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EXIST-Gründerstipendium für ToolingSim

EXIST-Gründerstipendium für ToolingSim

Bildschirmfoto aus einer Videokonferenz des ToolingSim-Teams Bildschirmfoto aus einer Videokonferenz des ToolingSim-Teams Bildschirmfoto aus einer Videokonferenz des ToolingSim-Teams
© ToolingSim
Das Gründungsteam von ToolingSim in einer Online-Besprechung: Oliver Pape (oben links), Arne Mücke, Karolin Fricke

Ausgründung aus der Fakultät für Maschinenbau erhält Anschubfinanzierung

Mit einer Simulationssoftware will ToolingSim das Entwickeln von Präzisionswerkzeugen deutlich schneller und preiswerter machen. Die Software soll noch in diesem Jahr auf den Markt kommen. Für das Vorhaben erhält das Team ein EXIST-Gründerstipendium von 142.400 Euro als Anschubfinanzierung aus dem Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, das durch den europäischen Sozialfonds kofinanziert wird. Oliver Pape und Arne Mücke, die gemeinsam mit Karolin Fricke das Gründungsteam bilden, waren wissenschaftliche Mitarbeiter am Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen (IFW) der Leibniz Universität Hannover. Unterstützt wird das Team vom Gründungsservice starting business.

Drehen, bohren, fräsen, schleifen: Jedes dritte in Deutschland hergestellte Präzisionswerkzeug ist ein sogenanntes "Zerspanwerkzeug", mit dem Werkstücke in eine bestimmte geometrische Form gebracht werden - überschüssiges Material wird von Rohteilen mechanisch abgetrennt, es fallen Späne an. Komplexe Bauteile aus Werkstoffen wie Titan oder Stahl müssen in allen Branchen höchste Anforderungen erfüllen. Eine entsprechend wichtige Rolle kommt den dazu benötigten Zerspanwerkzeugen zu. "Mit unserem Produkt wird es möglich sein, hochkomplizierte Fräswerkzeug-Geometrien vollständig zu analysieren und das in wenigen Minuten", beschreibt Oliver Pape die Vorteile des Simulationsansatzes.

Leibniz Universität Hannover fördert Ausgründungen

Über die Förderzusage freut sich auch starting business, der gemeinsame Gründungsservice von hannoverimpuls und der Leibniz Universität Hannover (LUH). "ToolingSim ist bereits das 26. Projekt, das sich mit uns seit Gründung des gemeinsamen Services vor fünf Jahren erfolgreich um eine Förderung vom Bundeswirtschaftsministerium bewerben konnte", freut sich Tobias Quebe von starting business. Sein Kollege Tobias Meyer ergänzt: "Das Projekt ToolingSim ist ein großartiges Beispiel dafür, wie junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sich in ihrer Promotion mit einem Problem auseinandersetzen und die daraus gewonnenen Erkenntnisse in die Praxis überführen. Die Software hebt sich deutlich vom am Markt erhältlichen Lösungen ab und wird mittelfristig bei vielen Werkzeugherstellern Anwendung finden."

Nicht nur Werkzeughersteller, sondern auch Anwendende werden demnach von der gezielten Optimierung der Produktionsprozesse mithilfe der Software, die noch in diesem Jahr auf den Markt kommen soll, profitieren. Wie vielversprechend das Projekt ist, zeigt auch das Ergebnis des ersten starting business Ideenwettbewerbs, den die LUH auslobt, um wissenschaftliche Mitarbeitende noch weiter zur Gründung zu motivieren: ToolingSim hat auch hier den ersten Platz und das Preisgeld von 1.500 Euro gewonnen. Während ihrer Zeit am IFW haben Pape und Mücke die wissenschaftlichen Methoden zur virtuellen Prozess- und Werkzeugauslegung in zahlreichen Projekten eingesetzt. Der Markt für die Simulationssoftware reicht vom Maschinenbau über die Automobilindustrie und Medizintechnik bis hin zur Luft- und Raumfahrt.