Die Fachgruppe Magnetische Resonanz der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) hat Prof. Dr. Paul Heitjans, emeritierter Professor am Institut für Physikalische Chemie und Elektrochemie der Leibniz Universität Hannover (LUH), mit ihrem prestigeträchtigen Otto-Stern-Preis ausgezeichnet. Die Ehrung würdigt seine herausragenden Beiträge zur Erforschung der Ionendynamik und Diffusion in Festkörpern durch die Anwendung der Kernmagnetischen Resonanz (NMR) sowie die Einführung der beta-strahlungsdetektierten NMR (beta-NMR) zur Untersuchung der Mobilität in festen Ionenleitern. Seine Arbeit hat wesentliche Fortschritte im Verständnis der Ionendynamik und Diffusion in Festkörpern ermöglicht.
Paul Heitjans hat zahlreiche Publikationen und Projektförderungen durch unterschiedliche Drittmittelgeber wie etwa die Deutsche Forschungsgemeinschaft oder das Bundesforschungsministerium vorzuweisen. Zudem war er Sprecher des Sonderforschungsbereichs „Lokale Teilchenbewegung, Transport und Chemische Reaktionen in Ionenkristallen“ und der DFG-Forschungsgruppe „Mobilität von Lithium-Ionen in Festkörpern“. Darüber hinaus war er maßgeblich am Aufbau des „Zentrums für Festkörperchemie und Neue Materialien“ an der LUH beteiligt und wurde 2016 mit der Niedersachsenprofessur ausgezeichnet. 2022 erhielt er die Heyn-Denkmünze der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde (DGM).
Die Auszeichnung
Der Otto-Stern-Preis, benannt nach dem Nobelpreisträger Otto Stern, ist eine Auszeichnung im Bereich der Magnetischen Resonanz. Sie wird von der Fachgruppe Magnetische Resonanz der GDCh verliehen und ehrt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, deren Arbeiten grundlegende Fortschritte in diesem Feld erzielt haben. Die offizielle Preisverleihung findet im Rahmen der Jahrestagung der GDCh-Fachgruppe statt.