Ringvorlesung Biomedizintechnik: Kleinste Kontinuumsroboter erleichtern minimal-invasive Operationen

Wendig, flexibel, dünn

Operationen in schwer zugänglichen Regionen wie dem Gehirn stoßen mit konventionellen chirurgischen Instrumenten mitunter an Grenzen: Der Zugangsweg durch die Nase ist nicht nur eng, sondern erfordert auch eine Bohrung „um die Ecke“. Mit Hilfe kleinster sogenannter tubulären Kontinuumsroboter soll der Zugang künftig leichter möglich sein und auch weitere Regionen im Zentrum des Gehirns erschließen. Per Fernsteuerung und mit Kamerasicht navigiert der Chirurg dazu zwei kleine Roboterarme aus ineinander angeordneten elastischen Röhrchen, die nicht größer als eine medizinische Nadel sind. Wie diese Roboter genau beschaffen sein müssen, um die erforderliche Gelenkigkeit zu haben, dazu forscht Dr.-Ing. Jessica Burgner-Kahrs derzeit am Mechatronik-Zentrum der Leibniz Universität Hannover. In der Ringvorlesung „Biomedizintechnik in Hannover“ berichtet sie aus Ihrer Arbeit.


Weitere Themen an dem Abend: Über „Implantierbare Mikrosysteme“ berichtet Dipl.-Ing. Florian Evertz, Leiter der Abteilung “Research and Development” der Blackrock Microsystems Europe GmbH und Doktorand am Institut für Mehrphasenprozesse der Leibniz Universität Hannover. Prof. Dr. Joachim K. Krauss, Direktor der Klinik für Neurochirurgie an der Medizinischen Hochschule Hannover spricht zu „Neurostimulation: Tiefe Hirnstimulation und mehr“.


Ringvorlesung „Biomedizintechnik in Hannover – die Zukunft geht weiter“


Wann?    Mittwoch, den 13. Mai 2015 um 18.00 Uhr
Wo?    Hörsaal P in der Zahn-Mund-Kieferklinik der MHH, Gebäude K20, Sockelgeschoss, Seiteneingang Carl-Neuberg-Str. 1, 30625 Hannover