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Versäumnis und Rücktritt von Prüfungsleistung

Mit Ihrer Prüfungsanmeldung sind Sie grundsätzlich eine Verpflichtung zur Teilnahme an der oder den betreffenden Prüfungen eingegangen. Falls Sie gehindert sind, Ihre Prüfungsverpflichtung zu erfüllen, müssen Sie dies dem Prüfungsamt unverzüglich mitteilen.

In den verschiedenen Prüfungsordnungen (Diplom/ Magister/ Bachelor/ Master/ Zwischenprüfung für Lehramt) der Leibniz Universität Hannover wird geregelt, was beim Versäumnis einer Prüfungsleistung zu beachten ist. Die Formulierung lautet in der Regel:

"Die für den Rücktritt oder das Versäumnis einer Prüfungsleistung geltend gemachten Gründe müssen dem Prüfungsausschuss unverzüglich schriftlich angezeigt und glaubhaft gemacht werden. Bei Krankheit der Studentin oder des Studenten ist ein ärztliches Attest vorzulegen, soweit die Krankheit nicht offenkundig ist."

Die genauen Bestimmungen sind den jeweils gültigen Fassungen der Prüfungsordnungen zu entnehmen. Beachten Sie bitte zusätzlich evtl. studiengangspezifische Aushänge an den "Schwarzen Brettern" des Akademischen Prüfungsamtes und der Prüfungsausschüsse.

Unabhängig hiervon gelten hinsichtlich der formalen Anforderungen und des Verfahrens beim Versäumnis einer Prüfungsleistung nachstehende Grundsätze:

Sie haben eine Bringe- und Nachweispflicht. Ihren Rücktritt von der Prüfung müssen Sie schriftlich beantragen bzw. Ihr Versäumnis schriftlich entschuldigen. Bitte geben Sie auch an, welche Prüfungsleistung an welchem Tag betroffen ist. Der Rücktritt bzw. das Versäumnis ist zu begründen und diese Begründung glaubhaft zu machen - z.B. durch ein in der Anlage beigefügtes Attest. Inhalt des Nachweises muss die Beschreibung der gesundheitlichen Beeinträchtigung sein (etwa der Hinweis auf bestimmte Schmerzen) und insbesondere die Angabe der sich daraus ergebenden Behinderung in der Prüfung (z.B. Störung der Konzentrationsfähigkeit). Die genaue Bezeichnung der Krankheit ist zweckmäßig, aber nicht entscheidend. Allerdings kann nach Lage der Dinge schon durch sie offensichtlich gemacht werden, dass die Leistungsfähigkeit des Prüflings erheblich beeinträchtigt ist (z.B. bei fiebriger Grippe). Der schlichte, nicht weiter begründete Hinweis, dass der Prüfling "prüfungsunfähig" sei, entspricht diesen Anforderungen nicht. Die Beantwortung der Rechtsfrage, ob die nachgewiesene gesundheitliche Beeinträchtigung den Abbruch oder Rücktritt von der Prüfung rechtfertigen kann, ist grundsätzlich nicht Aufgabe des Arztes; dies ist vielmehr letztlich und in eigener Verantwortung von der Prüfungsbehörde zu entscheiden.

Bitte beachten Sie, dass beim Versäumnis von mehreren Prüfungsleistungen während eines Prüfungszeitraumes die Gründe für jedes einzelne Versäumnis nach der jeweiligen Prüfungsleistung unverzüglich anzuzeigen sind und nicht erst nach Abschluss aller versäumten Prüfungsleistungen. Ist allerdings bereits bei Ausstellung des Attestes bekannt, dass innerhalb des Zeitraums der Prüfungsunfähigkeit eine oder mehrere Prüfungsleistungen versäumt werden, so ist in diesem Fall die Entschuldigung für die betroffene/n Prüfungsleistung/en vorab einzureichen.

In Zweifelsfällen und z.B. bei häufiger oder längerfristiger Erkrankung ist der Prüfungsausschuss bzw. das Prüfungsamt berechtigt, ein detailliertes fachärztliches oder ein amtsärztliches Attest/Gutachten zu verlangen.

Möchten Sie die Verlängerung der Bearbeitungszeit einer termingebundenen Arbeit (z.B. Studienarbeit, Diplomarbeit, Magisterarbeit) aufgrund von Krankheit beantragen, so ist Ihrem Antrag eine ärztliche Bestätigung beizufügen, dass aufgrund der Art der Erkrankung eine Bearbeitung nicht oder nur eingeschränkt möglich ist und für welchen Zeitraum die Hinderung besteht. Ein derartiger Antrag auf Verlängerung ist unverzüglich nach Eintritt des für die Verzögerung maßgeblichen Grundes zu stellen.

Der Rücktritt von einer Prüfungsleistung bzw. die Entschuldigung sind dem Prüfungsamt schriftlich durch einen formlosen Brief mitzuteilen. Sie können sich zusätzlich vorab telefonisch (0511-762 2020), per Fax (0511-762 2137) oder e-mail (studium@uni-hannover.de) melden. Atteste sind auf jeden Fall im Original einzureichen. In einigen Studiengängen wird gebeten, die Prüfer direkt zu benachrichtigen.
Bitte informieren Sie sich darüber, wie in Ihrem Studiengang verfahren wird.

Der Begriff "unverzüglich" bedeutet "ohne schuldhaftes Zögern", d.h. Sie sind verpflichtet, den Nachweis zu dem frühestmöglichen Zeitpunkt zu erbringen, zu dem es Ihnen möglich und zumutbar ist. Es ist nicht erforderlich, dass Sie die Unterlagen persönlich vorbeibringen; die unverzügliche Vorlage auf dem Postwege ist ausreichend (Anschrift: Leibniz Universität Hannover, Akademisches Prüfungsamt, Studiengang....., Welfengarten 1, 30167 Hannover). Für den Fall, dass Sie Dritte mit der Weiterleitung beauftragen, sollten Sie sich vergewissern, dass die Übermittlung auch ordnungsgemäß erfolgt ist. Versäumnisse Ihrer Boten gehen nämlich leider zu Ihren Lasten.

Nur, wenn Sie Ihren Rücktritt bzw. Ihre Entschuldigung unverzüglich dem Prüfungsamt mitteilen und die von Ihnen genannten und glaubhaft gemachten Gründe vom Prüfungsausschuss bzw. Prüfungsamt auch anerkannt werden, können Sie die Prüfungsleistung zu einem späteren Termin nachholen bzw. kann der Abgabetermin hinausgeschoben werden. Hierüber erhalten Sie eine Mitteilung, aus der auch hervorgeht, wann die Prüfungsleistung nachzuholen ist bzw. wann die Arbeit abzugeben ist.

Haben Sie Ihren Rücktritt bzw. Ihr Versäumnis nicht unverzüglich, d. h. schnellstmöglich mitgeteilt oder werden Ihre Gründe nicht anerkannt, so gilt entsprechend der Prüfungsordnung die betreffende Prüfungsleistung als mit "nicht ausreichend" bewertet!

Daher ist es ganz wichtig, dass Sie genau wissen, wie Sie sich verhalten müssen und was von Ihnen veranlasst werden muss. Sollten Sie noch Fragen haben, so wenden Sie sich bitte an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Akademischen Prüfungsamtes.