UniversitätAktuelles & PresseOnline aktuell
Großes Verdienstkreuz für Prof. Dr. Herbert Welling

Großes Verdienstkreuz für Prof. Dr. Herbert Welling

Früherer Direktor des Instituts für Quantenoptik der Leibniz Universität Hannover ausgezeichnet

Ehrung des Pioniers der Laserphysik in Hannover: Der ehemalige Direkter des Instituts für Quantenoptik der Leibniz Universität Hannover (LUH) und Gründer des Laser Zentrums Hannover (LZH), Prof. Dr. Herbert Welling, ist mit dem Großen Verdienstkreuz des Niedersächsischen Verdienstordens ausgezeichnet worden.

"Prof. Dr. Welling hat die Laserphysik in Hannover zu einem Leuchtturm ausgebaut und mit großem Einsatz bis ins hohe Alter die Entwicklung Hannovers als 'Laserstadt' vorangetrieben", sagte Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler, während der Verleihung am Sonnabend, 31. August. "Ihm ist es zu verdanken, dass Hannover heute ein hohes internationales Ansehen als Laserforschungsstandort besitzt. Ich freue mich sehr, dass wir dieses herausragende Engagement für die Physik und die Interessen des Landes Niedersachsen heute mit dem Großen Verdienstkreuz ehren dürfen."

Prof. Dr. Welling war bis 1988 Direktor des Instituts für Quantenoptik an der damaligen TU Hannover und baute die Einrichtung zu einem renommierten Zentrum für Laserforschung aus. Schon Anfang der 1970er-Jahre entwickelte er mit seinem Team Laser für medizinische Anwendungen. Zusammen mit dem Chirurgen Rudolf Pichlmayr von der Medizinischen Hochschule Hannover baute er beispielsweise ein "bluttrockenes" Laserskalpell, mit dem Pichlmayr die erste Leberteiltransplantation gelang. Als Mitbegründer des Laser Zentrums Hannover brachte Herbert Wellling die Laserforschung in die Anwendung. Zahlreiche Firmen wurden ausgegründet, und es entstand ein hohes wirtschaftliches Innovationspotenzial für Hannover.

Prof. Dr. Welling machte sich zudem dafür stark, das Gravitationswellenobservatorium Geo600 nach Hannover holen. Mit dieser Anlage konnten inzwischen die von Albert Einstein postulierten Gravitationswellen gemessen werden. Viele herausragende Physiker haben in der "Laserfamilie Welling" ihre Karriere begonnen, darunter Prof. Dr. Karsten Danzmann, der die erfolgreichen Arbeiten fortführt.

Anlässlich von Herbert Wellings 90. Geburtstag haben das Institut für Gravitationsphysik und das Institut für Quantenoptik am Sonntag, 1. September, ein Helmholtz-Symposium mit dem Titel "Ein Leben für den Laser" im Schloss Herrenhausen veranstaltet.