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Digitalisierungskompetenz für die Region

Digitalisierungskompetenz für die Region

© Bild: ICoM
Unter der Moderation von Prof. Dr.-Ing. Katharina Klemt-Albert (oben) kamen die Teilnehmenden des Fachforums online zusammen, um Fragen rund um die Digitalisierung im Bauwesen zu diskutieren.

Kooperation mit der Region Hannover: Das Fachforum BIM hat mehr als 250 Interessierte erreicht

Über 250 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung sind am 25. Februar 2021 zum online durchgeführten Fachforum für Digitalisierung im Bauwesen zusammengekommen. "Durch Building Information Modeling, kurz BIM, lassen sich Fehler im Projektablauf vermeiden, Bauzeiten verkürzen und so Synergien und Kostenvorteile generieren. Die digitale Methode findet immer breitere Verwendung, daher werden BIM-Kompetenzen auch für die kleinen und mittleren Unternehmen und die Bauherren in der Region immer wichtiger", erläutert Prof. Dr.-Ing. Katharina Klemt-Albert, Leiterin des Instituts für Baumanagement und Digitales Bauen (ICoM) der Leibniz Universität Hannover und Sprecherin des Mitveranstalters, der buildingSMART Regionalgruppe Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg. Sie hat die von der Region Hannover geförderte Konferenz moderiert.

Bei BIM arbeiten alle an einem Bau beteiligten Akteure zunächst an einem gemeinsamen "digitalen Zwilling", bevor der Bau real startet. Die Implementierung erfordert zugleich auch einen Umdenk- und Anpassungsprozess bei allen Beteiligten - sowohl den öffentlichen Bauherren bei der Ausschreibung, als auch bei Architektur- und Fachbüros sowie dem Baugewerbe. Das BIM-Fachforum ist Bestandteil der seit 2019 bestehenden Kooperation von ICoM und Region Hannover zur Stärkung der regionalen Kompetenzen im digitalen Bauen. Die Wirtschaftsförderung der Region möchte dabei vor allem kleine und mittlere Unternehmen bestärken, sich in BIM zu qualifizieren und sich an BIM-Ausschreibungen zu beteiligen. ICoM und Region bieten deshalb auch kostenlose Praxisworkshops als BIM-Einstieg für Planer und Bauhandwerk (SmartBIM) und OpenLAB-Days am ICoM-Institut an.

"Der Neubau der Theaterwerkstätten des Staatstheaters Hannover zeigt, dass die Region Hannover mit dem ICoM nicht nur in Forschung und Lehre des digitalen Bauens gut aufgestellt ist, sondern auch bereits mit Praxiserfahrung zu BIM aufwarten kann", so Alexander Skubowius, Fachbereichsleiter für Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung der Region Hannover. Der Neubau des Staatstheaters wurde mit Unterstützung des ICoM komplett nach der BIM-Methodik geplant. Im Fachforum wurde das Zusammenspiel der Projektpartner durch Vorträge des Staatstheaters, der Architekten BKSP, der Fachplaner grbv und das BIM-Management der albert.ing dokumentiert.

Nach digitalem Netzwerken zur Mittagspause standen weitere Vorträge zu Aspekten der BIM-Anwendung auf der Agenda. Das Ingenieurbüro INROS Lackner stellte den Infrastrukturbau in den Fokus, das Bauunternehmen Züblin die modellbasierte Leistungsverzeichnis-Erstellung und Kalkulation. Das Umweltministerium des Landes und das ICoM zeigten anhand des Modellprojektes DigiKom, wie Kommunen und Architekten bei der digitalen Baugenehmigung in Niedersachsen kooperieren können, während durch CMS rechtliche Aspekte der Beauftragung und Abrechnung präsentiert wurden.