, sondern nur an einzelnen Prüfungen an diesem Tag teilnehmen können, können Sie das krankheitsbedingte Versäumnis einer Prüfung nur entschuldigen, wenn Sie ein amtsärztliches Attest vorlegen.
  3. Erneute Erkrankung bei derselben Prüfungsleistung:
    Wenn Sie bei einer Prüfungsleistung bereits einmal wegen Krankheit entschuldigt gefehlt haben und dieselbe Prüfungsleistung bei einem späteren Prüfungstermin erneut wegen Krankheit versäumen, müssen Sie für das Versäumnis ein amtsärtzliches Attest einreichen.

In diesen drei Fällen reicht eine Prüfungsunfähigkeitsbescheinigung des behandelnden Arztes/Hausarztes nicht aus.Es ist zwingend ein amtsärztliches Attest erforderlich. Andernfalls muss die Prüfungsleistung mit „nicht ausreichend“ bewertet werden.

Die Verlängerung der Bearbeitungszeit einer Bachelorarbeit wegen Krankheit ist gemäß § 4 Abs. 3 GPO nicht möglich. Die GPO hat hierfür folgende Regelung:
„Die Bachelorarbeit ist binnen sechs Wochen nach Ausgabe abzuliefern. Diese Frist kann nicht verlängert werden. Werden triftige Gründe im Sinn des § 17 anerkannt, die einer Einhaltung der Frist entgegenstehen, gilt die Bachelorarbeit als nicht unternommen.“

  • Der Rücktritt bzw. die Entschuldigung von einer Prüfungsleistung ist dem Büro des Studiendekans schriftlich zusammen mit der Prüfungsunfähigkeitsbescheinigung durch die Anlage zum Attest (siehe unten) oder einen formlosen Brief mitzuteilen. Sie können sich zusätzlich vorab telefonisch, per Fax oder e-mail melden, um das Merkmal „unverzüglich“ zu erfüllen. Atteste müssen im Original eingereicht werden.
    Der Begriff "unverzüglich" bedeutet "ohne schuldhaftes Zögern", d.h. Sie sind verpflichtet, den Nachweis zu dem frühestmöglichen Zeitpunkt zu erbringen, zu dem es Ihnen möglich und zumutbar ist. Es ist nicht erforderlich, dass Sie die Unterlagen persönlich vorbeibringen; die unverzügliche Vorlage auf dem Postwege ist ausreichend (Anschrift: Leibniz Universität Hannover, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät, Büro des Studiendekans, Königsworther Platz 1, 30167 Hannover). Für den Fall, dass Sie Dritte mit der Weiterleitung beauftragen, sollten Sie sich vergewissern, dass die Übermittlung auch ordnungsgemäß erfolgt ist. Versäumnisse von Dritten gehen zu Ihren Lasten.
    Nur, wenn Sie Ihren Rücktritt bzw. Ihre Entschuldigung unverzüglich dem Büro des Studiendekans mitteilen und die von Ihnen genannten und glaubhaft gemachten Gründe vom Studiendekan auch anerkannt werden, gilt die Prüfungsleistung als nicht unternommen.
    Haben Sie Ihren Rücktritt bzw. Ihr Versäumnis nicht unverzüglich, d. h. schnellstmöglich mitgeteilt oder werden Ihre Gründe nicht anerkannt, so gilt entsprechend der Prüfungsordnung die betreffende Prüfungsleistung als mit "nicht ausreichend" bewertet!
    Daher ist es ganz wichtig, dass Sie genau wissen, wie Sie sich verhalten müssen und was von Ihnen veranlasst werden muss. Sollten Sie noch Fragen haben, so wenden Sie sich bitte an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Büro des Studiendekans.

Tel. +49 511 762 - 5658 / - 9068
Fax +49 511 762 - 3124

E-Mail studiendekanatwiwi.uni-hannover.de

Hinweise und Vordrucke